Andreas Lausemann hat seine Ausbildung im Juli erfolgreich abgeschlossen. Als Landwirtschaftsfachwerker hat er nun beste Berufschancen.Den ganz großen Trecker zu fahren – das ist der Traum vieler junger Frauen und Männer, die Landwirt werden möchten. Bei den Auszubildenden des Berufsbildungswerks im Josefsheim Bigge ist das nicht anders. Zur Ausbildung gehört aber viel mehr: Ackerbau und die Bewirtschaftung von Grünland, Schweinezucht und –mast und die Arbeit mit Milchvieh und natürlich der Führerschein für Schlepper und Landmaschinen.

Der Ausbildungsgang ist bei den behinderten Jugendlichen gefragt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die angehenden Landwirte beste Berufsaussichten haben. "In den vergangenen Jahren haben alle Auszubildenden Arbeitsplätze gefunden", sagt der zuständige Abteilungsleiter Heinrich Paas.

Andreas Lausemann hat seine Ausbildung im Juli erfolgreich abgeschlossen. Als Landwirtschaftsfachwerker hat er nun beste Berufschancen.Zum neuen Ausbildungsjahr, das in Kürze beginnt, stockt das Josefsheim deshalb auf und bietet 21 statt der bisherigen 14 Ausbildungsplätze an. Die Ausbildung zum Landwirt ist im Josefsheim eine besondere. Während in den 33 anderen Berufen die Auszubildenden den praktischen Teil ihrer Ausbildung im Berufsbildungswerk absolvieren, lernen die Landwirte in Betrieben in der Region. "Derzeit haben wir Kooperationsverträge mit 18 Bauernhöfen in Gevelinghausen, Altenfeld, Madfeld und im Raum Brilon", sagt Heinrich Paas. Diese Zusammenarbeit funktioniert seit mehr als 20 Jahren. Die Auszubildenden werden meist schnell in das familiäre Umfeld aufgenommen. Das sei ideal für junge Menschen, die neben ihrer Behinderung auch Verhaltensprobleme haben, erläutert Paas: „Die Auszubildenden erfahren feste Tages- und Familienstrukturen und lernen Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel im Umgang mit Tieren.“

Während der dreijährigen Ausbildung ist jeder Auszubildende auf zwei bis drei Höfen. Zur Ausbildung gehören außerdem Lehrgänge in Landmaschinentechnik, Viehhaltung, Metall- und Holzbearbeitung, Grundlagen der Forstarbeit und der Gabelstaplerführerschein. Das Josefsheim fördert die Jugendlichen über die praktische Ausbildung hinaus. In einer Eignungsabklärung können sie zunächst ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken. Während der Ausbildung profitieren sie von sozialpädagogischer und psychologischer Begleitung, Stütz- und Förderunterricht und kleinen Klassen in der hauseigenen Berufsschule. Die Jugendlichen wohnen im Internat oder lernen in kleinen Wohngruppen in Bigge selbstständig zu leben. Ein Integrationsdienst unterstützt sie bei Kontakten mit möglichen Arbeitgebern oder mit der Arbeitsagentur.

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