Positive Erfahrungen mit dem neuen Berufskolleg-Praktikum der Hauptschule Olsberg: Die beiden Schülerinnen Kimberly (li.) und Laura (re.) mit Schulleiterin Ingelore Kügler. Foto: Stadt OlsbergWelcher Beruf ist der richtige für mich - und wie komme ich dorthin? - Es sind wichtige Fragen, auf die junge Menschen zum Ende ihrer Schulzeit Antworten finden müssen. Die Hauptschule Olsberg will sie dabei bestmöglich unterstützen. Ein Baustein in diesem Konzept ist das neue einwöchige Berufskolleg-Praktikum für die Jugendlichen der zehnten Klassen.

Dann stehen für sie Unterricht, Schulleben und Herausforderungen der Berufskollegs im Blickpunkt - im Vergleich zum „Alltag“ an „ihrer“ Hauptschule oft eine völlig neue Erfahrung.

„Wir möchten damit gerade die Jugendlichen der 10B noch besser auf eine Ausbildung vorbereiten“, so Schulleiterin Ingelore Kügler. Deshalb sollen sie erfahren, welche Möglichkeiten die heimischen Berufskollegs bieten - aber auch, was man dafür tun muss, um diese Möglichkeiten zu nutzen. Ingelore Kügler: „Wenn man solche Schulen unmittelbar erleben kann, bringt das oft mehr als ein Gespräch mit der Berufsberatung - im Unterricht bekommt man ein viel realistischeres Bild.“

Für drei Tage tauschen die Zehntklässler deshalb ihre eigene Schulbank mit der eines Berufskollegs. Zuvor machen sich die Jugendlichen einen Tag lang mit den Möglichkeiten und Ausbildungsgängen der Schulen vertraut; im Anschluss folgen einen Tag lang Nachbereitung und Erfahrungsaustausch. Man habe für das Projekt das Berufskolleg Olsberg, das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung des HSK in Brilon sowie das Berufskolleg Bergkloster Bestwig als Kooperationspartner gewonnen. „Die waren sofort begeistert“, freut sich Ingelore Kügler - schließlich können die jungen Leute nach dem Praktikum viel zielgerichteter ihre Ausbildung beginnen. Und das hält die Abbrecherquoten klein.

Nach dem Betriebspraktikum in der Klasse 9 hat die Olsberger Hauptschule für ihr neues Angebot eine Woche vom so genannten „Kontrastpraktikum“ in der 10. Klasse abgetrennt. Es beginnt mit der einwöchigen Visite in einem Berufskolleg - anschließend haben die Schülerinnen und Schüler dann noch für zwei Wochen Gelegenheit, einen weiteren Betrieb zu besuchen. Ingelore Kügler: „So haben sie sowohl ein schulisches als auch ein betriebliches Praktikum absolviert“ - die Hauptschule Olsberg will mit diesem Angebot eine Lücke schließen. Hintergrund: „Immer mehr Schüler sagen, dass sie auch im Anschluss weiter zur Schule gehen wollen“, weiß Ingelore Kügler - das spiegele auch die immer differenziertere Berufswelt wider.

Durch das Berufskolleg-Praktikum können die Jugendlichen erkennen, ob diese Form des Lernens „ihr Ding“ sei, so die Schulleiterin: „Junge Menschen müssen offen sein, wenn sie heute im Berufsleben bestehen wollen.“ Und das will auch die 16-jährige Kimberly aus Olsberg. Sie strebt eine Ausbildung als Konditorin an - „da kann man gestalten und eigene Ideen umsetzen.“ Ihr Praktikum hat sie im Bereich Hauswirtschaft am Berufskolleg Bergkloster Bestwig absolviert. Dabei war sie voll in den Unterricht eingebunden - Englisch, Deutsch und Ernährungswissenschaft standen auf dem Stundenplan; aber auch der Aufbau einer Kaffeemühle oder die Zubereitung von Pizza und Kuchen.

So macht Lernen Spaß, meint Kimberly - ganz wichtig sei aber auch die Erfahrung, dass man im Unterricht mitkomme und Herausforderungen meistern könne: „Das hat mich in meinem Berufswunsch bestärkt.“ Das ist auch das Praktikums-Fazit von Laura (16) aus Wiemeringhausen. Sie hat sich im Bereich Höhere Handelsschule am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Brilon umgesehen. Betriebswirtschaftslehre, Englisch, Mathe mit dem Schwerpunkt Verwaltung: Klar seien die Anforderungen und Voraussetzungen hoch, sagt Laura nach drei Tagen Unterricht, „aber wenn man sich anstrengt, schafft man es auch.“ „Auf jeden Fall“ wolle sie nach der Schule an das Briloner Berufskolleg wechseln.

Auch der Zeitpunkt des Praktikums in der 10. Klasse sei genau richtig, meint die 16-Jährige: „Denn gerade jetzt werden die Gedanken, die man sich um den Berufseinstieg macht, konkreter.“ Das neue Berufskolleg-Praktikum will die Hauptschule Olsberg nun zu einem festen Punkt im Schulprogramm machen, kündigt Ingelore Kügler an. Und auch beim Übergang zur Sekundarschule sollen solche Praktika erhalten bleiben, denn gerade für den Berufseinstieg seien Praxis-Erfahrungen von enormem Wert. Sowohl von Seiten der Schüler wie auch den Berufskollegs habe es sehr positive Reaktionen gegeben - Ingelore Kügler: „Allen ist damit geholfen - vor allem aber den Jugendlichen.“

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