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Das Ziel hat Ulrich Beier fest im Blick: Der 46-Jährige qualifiziert sich mit Unterstützung des Josefsheims Bigge für den ersten ArbeitsmarktSein Ziel hat Ulrich Beier fest im Blick: den ersten Arbeitsmarkt. Der 46-Jährige arbeitet derzeit in der Werkstatt für behinderte Menschen des Josefsheims Bigge. Um beruflich weiter zu kommen, geht er auch neue Wege. Er hat das Persönliche Budget beantragt und nimmt die Unterstützung eines Job-Coachs in Anspruch.

Bei beidem steht ihm das Josefsheim mit seinen Angeboten zur Seite. Auf das Persönliche Budget haben Menschen mit Behinderung in Deutschland seit knapp drei Jahren einen Rechtsanspruch. Nimmt zum Beispiel ein Mensch mit Behinderung die Leistungen des Josefsheims in Anspruch, bekommt das Josefsheim das Geld dafür direkt vom zuständigen Kostenträger. Beim Persönlichen Budget ist das anders:

Hier bekommt der Mensch mit Behinderung das Geld ausgezahlt und kauft seine Leistungen ein. Doch die Erfahrung zeigt: Die meisten Menschen sind über ihren Anspruch nicht ausreichend informiert. Nur wenige nutzen das Persönliche Budget. Um es bekannter zu machen, hat das Josefsheim im Juni 2008 ein Projekt aufgelegt. Es trägt den Titel „An die Arbeit mit Persönlichem Budget“ und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert.

Vier "Pioniere"

„Im Rahmen des Projekts haben vier Menschen mit Behinderung das Persönliche Budget für den Bereich Arbeit beantragt“, sagt Projektleiterin Margit Niggemeier. Die Vier sind damit Pioniere. „In Deutschland gibt es nur wenige Menschen mit Behinderung, die sich mit Hilfe des Persönlichen Budgets beruflich weiter entwickeln wollen“, berichtet Margit Niggemeier. Im Oktober stellten die Projektteilnehmer ihr Vorhaben auf der Fachmesse RehaCare in Düsseldorf vor. Auch Ulrich Beier war dabei. Seit Juli dieses Jahres bekommt Beier sein Persönliches Budget vom zuständigen Kostenträger, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, direkt überwiesen. Dem ist ein etwa einjähriges Antragsverfahren voraus gegangen.

„Natürlich müssen die Kostenträger auch erst Erfahrungen mit dem Budget sammeln“, erläutert die Projektleiterin. Wie auch das Josefsheim: Denn einzelnen Leistungen muss der Dienstleister jetzt Preise zuordnen, die später abgerechnet werden können. „Mehr Selbstbestimmung“ hat sich Ulrich Beier vom Persönlichen Budget erhofft – und auch bekommen. „Ich fühle mich jetzt weniger als Leistungsempfänger und mehr als Kunde“, lautet seine erste Zwischenbilanz. Auch beruflich möchte er sich verändern. Er möchte sich demnächst bei einem Armaturenhersteller in Olsberg für einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt empfehlen.

Job-Coach: Unterstützung für Arbeitnehmer und Beratung für Arbeitgeber

Dazu bekommt er die Unterstützung eines Job-Coachs: Klaus-Peter Körner ist der erste zertifizierte Job-Coach des Josefsheims. Er wird mit Ulrich Beier in den neuen Betrieb gehen und ihn dort bei seiner Arbeitserprobung unterstützen. „Ich berate aber auch den Arbeitgeber“, sagt Körner. „Wie kann ein Arbeitsplatz behindertengerecht umgestaltet werden? Welche Rechtsansprüche auf finanzielle Unterstützung haben Betriebe, die Menschen mit Behinderung einstellen?“ Das sind typische Fragen, für die der Job-Coach Ansprechpartner ist. „Außerdem gehört die Akquise weiterer Unternehmen zu meinen Aufgaben, die bereit sind, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen“, sagt Körner.

Das Projekt „An die Arbeit mit Persönlichem Budget“ endet mit einer Fachtagung am 30. März 2011 im Josefsheim Bigge. Zusammen mit der Technischen Universität Dortmund, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, wird das Josefsheim dann ein Handbuch vorstellen, in dem die Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget zusammen gefasst werden. „Aus drei Sichtweisen“, kündigt Projektleiterin Margit Niggemeier an. „Der der potenziellen Nutzer, der Leistungsanbieter und der Kostenträger.“

Die Projektergebnisse werden dann auch online unter www.mein-arbeitsbudget.de abrufbar sein.

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