Enak Ferlemann bei seiner Ansprache zur Freigabe der B480n am 5. November 2010. Foto: bigge-onlineSeit einer Woche läuft nun der Verkehr über die Umgehungsstraße B480n. Im Ort merkt man schon jetzt deutlich den zurückgehenden Verkehr. Vor allem die LKW bleiben außen vor. Und so werden sich wohl auch die Worte von Staatsekretär Enak Ferlemann bewahrheiten, der in seiner Rede zur Freigabe der Straße „eine ganz neue Art der Lebensqualität“ prophezeite.

Bevor der Mann vom Verkehrsministerium jedoch seine Ansprache halten konnte, stand er jedoch im Stau…

Trotz schlechten Wetters pilgerten viele Bürgerinnen und Bürger zur Eröffnung. Und wieder zurück, wie wir hier sehen. Foto: bigge-onlineNormalerweise sei er pünktlich, aber dass er vom Ende der A46 „30 Minuten für lächerliche sieben Kilometer“ brauchen würde, damit hatte auch er nicht gerechnet. „Das war eine Demonstration für Verkehrsinfrastruktur par excellence“, bemerkte er augenzwinkernd. Demonstriert hatten am jenem Freitag, 5. November 2010, auch zahlreiche Antfelder und Altenbürener Bürger. Sie wollen eine schnelle Planfeststellung für die B7n, den Anschluss an die A46. „Ich freue mich, dass auch mal FÜR etwas demonstriert wird“, sagte Ferlemann und gab eine Zusage, sich für den zügigen Weiterbau einzusetzen. Er käme gerne wieder, wenn es um die Freigabe der A46 und B7n gehe. Dankesworte fand er für die Straßenbauer vor allem mit Blick auf die Ingenieursarbeiten, die für die Planung von Tunnel und der Brückenbauwerke notwendig waren. Und so warb er auch eingehend für den Ingenieursberuf, der in Deutschland unter Nachwuchsmangel leide: „Machen Sie Werbung dafür, der Beruf ist etwas Tolles“.

Bürgermeister Wolfgang Fischer bei seiner Ansprache zur Eröffnung der B480n am 5. November 2010. Foto: bigge-online„Olsberg hat einen Bürgermeister, der auch Ingenieur ist“ - diesen Ball nahm Bürgermeister Wolfgang Fischer gerne auf und fügte hinzu: „Das tat gut…“. Er dankte zudem Ehrenbürgermeister Elmar Reuter, der sich während seiner Amtszeit sehr für den Bau eingesetzt hat. „Es ist auch sein Verdienst, dass wir heute hier stehen“. 1927 gab es die ersten Pläne für eine Umgehungsstraße. Daher könne man wohl wirklich von einem Jahrhundertprojekt sprechen, so Fischer. Ebenfalls nicht unvergessen ließ er die Anwohner, die in der Bauzeit „viel erdulden mussten“. Mit der Freigabe der Umgehung sieht er „neue Chancen für unsere Innenstadt“. An die versammelten Politiker und Ministerienvertreter appellierte er: „Bitte vergessen Sie Antfeld und Altenbüren nicht“. Die anwesenden Antfelder und Altenbürener dankten mit reichlich Applaus.

Landrat Schneider wertete dies als „positives Signal, dass Sie Infrastruktur wollen“. Er würde auch für den Weiterbau von A46 und B7n einstehen. Eventuell aufkommenden Sorgen der Geschäftsleute, Einbußen durch die Umgehungsstraße zu erleiden, trat er mit dem Beispiel Schmallenberg entgegen. Hier wäre die Entwicklung dank der Umgehungsstraße mehr als positiv gewesen.

Patrick Sensburg, Enak Ferlemann und Wolfgang Fischer grüßen aus dem Lkw: Ihre erste Fahrt auf der eröffneten Umgehung. Foto: bigge-onlineSchließlich erhielt die Trasse noch den kirchlichen Segen durch Pfarrer Richard Steilmann vom Pastoralverbund Bigge sowie dem evangelischen Pfarrer Burkhard Krieger. Und so schritten Staatssekretär Enak Ferlemann, MdB Prof. Dr. Patrick Sensburg, MdL Hubert Kleff, Bürgermeister Wolfgang Fischer und Landrat Dr. Karl Schneider um 16:30 Uhr zur Tat und zerschnitten das Band zur Freigabe. Mit Böllerschüssen und Wasserfontänen von der Jugendfeuerwehr wurde eine neue Ära eingeläutet. Im Oldtimer-Pkw und –Lkw führte die „Prominenz“ dann den ersten Fahrzeugkonvoi über die B480n.

Ach ja (1), es bleibt noch zu erwähnen, dass trotz des schlechten Wetters viele Interessierte zur Freigabe der Umgehung gekommen waren. Und alle Politiker und Honorationen fassten sich angesichts der Witterungslage tatsächlich kurz und prägnant. Durchaus bemerkens- und lobenswert.

Ach ja (2), die Begrüßung der Anwesenden nahm Winfried Pudenz, Geschäftsführer von Straßen.NRW vor. Auch er fasste sich kurz, gab aber einen ganz kurzen Abriss über interessante historische Ereignisse am 5. November. Und scherzhaft kam ein Zitat von Gottlieb Daimler: "Die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird weltweit eine Million nicht überschreiten - schon aus Mangel an Chauffeuren."

Die letzten Sperren wurden dann kurz vor 17:30 Uhr weggeräumt und der Verkehr konnte laufen. In der Konzerthalle feierten im Anschluss an die Eröffnung noch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf Einladung von Straßen.NRW den besonderen Tag.

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Kirmes vom 28.4. - 01.5.2017

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