Bürgermeister Wolfgang Fischer zusammen mit Heimatministerin Ina Scharrenbach. Foto: bigge-onlineGut 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Bildungsinstitutionen und vor allem auch von Vereinen und Verbänden begrüßte Bürgermeister Wolfgang Fischer zum Neujahrsempfang der Stadt Olsberg am Sonntag, 6. Januar 2018. Im Mittelpunkt des Empfangs standen wie gewohnt die Preisträger für bürgerschaftliche Aktivitäten. Einmal mehr wurde deutlich, wie viele Projekte durch hohes ehrenamtliches Engagement im Stadtgebiet gestemmt werden und Bürgermeister Fischer unterstrich dies in seiner Ansprache: „Wir empfangen als Kommune kostenlos eine Rendite durch das Ehrenamt in Gestalt tausender vergütungsfreier Arbeitsstunden für die Gemeinschaft.“ Gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, überreichte Wolfgang Fischer die Preise.

Heimatförderprogramm

Alois Hren von der Bigger Dorfgemeinschaft (2.v.l.) zusammen mit NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach, Ortsvorsteher Kalli Fischer (l.) und Bürgermeister Wolfgang Fischer. Foto: bigge-onlineDie Heimatministerin unterstrich, dass das Land das Ehrenamt verstärkt unterstützen wolle und verwies darauf, dass unter dem Motto „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ ein Heimatförderprogramm unter anderem in Form des „Heimatschecks“ aufgelegt wurde. „Bürgerschaftliches Engagement erzeugt Gemeinschaft. Und deswegen ist es auch so wichtig“, so die Ministerin. Daher sollen Stadt und Land hier auch gleichwertig gefördert werden.

Bigger Preisträger

Auch einige Bigger waren unter den Geehrten: Für 60 Jahre ehrenamtliche, aktive Tätigkeit in der DLRG-Ortsgruppe wurde Peter Mettner geehrt. An Alois Hren ging ein Dankeschön für die Pflege der Grünanlagen an Milchbock und „Strülleken“ in Bigge. Wolfgang Peters ist Teil des Teams beim „Caritas-Warenkorb“ in Olsberg und Andrea Körner hat sich bei Aktivitäten in Helmeringhausen rund um Projekte wie den Dorfkalender eingebracht. Dazu gehören natürlich jeweils Teams. Eine komplette Übersicht findet ihr am Ende des Berichts.

Rauher Ton in den sozialen Netzwerken gefährlich

Zuvor spannte Bürgermeister Fischer in seiner Neujahrsansprach einen Bogen von Landesthemen bis zur Stadtentwicklung. Haushaltsüberschüsse, 44 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, rückläufige Flüchtlingszahlen – und doch sei nicht alles gut. Die Stimmung sei schlecht und ein rauer Ton mit Pöbeleien und Beleidigungen verbreite sich über die „sozialen Netzwerke“. Das sei für unsere parlamentarische Demokratie und das Land, aber auch „für uns vor Ort“, gefährlich. Vielmehr brauche man einen „langen Atem mit Sachlichkeit, Anstand und echten politischen Auseinandersetzungen ohne Hass“. Gleichzeitig unterstrich er aber, dass diese schlechte Stimmung ausdrücklich nicht auf die Olsberg Kommunalpolitik zuträfe.
Gut 250 Gäste kamen zum Empfang. Foto: bigge-online
Rückblick auf 2018

Im Rückblick auf 2018 stellte das Stadtoberhaupt einige Ereignisse in den Fokus. Zu Beginn des Jahres 2018 wurde das Bigger Traditionsunternehmen Hüttemann an die Mayr-Melnhof-Gruppe verkauft (wir berichteten). Bei seinem Antrittsbesuch sei durch die neue Geschäftsführung versichert worden, dass der Standort weiterhin eine sehr hohe Bedeutung haben würde.

Der Betrieb der Klinik am Stein wurde im vergangenen Jahr leider eingestellt. Zwar haben viele der ehemaligen Mitarbeiter bereits wieder einen neuen Job gefunden, für den Gesundheitsstandort Olsberg sei dies jedoch ein Nackenschlag gewesen. Die Sekundarschule konnte 2018 die ersten Abschlusszeugnisse überreichen. Rund 40% der Absolventen haben den höchsten Abschluss erreicht. „Unsere damalige Entscheidung zur Einrichtung einer Sekundarschule war der richtige Weg“, ist sich Bürgermeister Fischer daher sicher.

Zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands des 1. Weltkrieges hielt unser Bürgermeister eine Rede in unserer Partnerstadt Fruges in Frankreich. Es sei „eine Mahnung, die gemeinsame europäische Geschichte niemals zu vergessen“.
Die Bigger Schützen haben den Vorsitz im Stadtschützenverband übernommen und waren daher in diesem Jahr zum Neujahrsempfang geladen. Foto: bigge-online
Positive Rückmeldungen zu Baumaßnahmen

Viele andere Ereignisse und Projekte hatten das Jahr 2018 der Stadt geprägt: Das Sauerländer Gebirgsfest, die gemeinsame Ausbildungsbörse mit der Stadt Brilon, die Freigabe des Kreisverkehres am Erikaneum und an der Hüttenstraße, die Eröffnung des LEADER-Projektes Rosen-Rosenkranz in Assinghausen, die Einweihung des Steigerhauses am Philippstollen, Erschließung des Baugebietes „Bottschüre“ in Bigge, der Breitbandausbau, die Sanierung im „AquaOlsberg“ und neben vielen vielen weiteren Dingen auch die Einbringung des ersten ausgeglichenen Haushalts seit vielen Jahren.

