Die Kampagne „Experten mit Leidenschaft“ schaffte zwei Monate lang öffentliche Auf-merksamkeit für Menschen mit Behinderung. Wie hier in Bigge bieten die Werkstätten High-Tech-Produkte und professionelle Dienstleistungen. Foto: Mario PolzerWerkstätten für Menschen mit Behinderung stehen für High-Tech-Produkte und professionelle Dienstleistungen in einer für Außenstehende verblüffenden Vielfalt. Doch die meisten Beschäftigten mit Behinderung, vor allem die Schwächeren unter ihnen, haben so gut wie keine Chance auf dem freien Arbeitsmarkt.

Ohne Werkstätten geht es also nicht, garantieren sie doch ein fundamentales Recht auf Arbeit für alle Menschen, so das Josefsheim Bigge. Lässt sich dies in einer einfachen Botschaft nach außen vermitteln? Die Kampagne „Experten mit Leidenschaft“ der Caritas-Werkstätten in NRW und Niedersachsen machte jetzt einen beachtlichen Versuch.

350 Arbeitsplätze im Josefsheim

Im Altkreis Brilon beteiligten sich die Werkstätten des Josefsheims Bigge und des Caritasverbands Brilon an der Kampagne. In der Werkstatt des Josefsheims haben rund 350 Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze gefunden. „Nicht nur im Josefsheim selbst“, betont Geschäftsführer Hubert Vornholt. „Wir haben auch Arbeitsgruppen in Unternehmen der Region. Dort arbeiten die Menschen mit Behinderung eng verzahnt mit den Mitarbeitern der Unternehmen zusammen.“ Das Josefsheim möchte diese Kooperationen zukünftig ausweiten und neue Partner dafür gewinnen.

„Ich entspreche vielleicht nicht Ihrer Norm, arbeite aber nach DIN“.

Ob Artikelserien in Tageszeitungen, Hörfunkspots, Besuche von Politikern, Aktionen bei Stadt- und Gartenfesten oder die befristete Anmietung eines City-Ladenlokals, um Dienstleistungen vorzustellen: Wo Werkstätten die Idee der gemeinsamen Image-Arbeit aufgegriffen haben, konnten sie sich der öffentlichen Aufmerksamkeit sicher sein. Als echte Hingucker erwiesen sich die Kampagnen-Motive. Großformatige Plakate zeigten Werkstatt-Beschäftigte an ihren Arbeitsplätzen mit Aussagen wie: „Ich entspreche vielleicht nicht Ihrer Norm, arbeite aber nach DIN“.

Schwerpunkte der Aktivitäten im Kampagnenzeitraum vom 6. Mai 2013 bis zum 5. Juli 2013 waren das Sauerland, das Münsterland und Ostwestfalen. Die Kampagne sei keine oberflächliche Werbung, sondern durchaus „belastbar“, betont Hubert Vornholt. „Wir haben als Werkstätten etwas vorzuweisen.“ So habe die Kampagne Anknüpfungspunkte geboten, um weiterführende Themen in die Öffentlichkeit zu transportieren: etwa die Situation älterer Mitarbeiter, die Möglichkeiten von Mitarbeiterseelsorge oder einen Einblick in ehrenamtliche Initiativen von Werkstatt-Beschäftigten.

Auch in Ostwestfalen gingen Werkstatt-Träger im Rahmen der Kampagne neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit: So schalteten die Caritas-Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn Hörfunkspots im Lokalradio der Kreise Paderborn und Höxter. In den Spots standen nicht Menschen mit Behinderung im Fokus, sondern – wie bei jeder anderen Werbung – die Produkte und Dienstleistungen der „Experten mit Leidenschaft“.  

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