Podiumsdiskussion am Pastoralverbundstag am 17. März 2013. (v.l. Julia Fisching-Wirth, Alexa Schröder, Richard Steilmann). Foto: bigge-onlineFür Sonntag, den 17. März 2013, wurde zum ersten Pastoralverbundstag des neuen Pastoralen Raumes Bigge-Olsberg geladen und die erfreuliche Zahl von etwa 350 Gemeindemitgliedern kam nach Bruchhausen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst fand ein "Kirchenstammtisch" statt. Während die Kinder in der Turnhalle toben konnten, ging es für die Größeren um zukunftsweisende Themen.

Unbeschwert tobten die Kinder in der Turnhalle in Bruchhausen, während sich die Erwachsenen über das Zusammenwachsen der Gemeinden informierten. Foto: bigge-onlineJulia Fisching-Wirth vom Erzbischöflichen Generalvikariat sprach einige einleitende Worte zu den Hintergründen und Beweggründen der Neuausrichtung der pastoralen Räume. Sie stellte fest, dass bei den Menschen die Bereitschaft zur Bindung an die Kirche weniger würde - nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Menschen flexibler und mobiler würden. Immerhin 85 % der Katholiken seien sogenannte „treue Fernstehende“, die die Sakramente in Anspruch nähmen und von der „Service-Kirche“ Gebrauch machten. Da sich die Kirche in den nächsten zehn Jahren in jedem Fall ändern würde, sollten die Gemeinden jetzt selbst gestalten. Für viele Anwesende war der Vortrag eine sehr komplexe Einführung und hinterließ eigentlich keine richtige Aufbruchstimmung.

Gelungene Gesprächsrunde

Umso erfrischender war die dann folgende Diskussionsrunde auf dem Podium – nicht zuletzt dank Alexa Schröder und Paul Senske, den Moderatoren von Radio Sauerland. Sie sorgten dafür, dass es auch tatsächlich Antworten gab. Zudem war Paul Senske immer mit der nötigen Prise Humor zur Stelle. Dechant Michael Kleineidam, Pfarrer Richard Steilmann als Leiter des Pastoralen Raumes Bigge-Olsberg, Gemeindereferentin Gabriele Hennecke, Eva Habermann vom Pfarrgemeinderat aus Ellerinhausen, Heinrich Weber vom Pfarrgemeinderat aus Bruchhausen und Ulrich Schumacher von der Katholischen Bildungsstätte waren die Gesprächspartner.

Podiumsdiskussion: (v.l.) Ulrich Schumacher, Heinrich Weber, Alexa Schröder, Eva Habermann, Paul Senske, Gabi Hennecke, Michael Kleineidam, Julia Fisching-Wirth und Richard Steilmann. Foto: bigge-online

D
ie Kirche muss im Dorf bleiben...

Deutlich wurde, dass die Gemeinden über ihren Tellerrand hinausschauen müssen, wie Richard Steilmann meinte. Gleichzeitig war man sich einig, dass trotzdem die „Kirche im Dorf bleiben muss“, wie Heinrich Weber befand. Und das scheint möglich zu sein. Gabi Hennecke, die als Referentin in den elf Gemeinden unterwegs ist, bestätigte das aus ihrer Sicht: „Es ist eine Bereicherung, was in den einzelnen Gemeinden los ist. Und das ohne, dass ein Hauptamtlicher dabei ist!“ Der Anfang der Gespräche zur Zusammenlegung sei schwer gewesen, gab Richard Steilmann zu, sei man doch schon in alten Strukturen verhaftet gewesen. Mittlerweile habe sich aber das Vertrauen gebildet, „dass keiner einem anderen etwas wegnehmen möchte.“ Und so haben sich schon einige Personen gefunden, die wie Eva Habermann „die Chance nutzen, aktiv mitzugestalten“.
Volles Haus in Bruchhausen. Foto: bigge-online

Eine große Chance!


Viele Menschen folgten der Podiumsdiskussion und diskutierten mit ihren Tischnachbarn. Foto: bigge-onlineDechant Kleineidam unterstrich, dass die Dorfidentität sehr wichtig sei: „Unser Anliegen ist es, den Prozess schrittweise zu gehen, um auch jeden mitnehmen zu können“. Dass dieser Prozess kein vorgegebenes Ziel verfolgt, erklärte Frau Fisching-Wirth. Paderborn gebe den Rahmen vor. Über die Strukturen, wie beispielsweise die Anzahl der Pfarreien, würden die Gemeinden vor Ort entscheiden. Am Ende soll dann eine sogenannte „pastorale Vereinbarung“ der Gemeinden stehen. Gabi Hennecke: „Das ist eine große Chance, die wir bisher nicht hatten: Wir können bestimmen, wie es in unseren Gemeinden weitergeht!“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Außer, dass nun jeder einzelne gefragt ist, daran mitzuwirken. Unser Pastoralverbund ist im Dekanat übrigens ein Pilotprojekt. Es ist die erste Zusammenführung. Die zweite beginnt demnächst in Winterberg – unter der Leitung von Pastor Norbert Lipinski, der den Pastoralverbund Bigge-Olsberg bald verlassen wird. 

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