Dechant Michael Kleineidam (r.) überreicht am 17. März 2011 Anweisungen und unterstützende Unterlagen zur Zusammenlegung der Pastoralverbünde. Foto: bigge-onlineIm November 2011 werden sich die Pastoralverbünde Bigge und Olsberg-Freier Grund zusammenschließen. Dies gab Pastor Richard Steilmann in einem Treffen der Räte der beiden Pastoralverbünde am Donnerstag, 17. März 2011, bekannt. Sitz des „neuen pastoralen Raumes“, so die kirchliche Bezeichnung für die vergrößerten Verbünde, wird St. Martin Bigge sein.

Pastor Richard Steilmann übernimmt die Leitung. Dies wurde kürzlich aus Paderborn bestätigt. In einer kurzen Ansprache im Beisein von Dechant Michael Kleineidam und der Pastöre Norbert Lipinski und Klaus Göbel wies Steilmann auf die Gründe hin: „Priestermangel und demographischer Wandel lassen keine anderen Schritte zu.“

Verbindungslinien zwischen traditionellen Formen und neuen Wegen finden

Der Prozess der Zusammenlegung wurde detailliert skizziert. Foto: bigge-onlineAus 213 Pastoralverbünden im Erzbistum Paderborn werden in den kommenden Jahre 89. Als erste Gemeinden im Dekanat Hochsauerland-Ost werden Bigge und Olsberg diesen Schritt gehen. Natürlich könnten diese Pastoralverbünde innerlich noch keine Einheit sein. „Der Prozess muss wachsen“, wies Richard Steilmann auf den notwendigen Entwicklungsprozess hin. „Ich lade Sie herzlich ein, der Kirche ein neues Profil zu geben. Gemeinsam werden wir unseren neuen pastoralen Raum so gestalten, dass wir Verbindungslinien zwischen traditionellen Formen und neuen Wegen finden werde und die Kirche so gestalten, dass sich Menschen unterschiedlicher Couleur in ihr wohl fühlen können“. Mit diesem Aufruf schloss der zukünftige Leiter des Verbunds von Bigge und Olsberg-Freier Grund seine Ansprache.

Dechant Kleineidam stellt den Ablauf vor. Foto: bigge-onlineDechant Kleineidam referierte über den Ablauf bis zur pastoralen Vereinbarung, die nach etwa zwei Jahren zwischen dem Erzbischof und den beiden Pastoralverbünden geschlossen werden soll. „So neblig das Wetter heute war, so stochern auch viele in Bezug auf die Zusammenlegung noch im Nebel“. Damit machte Kleineidam deutlich, dass man vor neuen Aufgaben steht. Das Erzbistum würde den Weg der Pastoralverbünde jedoch begleiten. An diesen Abend würde die „Ampel auf grün gestellt“.

Ergebnisoffener Weg

Es ginge dabei jedoch nicht um die Aufrechterhaltung aller kirchlichen Strukturen. Die Aufgabe sei weitaus größer: „Es geht um nicht weniger als um das Weiterleben des Glaubens in unserer Ortskirche!“ Selbstverständliche wolle man keine Kirchen schließen. „Sie sollten aber lebendig sein“, machte der Dechant deutlich. Das gelte nicht nur für Kirchen und Kapellen, sondern auch Einrichtungen und Institutionen. Man müsse missionarisch tätig sein, vielleicht auch durch andere Gottesdienstformen. Hier gingen die pastoralen Räume nun einen ergebnisoffenen Weg: „Es gibt dafür keine Patentrezepte“, so Michael Kleineidam.

Vertreter aus den einzelnen Gemeinden zündeten Kerzen an der Osterkerze an als Zeichen des Aufbruchs und der Zusammengehörigkeit.Hauptamtliches Personal wird reduziert

Er gab auch einen kurzen Ausblick auf die Personalsituation. Bis 2030 würden die beiden zusammengelegten Pastoralverbünde wohl nur noch über die Hälfte der hauptamtlich beschäftigten Personen von heute verfügen. Gleichzeitig ließ er auch durchblicken, dass Pastor Norbert Lipinski den Gemeinden wohl auf lange Sicht nicht erhalten bleiben wird. In einer kurzen anschließenden Diskussion über die Ziele wurde noch einmal verdeutlicht, dass es keine strikten Vorgaben aus Paderborn gibt. So könnten die pastoralen Räume auch die Verwaltung der Kirchenvermögen frei gestalten. Auch die Personalplanungen seien offen, da zum Beispiel ehrenamtliche Geschäftsführer denkbar wären.

Mutig diesen Weg gehen

Zum Abschluss des Treffens äußerte Richard Steilmann seine Zuversicht und Wünsche: „Wir vertragen uns im Team sehr gut. Heute Abend haben wir sozusagen unsere Verlobung bekannt gegeben. Im Herbst folgt dann die Vermählung. Und ich wünsche mir, dass wir nicht schon nach einem Jahr den ersten Ehekrach haben. Lassen Sie uns mutig diesen Weg gehen und nicht zurückschauen!“.

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