Generalversammlung der FeuerwehrAm Samstagabend, 27. Januar 2007, fand um 19:00 Uhr die jährliche Generalversammlung des Löschzuges Bigge?Olsberg im Feuerwehrhaus statt. Löschzugführer Andreas Lahme begrüßte neben den Mitgliedern des Löschzuges, der Jugendfeuerwehr und der Ehrenabteilung besonders einige Ehrengäste: 

Bürgermeister Elmar Reuter, die Ortsvorsteher(in) Margret Quellmalz und Josef Röttger, den Wehrführer Helmut Kreutzmann mit seinem Stellvertreter Theo Rüther und die Vertreter des Spielmannszuges Ulrich Kohl und Peter Hoffmann nahmen an der Sitzung teil. Nach dem Verlesen der Tagesordnung wurde das Protokoll der vorherigen Generalversammlung zum letzten Mal vom langjährigen Schriftführer Jürgen Mues verlesen. Er trat seinen Posten an Jürgen Kneer ab.

wildenstein_300Löschzugführer Lahme legte die Einsatzbilanz des vergangenen Jahres vor. Zu insgesamt 88 Einsätzen musste die 63 Mann und zwei Frau starke Wehr in 2006 ausrücken. Dabei leisteten die Einsatzkräfte 2474 Stunden. Es zeigt sich, dass die Einsätze der Feuerwehr immer umfangreicher werden. Im Einzelnen rückte der Löschzug aus zu: 24 Brandeinsätzen, darunter sechs Großbrände und zwei Wohnungsbrände, sieben technische Hilfeleistungen, 13 sonstige Hilfeleistungen, sieben Ölspuren, eine Wespennestbeseitigung, 13 Brandsicherheitswachen, drei böswillige Alarme und 20 Fehlalarme.

Zu den Einsatzstunden kommen noch zahlreiche Übungsabende und Ausbildungseinheiten sowie Arbeitseinsätze am Gerätehaus. Insgesamt 9844 Stunden. Hierbei sind die Bereitschaftsstunden der Mitglieder mit Meldeempfänger noch nicht berücksichtigt. In 2006 wurden im Rahmen der Brandschutzerziehung neun Kindergärten im Stadtgebiet besucht und dabei 128 Kindern und Jugendlichen das Thema Feuer und Feuerwehr näher gebracht. Im kommenden Jahr soll erstmals ein Aktionstag der Brandschutzerziehung stattfinden. Die aus zwei Mädchen und 21 Jungen bestehende Jugendfeuerwehr des Löschzuges blickte auf ein ereignisreiches Jahr mit 1.800 Übungsstunden zurück. Unter anderem nahmen die jungen "Retter" an einem Erste Hilfe Kurs teil, fuhren ins Zeltlager zum Lütjensee und unterstützten den Löschzug bei verschiedenen Veranstaltungen wie z.B. dem Osterfeuer. Auch die Aktion "saubere Ruhr" wurde wieder durchgeführt und mehrere Säcke Müll aufgesammelt. Jugendfeuerwehrwart Dirk Vollmer: "Im kommenden Jahr soll wieder ein Mehrtägiger Workshop "Berufsfeuerwehr" im Feuerwehrhaus Olsberg stattfinden". Hier "leben und Arbeiten" die Nachwuchsretter ein Wochenende lang wie bei einer Berufsfeuerwehr.

Der 64 Musiker starke Spielmannszug des Löschzuges Bigge?Olsberg nahm an 23 Auftritten teil und leistete dabei 2985 Stunden. Dazu kamen noch einmal 46 Übungsabende. 28 Kinder und Jugendliche befinden sich derzeit in drei Flöten- und zwei Trommelgruppen in der Ausbildung. Am 17. März 2007 blickt der Spielmannszug auf sein 80-jähriges Bestehen zurück. Dieses soll in der Schützenhalle Bigge gebührend gefeiert werden.

Theo Rüther, Marius Hanke, Helmut Kreutzmann, Bernd Balkenhol, Marc Stappert, Carlo Richter, Andreas Lahme, Andreas RütherWehrleiter Helmut Kreutzmann konnte auch in diesem Jahr einige Beförderungen vornehmen. Aus der Jugendfeuerwehr wurden Bernd Balkenhol und Marius Hanke in den Löschzug übernommen und zu Feuerwehrmännern befördert. Marc Stappert wurde zum Brandmeister und Carlo Richter zum Oberbrandmeister befördert. Wehrführer Kreutzmann bedankte sich bei Rat und Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und die bereitgestellten Mittel. Letzteres ist in der heutigen Zeit nicht immer einfach zu realisieren, da die Technik immer umfangreicher und dadurch teurer wird.

sturm07_350Bürgermeister Reuter bedankte sich für die Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Durch Eigenleistung am Feuerwehrhaus der Mannschaft konnten erhebliche Mittel eingespart werden. Besonders bedankte sich Reuter aber für die geleistete und nicht ungefährliche Arbeit beim Sturm Kyrill vergangene Woche. Im Stadtgebiet Olsberg wurden allein 77 Einsätze gefahren. Dankend erwähnt wurde auch der Gastwirt des "Bigger Hofs". Er schrieb keine Rechnung für die Übernachtung der evakuierten Familie aus der Bahnhofstrasse an die Stadt. "Die Feuerwehr hat umsonst gearbeitet, dann mache ich das auch." Ortsvorsteher Röttger schloss sich den Worten des Bürgermeisters an.

Er gab zudem zu bedenken, dass die Bevölkerung mit der Situation während und nach dem Sturm Kyrill zu leichtsinnig umgehe. Wenn auf einer Straße Sperrbaken stehen, muss man nicht über den Bürgersteig daran vorbeifahren, sich damit in Gefahr begeben und dann noch mit den Einsatzkräften darüber diskutieren. Zudem herrscht in den Wäldern noch immer Lebensgefahr durch abgeknickte und schräg stehende entwurzelte Bäume. Ein Waldspaziergang kann hier schnell zur Gefahr werden. Ehrenlöschzugführer Alfred Rüther erinnerte sich an "alte Zeiten" mit Schrot- und Bügelsäge. Zu seiner Anfangszeit im Löschzug hätte es wohl Tage oder Wochen gedauert, bis die wichtigsten Straßen im Stadtgebiet wieder befahrbar gewesen wären.

Löschzugführer Lahme beendete die Sitzung um 20:35 Uhr mit den Worten "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr".

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