Das Verkehrsmittel wurde gewechselt, die intensive Freundschaft ist geblieben: Die Radfahrgruppe, die in den vergangenen 25 Jahren die rund 450 Kilometer lange Strecke zwischen Olsberg und Jöhstadt mehrfach mit dem „Drahtesel“ bewältigt hat, feiert in diesen Tagen Geburtstag.  Foto: Stadt Olsberg Das Verkehrsmittel wurde gewechselt, die intensive Freundschaft ist geblieben: Die Radfahrgruppe, die in den vergangenen 25 Jahren die rund 450 Kilometer lange Strecke zwischen Olsberg und Jöhstadt mehrfach mit dem „Drahtesel“ bewältigt hat, feiert in diesen Tagen Geburtstag – und zwar in Olsberg. Dazu sind zahlreiche Radfahrer aus der erzgebirgischen Partnerstadt ins Sauerland gekommen – diesmal allerdings mit dem Auto. Dass allerdings solch ungewöhnliche Fahrradtouren nicht nur in die Beine, sondern vor allem ins Herz gehen, war sofort bei der Begrüßung der Freunde aus Jöhstadt im Olsberger Rathaus zu bemerken: „Weißt Du noch…“, „Wie schön, dass Du wieder hier bist…“ – egal, ob Sauerland oder Erzgebirge: Es war eine Vertrautheit zwischen den Radfahrern zu spüren, die viele Jahre überdauert hat. „Solche Fahrten schweißen zusammen“, hieß es von einem Teilnehmer – „hier sind neben der offiziellen Partnerschaft echte Freundschaften entstanden“, unterstreicht Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Entstanden ist die ungewöhnliche Idee, die – räumliche – Distanz zwischen Sauerland und Erzgebirge per Rad zu überwinden, aus einer Bierlaune heraus: Im Oktober 1992 waren die Jöhstadter dabei, die noch zu DDR-Zeiten abgebaute Prießnitz-Schmalspurbahn neu zu errichten und wiederzubeleben – ein Mammut-Vorhaben, an das man von Olsberger Seite nicht recht glaubte. „Wenn ihr damit fertig seid, kommen wir mit dem Fahrrad nach Jöhstadt“, witzelte der 1. stv. Bürgermeister Karl-Josef Steinrücken. Es dauerte nicht allzu lange, bis die Olsberger in den Sattel steigen konnten – oder mussten: Im Juni 1993 ging es ins Erzgebirge – wie versprochen per Fahrrad.

Es sollte nicht die einzige „Radtour mit Überlänge“ bleiben: Weitere Fahren zwischen den beiden Partnerstädten folgten 2003, 2008 und 2013 – wenngleich manche Streckenabschnitte auch „mit Motorunterstützung“ per Auto zurückgelegt wurden. „Es waren wunderschöne Radtouren“, erinnert sich der Olsberger Ehrenbürgermeister Elmar Reuter, selber einer der „Pedalritter“: „Neben der Städtepartnerschaft ist etwas für sich entstanden.“ Die Idee zum erneuten Besuch, um das „Vierteljahrhundert“ zu feiern, hatte Bürgermeister Wolfgang Fischer im vergangenen Jahr bei einem Aufenthalt in Jöhstadt.

Dass die Visite in Olsberg so viele „Mitradler“ von beiden Seiten zur Teilnehme bewegt hat, sei eine wunderbare Sache, so das Stadtoberhaupt. Auch Holger Hanzlik, früherer Jöhstadter Bürgermeister und selbst begeisterter Radsportler, freut sich über das Wiedersehen: „Das zeigt, dass es etwas ganz Großartiges war.“ Aus der „Aufbauhilfe“ nach der Wiedervereinigung sei eine echte Freundschaft geworden: „Mit Olsberg hatten wir ein Riesenglück.“ Als Gastgeschenk überreichte Holger Hanzlik an Wolfgang Fischer ein in Handarbeit gefertigtes gläsernes Windlicht, das an die gemeinsamen Touren erinnert. In Olsberg erwartet die Gäste aus Jöhstadt unter anderem eine Wanderung zum Philippstollen und Informationen von Wolfgang Fischer zu den Umbau-Maßnahmen des Zentren-Konzepts Olsberg. Und natürlich darf auch ein Besuch des Olsberger Schützenfestes nicht fehlen, bevor es am Montag wieder in Richtung Erzgebirge geht – diesmal mit dem Auto.

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