Die Feuerwehr übte am Bigger Josefsheim. Foto: FeuerwehrZu einer nicht angekündigten Rettungsübung trafen sich vor einiger Zeit 105 Rettungskräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst aus Bigge-Olsberg zu einer Rettungsübung. Sie wurden unterstützt durch den Löschzug Brilon. An einem Samstag erschrillte kurz nach Beendigung des morgendlichen Frühstücks der Feueralarm im Haus Maria des Josefsheims in Bigge.

Jetzt galt es 27 Bewohner des Hauses Maria mit ihren unterschiedlichen Behinderungen aus dem brennenden und verrauchten Gebäude zu retten. Zu diesem Zeitpunkt ging niemand von einer Übung sondern von einem realen Einsatz aus.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte waren die Bewohner des Erdgeschosses bereits von den anwesenden Mitarbeitern des Josefsheims in Sicherheit gebracht worden. Die Bewohner des 1. bis 3. Obergeschosses mussten aufgrund der verrauchten Flure durch die Feuerwehr mit Atemschutz gerettet werden. Zur Unterstützung der Rettungskräfte wurden über eine Telefonkette weitere 20 Mitarbeitern des Josefsheims aus ihrer Freizeit alarmiert und arbeiteten mit den Rettungskräften Hand in Hand.

Die Feuerwehr übte am Bigger Josefsheim. Foto: FeuerwehrDer Löschzug Bigge-Olsberg sowie die Löschgruppen Antfeld, Assinghausen, Elleringhausen, Gevelinghausen und Wulmeringhausen hatten mit der Rettung der übrigen Bewohner alle Hände voll zu tun. Ein Teil der Bewohner von Haus Maria musste aufgrund der Übungslage über die eingesetzte Drehleiter gerettet werden. Zur Unterstützung rückte ebenfalls der Einsatzleitwagen des Löschzuges Brilon an. Diese Führungsunterstützung hat sich auf Seiten der Feuerwehr Olsberg schon öfters bewährt, wenn bisher auch nur bei Übungen.

Alle geretteten Menschen mit den unterschiedlichen Behinderungen wurden vom Malteser Hilfsdienst erfasst und einer Sichtung unterzogen, um sie einer medizinischen Versorgung in Krankenhäuser zuzuführen bzw. die unverletzten Bewohner an die Betreuung des DRK zu übergeben. Der einberufene Krisenstab des Josefsheims unterstütze die Rettungskräfte und kümmerte sich um die Organisation weiterer Rollstühle, da diese im Haus Maria verblieben waren und somit kurzfristig Ersatz beschafft werden musste. Auch musste der Krisenstab die Unterbringung der Menschen mit Behinderung nach dem Einsatzende organisieren, da angenommen wurde, dass die Bewohner nach Einsatzende nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Die Verantwortlichen der Übung äußerten im Abschlussgespräch bei einem warmen Mittagessen ihre Zufriedenheit. Winfried Henke, Brandschutzbeauftragter des Josefsheims, war froh, dass die Zusammenarbeit zwischen den Rettungsorganisationen und dem Josefsheim - wie schon seit Jahren - auch dieses mal sehr gut geklappt hat. Hier zahlten sich die regelmäßige Abstimmung und Treffen im Josefsheim aus.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Übung ein voller Erfolg war und die geschulten und vorgeplanten Rettungsmaßnahmen greifen, so die Feuerwehr. Zusätzlich wurden weitere Maßnahmen zwischen den Rettungskräften und dem Josefsheim vereinbart, die eine Verbesserung zum Abbau der Berührungsängste auf Seiten der Rettungskräfte und der Menschen mit Behinderung bewirken sollen.

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