Pfarrer Richard Steilmann, Marcellin Djanato und Prälat Albert Schülken (v.l.). Foto: bigge-onlineÜber das Engagement unseres Pastors Richard Steilmann in Benin haben wir ausführlich berichtet. Nun hatte die Gemeinde Besuch von Marcellin Djanato aus Agbanto in Benin. Der 56-jährige ist ein ehrenamtlicher Bürgermeister von Agbanto – seine Stellung ist vergleichbar mit einem Ortsvorsteher in unserem Raum – und Vorsitzender der Gemeinschaft der 42 Kolpingsfamilien in Benin.

In Agbanto wurde am 1. Dezember 1991 die erste Kolpingsfamilie in dem afrikanischen Land gegründet. Der Grund des Besuchs? Danke sagen für die Unterstützung und Hilfe aus Bigge.

Angeregte Gesprächsrunde bei 'Schettels': Pfarrer Richard Steilmann, Marcellin Djanato und Prälat Albert Schülken (v.l.). Der Redakteur hält die Kamera... ;o) Foto: bigge-onlineIm Gespräch mit bigge-online Ende Oktober 2011 berichtete Marcellin Djanato über die Ziele der Kolpingsfamilien in Benin. Im Mittelpunkt stehen Gesundheit und Berufsausbildung sowie die Förderung der Selbständigkeit. Seinen Anfang nahm das Projekt vor fast genau 20 Jahren. Im Jahr 1991 gründete sich in Altenhundem der Kolpingentwicklungshilfe e.V. Kolpingwerk Benin. Unser Pfarrer Richard Steilmann, der 1993 als Vikar nach Altenhundem kam, ist 2. Vorsitzender des Vereins.

Den Bereich Gesundheit hatte das Projekt von Anfang an als Ziel. Bereits 1992 begann der Bau einer Krankenstation, die immer wieder erweitert wurde. Heute ist es ein Gesundheitszentrum, das seit 1997 in Betrieb ist. Den Beruf eines Schreiners sollen die Menschen in Agbanto zukünftig in einem Ausbildungszentrum erlernen können. Es befindet sich zur Zeit im Aufbau. Die Ausstattung ist fast komplett. „Es fehlen noch eine Fräse, Hobel und zehn Hobelbänke“, weiß Richard Steilmann – selbst gelernter Schreiner – zu berichten. Und schließlich möchte die Kolpingsfamilie in Agbanto Mitgliedern helfen, in die Selbständigkeit zu gehen. Neben Geldspenden sollen dabei vor allem sogenannte Minikredite helfen.
Im Hintergrund ist das Gesundheitszentrum zu erkennen. Im Jahr 1991 kaufte der Entwicklungshilfeverein dafür ein Grundstück von einem Hektar.

Selbständigkeit wird gefördert - Schulungen sind Pflicht

Existenzgründer werden bei dem Aufbau einer Schafzucht, dem Gemüseanbau/Gartenbau oder im Bereich Kleinhandel unterstützt. Der Kolpingvorstand prüft dabei jeden Antrag vor der Genehmigung. Und damit die Erfolgsquote möglichst hoch ist, erhalten alle Existenzgründer eine Schulung für den jeweiligen Berufszweig, erzählt Marcellin Djanato, der den Aufbau des Kolpingnetzwerks in Benin von Anfang an begleitet hat. Wenn die Schulungen abgeschlossen sind, werden die Kredite ausgegeben. Die Laufzeit beträgt ein Jahr.

Ein Schafzüchter erhält dann 20 Wellbleche, um einen Stall errichten zu können, sowie fünf Schafe und einen Bock. Aus seiner Zucht muss er schließlich wieder drei Tiere abgeben, damit weitere Existenzgründer unterstützt werden können. Regelmäßig besucht Pfarrer Richard Steilmann Benin, um sich über die Fortschritte zu informieren und auch um zusammen mit Jugendlichen Arbeitseinsätze zu leisten. Bereits zehn Mal hat der Entwicklungshilfeverein eine solche Reise organisiert. Für Herbst 2012 ist der nächste Besuch geplant.

Gemeinsam für eine gute Sache

Das Projekt genießt in Benin einen hohen Stellenwert. Zu den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum des Vereins kam Benins Botschafter aus Berlin nach Lennestadt. In Bigge sagte Marcellin Djanato „Danke“. Er freut sich über die Unterstützung. „In Bigge spüre ich die Bereitschaft, weiter zu helfen. Gemeinsam können wir eine gute Sache machen.“, so sein positives Fazit. Deutschland ist für ihn im Übrigen nicht neu. In Göttingen und Kirchhundem absolvierte er eine dreijährige Fischereiausbildung. Nebeneffekt: Bei einer Wallfahrt nach Kirchhundem-Albaum lernte er das erste Mal die Kolpingsfamilie kennen.

Stichwort "Benin"

Das Land in Westafrika hat ca. 9 Millionen Einwohner. Es ist landwirtschaftlich geprägt. Neben Lebensmitteln wird vor allem Baumwolle angebaut. Das Land war bis 1960 französische Kolonie. Nach einer Phase des Sozialismus wurde der Staat schließlich demokratisch. Detailinformtionen könnt ihr hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Benin.

Stichwort "Entwicklunshilfeverein Lennestadt"

Informationen zu dem Verein, seiner Arbeit und der Jubiläumsfeier findet ihr hier: http://www.entwicklungshilfe-lennestadt.de/. Dort gibt es auch einen Ausschnitt aus der Lokalzeit Südwestfalen, die über den Verein berichtet hat.

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