102 estnische Kronen sind als Souvenir geblieben: Varinia Ewert, Ausbilderin Petra Banse aus dem Josefsheim Bigge, Claudia Weber und Zennure Akgüvercin (von links).“Tere hommikust” - Vier Wochen lang war dies für Claudia Weber, Varinia Ewert und Zennure Akgüvercin die tägliche Begrüßung im Büro. “Tere hommikust” ist Estnisch und heißt „Guten Morgen“. Und wer wie die drei jungen Frauen in Estlands Hauptstadt Tallinn zur Arbeit geht, der startet so in den Tag. Inzwischen ist das Trio zurück im Berufsbildungswerk des Josefsheims Bigge.

Dort absolvieren Claudia Weber, Varinia Ewert und Zennure Akgüvercin ihre kaufmännische Ausbildung. Das europäische Leonardo-da-Vinci-Programm „Europass Mobilität“ hat ihnen das vierwöchige Praktikum in Estland ermöglicht. Dieses Programm wird vom Bundesinstitut für Berufliche Bildung in Bonn finanziell gefördert.

102 estnische Kronen sind als Souvenir geblieben: Varinia Ewert, Ausbilderin Petra Banse aus dem Josefsheim Bigge, Claudia Weber und Zennure Akgüvercin (von links).In Tallinn arbeiteten die drei jungen Frauen im Astangu Vocational Rehabilitation Centre, einer dem Bigger Berufsbildungswerk vergleichbaren Einrichtung. „Unsere Aufgaben dort waren sehr vielfältig“, berichtet Varinia Ewert. Vom Posteingang bis zur Inventur, vom Entwurf eines Flyers bis zur Pflege einer Datenbank reichte das Spektrum. Software mit englischer Menüführung und estnische Texte waren zum Beispiel zwei Hürden, die das Trio aus Bigge dabei genommen hat. „Englisch geht mir jetzt viel flüssiger von der Zunge“, freut sich Claudia Weber bei ihrer ersten Bilanz.

Auch die Kultur kam nicht zu kurz: ein Nationalpark, zahlreiche Museen, eine russisch-orthodoxe Kathedrale, die Staatsoper und die Altstadt von Tallinn haben die Auszubildenden unter anderem besucht. Beeindruckt waren sie auch davon, wie gastfreundlich, offen und familienfreundlich die Esten sind. „Unsere Betreuerin in Tallinn konnte ihre Kinder ganz selbstverständlich mitbringen zur Arbeit“, erzählt Claudia Weber und ergänzt: „Das muss Deutschland nachmachen!“ Nach ihrer Rückkehr schreiben die Drei jetzt ihre Abschlussberichte. Die gehen an die Nationale Agentur des Bundesinstituts für Berufliche Bildung.

Im Sommer bekommen Claudia Weber, Varinia Ewert und Zennure Akgüvercin ihren Europäischen Mobilitätspass überreicht. Ein wertvolles Zertifikat, denn häufig wird Behinderung auf dem Arbeitsmarkt noch mit fehlender Mobilität gleichgesetzt. Ein bisschen Fernweh ist natürlich geblieben. „Wir wären gern länger geblieben“, sagt Zennure Akgüvercin. In diesem Sinne: Nägemiseni Tallinn – Auf Wiedersehen Tallinn!

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