Die IHK hatte in ihrem Magazin „wirtschaft“ der Stadt Olsberg eine sehr gute Kommunikationspolitik mit Blick auf die sich über gut 5 Jahre hinziehenden Baumaßnahmen im Ortskern von Olsberg bescheinigt. „Darüber habe ich mich besonders gefreut“, so Bürgermeister Fischer, der sich freute, dass die betroffenen Geschäftsinhaber die Baustellen mittragen und mit eigenem Baustellenmarketing versuchen, die Kunden weiterhin für einen Besuch in Olsberg zu begeistern. Und so habe er auch von einem Einzelhändler eine Weihnachtskarte mit einem ausdrücklichen Dank für die „guten und weitestgehend problemlosen Neubaumaßnahmen in unserer Stadt, durch die sich das Stadtbild vehement verbessert hat“ erhalten. So etwas tue natürlich auch mal richtig gut.
Gäste aus der Politik waren zahlreich vertreten. Darunter MdL Matthias Kerkhoff von Bigge und Heimatministerin Ina Scharrenbach. Foto: bigge-online
Keine heftigen Verkehrsbeschränkungen mehr

Und in diesem Jahr soll es nun weitergehen. Im Dezember gab es einen Förderbescheid über weitere 1,7 Millionen Euro (wir berichteten) für den Bereich des ehemaligen Krankenhauses und das Kirchenumfeld. Zudem soll im Februar ein weiterer Förderantrag an die Bezirksregierung vorbereitet werden. Hier geht es um Umbaumaßnahmen an Markt, Rutsche und Mühlenufer. Bei den weiteren Baumaßnahmen soll es allerdings keine so heftigen Verkehrsbeschränkungen geben, wie in den letzten Jahren, versprach der Bürgermeister. Der Saal begann zu murmeln. „Ja, versprochen!“, bestätigte Wolfgang Fischer daraufhin gut gelaunt.

Kommt ein Kneipp-Kompetenz-Zentrum?

Ehrgeizig seien das Ziel für den Kneipp-Erlebnispark. Alle Aufträge wurden mittlerweile erteilt und alles muss im Jahr 2019 gebaut und abgerechnet werden. Das sehe der Förderbescheid so vor. Fischer sei sich sicher, dass man dies schaffen werde. Zudem liebäugelte der Olsberger Verwaltungschef damit, in Olsberg neben Bad Wörishofen ein zweites Kneipp-Kompetenz-Zentrum entstehen zu lassen: „Schauen wir mal“, so Fischer vielsagend.

Wie in der Vergangenheit, so kritisierte Bürgermeister Fischer die erhebliche Ungleichverteilung der Gelder im Finanzausgleich. Der ländliche Raum würde eklatant benachteiligt. So langsam würden die Rufe allerdings auch in Düsseldorf gehört und man würde den Kommunen auch wieder zutrauen, selbst zu verantworten, wie und wo man investiert. Sehr gefreut habe sich Fischer, dass der Haushaltsausgleich in Olsberg zwei Jahre früher als ursprünglich geplant erreicht wurde und dass es zudem – außer bei den Müllgebühren – in diesem Jahr keine Steuer- oder Gebührenerhöhungen geben werde.

In den nächsten Jahren liege nun die Hauptaufgabe darin, wieder Eigenkapital aufzubauen und Kassenkredite abzubauen. Es bleibe spannend und nicht einfach und man bräuchte die Unterstützung der Bürgerschaft. Und um dies zu unterstreichen, griff er zum Abschluss der Ansprache tief in den literarischen Fundus mit einem Zitat aus dem Alten Testament (Jeremia 29): „Suchet der Stadt Bestes; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl!“ Ein bisschen was ist da wohl dran…

Alle Geehrten beim Neujahrsempfang 2019 zusammen mit Ministerin Scharrenbach und Bürgermeister Fischer. Foto: bigge-online

Die Preisträger:

Antfeld: Für die jahrelange Pflege der öffentlichen Plätze (bspw. Dorfplatz, Bolzplatz) - Bernd Rasche, Lorenz Völmecke, Bernd Grubendorfer

Assinghausen: Für den unermüdlichen Einsatz für das Küsterland - Reinhold Hartmann

Bigge: Für 60 Jahre Engagement in der DLRG Ortsgruppe Olsberg - Peter Mettner; für die Pflege der Grünanlagen an Milchbock und Strülleken - Alois Hren

Bruchhausen: Für das Errichten eines Kleinspielplatzes und die Durchführung von Sommerferienprogrammen und Kinderkarnevalsfeiern - Eva Schröder, Ann-Katrin Schröder, Melanie Wiegelmann

Brunskappel: Für die Pflege und Reparatur der Ruhebänke im Ort - Peter Newiger, Christoph Körner

Elleringhausen: Für die vorbildliche Pflege der Friedenskapelle und des Kreuzes - Bernhard und Marita Greune; für die 17-jährige Leitung der Pfarrbücherei - Karin Vogt

Gevelinghausen: Für die Organisation und Durchführung des örtlichen Martinszugs - Hubertus und Ute Metten, Jennifer Metten

Helmeringhausen: Für die Arbeit als Fotochronisten und das Engagement, Helmeringhausen als sympathisches Dorf darzustellen - Andrea Körner, Christina Wolff, Dirk Boriess

Olsberg: Für großes Engagement bei der Arbeit für den Caritas-Warenkorb - Wolfgang Peters, Sybille Porada, Annemarie Lein; für das große Engagement beim Bau des Steigerhauses - Ingobert Balkenhol, Paul Balkenhol, Siegfried Stahlmecke; für die jahrelange Vorstandsarbeit in der Werbegemeinschaft Bigge-Olsberg/Fachwelt Olsberg - Helmut Schmücker

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