Hubert Vornholt (Mitte) verlässt das Josefsheim zum Jahresende. Am Dienstag wurde er vom Vorstand der Josefs-Gesellschaft, Dr. Theodor Michael Lucas (links) und Manfred Schulte, verabschiedet. Foto: Mario PolzerGeschäftsführer Hubert Vornholt verlässt zum Jahreswechsel das Josefsheim Bigge. Er wird ab Januar 2017 Vorstandsvorsitzender des Franz-Sales-Hauses, einer großen Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Essen. Hubert Vornholt war in den vergangenen 18 Jahren zunächst Einrichtungsleiter, seit 2004 dann Geschäftsführer des Josefsheims. Das Unternehmen blickt auf seine Aktivitäten zurück: "Mit seinem Namen und seiner Arbeit sind viele Entwicklungen verbunden, die das Josefsheim zu dem modernen Dienstleister für Menschen mit Behinderung gemacht haben, der es heute ist. Damit diese Menschen Inklusion und Teilhabe verwirklichen können, hat Vornholt in den vergangenen Jahren auf Individualisierung, Dezentralisierung und Vernetzung gesetzt.

So hat heute jeder Mensch mit Behinderung, der Leistungen des Josefsheims in Anspruch nimmt, seinen individuellen Teilhabeplan und einen Case Manager, der alle Leistungen koordiniert. Wohnangebote, Arbeits- und Ausbildungsplätze wurden über den Hauptstandort Bigge hinaus geschaffen.

Das letzte Projekt, das Vornholt initiierte und begleitete, ist ein Neubauprojekt in Sundern. Hier sollen Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung entstehen. Baubeginn wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 sein. Um umfassende Dienstleistungen anbieten zu können, trieb Vornholt den Aufbau von Partnerschaften und Netzwerken auf lokaler, regionaler, bundesweiter und europäischer Ebene voran. Als erstes Sozialunternehmen in Deutschland ist das Josefsheim seit 2006 nach dem europäischen Qualitätsrahmenwerk eQuass Excellence zertifiziert, das auf Anbieter des Sozialsektors zugeschnitten ist.

In Projekten mit Partnern aus ganz Europa wurden neue Ideen erprobt und Konzepte entwickelt, zum Beispiel Bildungskonzepte für Menschen mit bestimmten Behinderungen wie Spina bifida (angeborene Querschnittslähmung) oder mit psychischen Beeinträchtigungen. Zusammen mit Vereinen in Olsberg konnten unter anderem die Sport- und Freizeitmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung erweitert und verbessert werden.

Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Josefsheims waren Hubert Vornholt ein Anliegen. Als erstes Unternehmen der Josefs-Gesellschaft etablierte das Josefsheim ab 2011 ein Betriebliches Gesundheitsmanagement mit regelmäßigen Gesundheitstagen, Fortbildungen zu Themen wie Zeitmanagement oder Burnout und vergünstigten Trainingsmöglichkeiten in Fitnessstudios. Um das Josefsheim für junge Familien als Arbeitgeber attraktiv zu machen, wurde der heilpädagogische Kindergarten Sonnenschein 2011 zum Betriebskindergarten erweitert. Seit 2013 ist das Josefsheim als Familienfreundliches Unternehmen des Hochsauerlandkreises zertifiziert."

Bis zur Neubesetzung der Geschäftsführung wird das Josefsheim ab 1. Januar kommissarisch von zwei Mitarbeitern der Kölner Zentrale der Josefs-Gesellschaft, Johannes Vaehsen (Leiter Finanz- und Rechnungswesen) und Andreas Rieß (Leiter Rehabilitation) geführt. Der Nachfolger von Hubert Vornholt soll bis Mitte kommenden Jahres vorgestellt werden.

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