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Das Gebäude 1 des BKO. Foto: HSKEs gibt keine Gesundheitsgefährdung durch Asbest am Berufskolleg Olsberg. Zu diesem Ergebnis kommen Prof. Dr. med. Gerhard A. Wiesmüller und sein Team vom Aachener Institut für Risikoanalyse und –bewertung (air umwelt GmbH). Das unabhängige Gutachter-Institut hatte die Ergebnisse der vom Hygieneinstitut Gelsenkirchen vorgenommenen Luft- und Staubmessungen einer umfangreichen Analyse unterzogen. Danach war in der Luft kein Asbest nachgewiesen worden. Im Staub wurden in Ausnahmefällen einzelne Asbest-Fasern gefunden, die aber nicht Fasern waren, die den asbesthaltigen Gebäudeteilen zuzuordnen sind. "Es handelt sich um niedrigste Faserkonzentrationen, die auch außerhalb von Gebäuden in der Umwelt vorzufinden und somit nicht auffällig sind", so das Aachener Institut.

Aus Gründen der Fürsorge und vor dem Hintergrund, dass das Hygieneinstitut eine zwingend vorgeschriebene Asbestsanierung der Dringlichkeitsstufen I und II feststellt, wird auch weiterhin kein Unterricht in den betroffenen Räumen stattfinden. Für dieses Vorgehen sprach sich das Aachener Gutachterbüro als Empfehlung für den Hochsauerlandkreis als Schulträger aus.

Die Gebäudeteile mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für die Freisetzung von Asbestfasern (Dringlichkeitsstufe 1 gemäß der Asbest-Richtlinie) – vornehmlich Stützen – sind zu sanieren. Zudem müssten alle zwei Jahre die Gebäudeteile mit geringerer Asbest-Freisetzungswahrscheinlichkeit (Dringlichkeitsstufe 2 gemäß der Asbest-Richtlinie) überprüft werden.

Auch für die noch in den Räumen befindlichen Unterrichts- und Labormaterialien ist bereits eine Lösung angedacht. Hier wird eine Spezialfirma, die über eine zertifizierte Verfahrenstechnik im Umgang mit asbesthaltigen Stoffen verfügt, die Feinreinigung der Geräte und Unterlagen vornehmen - ebenfalls eine Maßnahme höchster Vorsorge, um den größtmöglichen Gesundheitsschutz der Menschen sicher zu stellen.