Im Josefsheim Bigge werden behinderte Auszubildende in 34 Berufen auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereitet – unter anderem als Koch.Als Schreiner nach der Lehre in Frankreich arbeiten oder als Mediengestalter in Irland – im vereinten Europa werden solche Lebensläufe zukünftig keine Ausnahmen mehr sein. Wer seine Jobchancen verbessern möchte, muss mobil sein. Das gilt auch für junge Berufsanfänger mit Behinderung. Doch der Mobilität stehen oft unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Ländern im Weg.

Zum Beispiel bei den Fragen, wie eine Bewerbung aussehen muss und welche Qualifikationen jenseits der Grenzen anerkannt werden. Um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen, hat das Josefsheim Bigge gemeinsam mit Reha-Einrichtungen aus Frankreich, Irland, Italien, Portugal und Slowenien an einem EU-Projekt teilgenommen. Zum Abschluss des Projektes trafen sich jetzt Fachleute aus elf europäischen Ländern zum Erfahrungsaustausch in Bigge. Ihre Schwerpunktthemen: der Europass als europaweit einheitliche Bewerbung und der Europäische Qualifikationsrahmen, der Qualifikationen länderübergreifend vergleichbar machen soll.

Während des EU-Projektes hat eine Arbeitsgruppe des Josefsheims den Europass erprobt. „Für unsere behinderten Auszubildenden sehen wir viele Vorteile“, sagt Martin Künemund, Projektleiter im Josefsheim. Unter anderem könnten die Jugendlichen im Lebenslauf informelle Kenntnisse sehr gut darstellen, für die es keine Zeugnisse gibt. Künemund nennt privat erworbene PC-Kenntnisse oder ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen als Beispiele. „Allerdings ist der Europass auch für viele Firmen Neuland, und noch stehen nationale Regelungen einer europaweiten Umsetzung im Weg“, stellt Künemund fest. Trotzdem: Im Josefsheim gehört der Europass jetzt fest zum Bewerbungstraining für Absolventen.
Im Josefsheim Bigge werden behinderte Auszubildende in 34 Berufen auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereitet – unter anderem als Koch.
Auch der Europäische Qualifikationsrahmen ist längst noch nicht überall Standard. Ziel ist, Qualifikationen europaweit vergleichbar zu machen – egal, wo sie erworben wurden. Einer der Vorreiter ist Irland. Michael Crowley vom National Learning Network stellte im Josefsheim die irischen Erfahrungen vor: „Der Qualifikationsrahmen hat uns geholfen, besser auf den einzelnen Auszubildenden und seine Vorkenntnisse einzugehen.“ Am Ende des zweitägigen Treffens waren sich die Teilnehmer einig: Europa kann Menschen mit Behinderung viele Chancen bieten. „Unser Ziel ist es, mit unseren Absolventen im Josefsheim den Grundstein für eine international ausgerichtete Karriere zu legen“, bilanziert Projektleiter Martin Künemund.

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