Mit dem Systempreis sollen die Kosten für das Trinkwasser verursachergerechter verteilt werden: Christoph Rosenau, Kaufmännischer Geschäftsführer der Hochsauerlandwasser GmbH. Foto: HSWDer heimische Trinkwasserversorger Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) stellt zum 1. Januar 2014 sein Preissystem um. Aus dem bisherigen Grundpreis wird dann ein Systempreis, der auf der Zahl der versorgten Wohneinheiten beruht. Im Interview nimmt Christoph Rosenau, Kaufmännischer Geschäftsführer der HSW, zu den Planungen Stellung.

Warum die Umstellung auf den Systempreis?

Weil wir unsere Kunden weiter bedarfsgerecht versorgen wollen - zu einem fairen Preis, trotz sinkender Bevölkerungszahlen und niedrigerer Verbrauchsmengen. Und zu einem fairen Preis zählt für uns die „Verursachergerechtigkeit“: Feste Kosten, die zum Beispiel für Aufbereitungsanlagen und das Verteilnetz entstehen, sollen zukünftig über den Systempreis abgebildet werden.

War das bisher nicht der Fall?

In der bisherigen Preisgestaltung lag der Schwerpunkt beim Verbrauchspreis - also bei der verbrauchten Menge. Allerdings: Der Hauptteil der Kosten in der Trinkwasserversorgung ist nicht abhängig von der Verbrauchsmenge, sondern es handelt sich dabei um fixe Kosten. Wir passen die Preisstruktur dieser Kostenstruktur an.

Was passiert konkret?

Statt wie bisher die Größe des Trinkwasserzählers, wird ab dem Jahr 2014 die Zahl der versorgten Wohneinheiten die Bemessungsgrundlage für den Systempreis darstellen - im gewerblichen Bereich wird ein entsprechendes Tarifklassensystem eingeführt. Das führt dazu, von der rückläufigen Verbrauchsmenge unabhängiger zu werden und die Systemkosten verursachergerechter zu verteilen. Denn nach den neuesten technischen Richtlinien dürfen jetzt auch Gebäude mit bis zu 30 Wohneinheiten von einem Zähler mit der Größe Qn 2,5 versorgt werden. Konkret bedeutet das, dass ohne die Umstellung des Tarifsystems Einfamilienhäuser preislich genauso behandelt werden müssten wie diese Mehrfamilienhäuser. Gerade kleinere Eigenheime, wie sie im Sauerland sehr verbreitet sind, würden bei so einem Modell schlechter gestellt. Mit einem Systempreis, der auf Wohneinheiten basiert, wird deutlich mehr Tariffairness erzielt.

Wie geht es weiter?

Zunächst einmal werden wir Mitte März alle Kundinnen und Kunden anschreiben und sie um Mithilfe bitten. Für uns ist es natürlich wichtig zu wissen, wie viele Wohneinheiten sich in den versorgten Gebäuden befinden - oder aber, ob ein Gebäude zum Beispiel gewerblich genutzt wird. Konkret bitten wir darum, ein vorbereitetes Auskunftsblatt auszufüllen und in einem Rückumschlag kostenlos an uns zurückzusenden,

Wie hoch wird der Systempreis für den Einzelnen sein?

Das ist zurzeit seriös noch nicht zu sagen. Erst einmal müssen wir dazu die Anzahl und Struktur der über unsere Hausanschlussleitungen versorgten Wohneinheiten kennen. Nach Auswertung der Bürgerbefragung wird dann der Aufsichtsrat die Höhe der Systempreise festsetzen. Eine degressive Staffelung scheint dabei realistisch: Je mehr Wohneinheiten in einem Gebäude, umso niedriger der Preis pro einzelner Wohneinheit.

Erzielt die HSW Mehrerlöse aus der Umstellung?

Ein klares Nein! Mit der Umstellung auf das Systempreismodell will die HSW ausdrücklich keine Mehrerlöse erzielen - wir wollen uns aber für die Zukunft vernünftig aufstellen.

Wo können sich Interessierte informieren?

Mitte März werden wir alle Kundinnen und Kunden anschreiben - dabei informieren wir natürlich auch umfassend über unser Vorhaben. Für die nächsten Monate ist außerdem eine Broschüre geplant. Schon jetzt gibt es Informationen auf unserer Homepage www.hochsauerlandwasser.de. Wer darüber hinaus persönliche Fragen hat, kann sich gerne an unser Team im Kundenbüro der HSW im Bestwiger Bürger- und Rathaus wenden.

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