Mit Info-Schildern weist die Stadt Olsberg auf dem Friedhof der Kernstadt jetzt auf die richtige Sortierung von Abfällen hin. Foto: Stadt OlsbergIn den allermeisten Fällen dürfte es schlicht und ergreifend eine Gedankenlosigkeit sein - sie aber kommt die Olsberger Bürgerschaft teuer zu stehen: Weil die Besucherinnen und Besucher des Bigger Friedhofes Abfälle nicht richtig sortieren, fallen pro Jahr Zusatz-Kosten von rund 4.000 Euro an. „Zur Kasse gebeten“ wird dabei allerdings die Allgemeinheit, denn die Stadt Olsberg ist verpflichtet, solche Kosten auf die Grabgebühren umzulegen.

Damit Besucherinnen und Besucher des Bigger Friedhofes Abfälle problemlos entsorgen können, gibt es fünf Stationen mit jeweils drei Behältern - ein grüner Container für Bio-Abfälle, ein roter Behälter für Restmüll sowie ein grüner Sammelbehälter für Kunststoffe. Das Problem ist, dass sich besonders in den Containern für Grünabfälle sich immer wieder Müll findet, der dort nicht hineingehört: Leere Grableuchten, Schleifen und Draht von Kränzen und Gestecken, Blumentöpfe aus Plastik oder Ton, Folien und Plastiktüten. „Solche Abfälle müssen im Kompostierwerk aufwändig von Hand nachsortiert werden“, weiß Marita Rüther, bei der Stadt Olsberg zuständig für Friedhofsangelegenheiten.

Solche Zusatz-Kosten stellt das Unternehmen der Stadt Olsberg anschließend in Rechnung - und die ist verpflichtet, sie wiederum auf die Grabgebühren umzulegen. Marita Rüther: „So belasten die Folgen der falschen Sortierung am Ende alle Bürgerinnen und Bürger.“ Diese Kosten könnten ohne weiteres vermieden werden: „Es ist doch überhaupt kein Mehraufwand, wenn Abfälle sofort im richtigen Behälter entsorgt werden“, so Marita Rüther: „Dann entstehen auch keine unnötigen Ausgaben für die Nachsortierung.“

Um auf das Problem der falschen Sortierung hinzuweisen, hat die Stadt Olsberg nun an den Abfallcontainern Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, was in welchen Container gehört - und dass „Fehlwürfe“ zu einer teuren Angelegenheit werden. Teuer werden kann zudem ein anderes Verhalten - allerdings für den jeweiligen Verursacher: Bei der Stadt Olsberg sind Fälle bekannt geworden, dass die Container am und auf dem Friedhof für die illegale Entsorgung von Hausmüll genutzt werden - zum Beispiel für Rasenschnitt oder andere Abfälle. Das widerspricht nicht nur der Würde des Friedhofs, der ein Ort der Trauer und Erinnerung sein soll, sondern es ist sogar verboten. Marita Rüther: „Rein rechtlich ist es eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.“ In solchen Fällen bittet die Stadt Olsberg darum, entsprechende Beobachtungen im Rathaus zu melden. Allerdings, so stellt auch Bürgermeister Wolfgang Fischer klar, gehe es der Stadt Olsbergs keineswegs um Kontrollen oder Bußgelder: „Wir setzen auf Einsicht und richtiges Verhalten bei der Abfallbeseitigung - davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger.“  

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