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Ob grün, blau oder grau: Dass die bereitgestellte Mülltonne regelmäßig und zuverlässig geleert wird, ist für Bürgerinnen oder Bürger in der Stadt Olsberg – eigentlich – eine Selbstverständlichkeit. Dass aber hinter der Abfallentsorgung nicht nur eine aufwändige Logistik, sondern auch strenge Regeln und hohe Sicherheitsanforderungen stecken, darüber informierten sich jetzt die Mitglieder des Ausschusses Ordnung und Soziales – und ebenso darüber, dass es im Stadtgebiet zahlreiche „neuralgische Punkte“ für die Müllabfuhr gibt, für die Lösungen gefunden werden müssen. Beispiele: Straßen, die nur rückwärts befahren werden können, zugewachsene oder zugeparkte Straßen, zu kleine oder fehlende Wendeplätze, fehlende Absturzsicherung bei Hanglagen – dies sind typische Probleme, die bei der Müllabfuhr gefährlich werden können, so Marcell Wiese, Geschäftsführer der Stratmann Städtereinigung GmbH, und Thomas Wüllner, Spezialist für Arbeitssicherheit.

Eine besondere Herausforderung sei das Rückwärtsfahren mit Müllsammelfahrzeugen – bundesweit habe es dabei in den vergangenen Jahren mehrere Unfälle gegeben, bei denen sogar Menschen zu Tode gekommen seien, bedauerte Marcell Wiese: „Das sind Dinge, die nicht passieren dürfen.“ Ziel müsse es sein, eine störungsfreie und sichere Abfuhr zu ermöglichen, um so Sach- oder gar Personenschäden zu vermeiden. Dies könne aber nur im Schulterschluss mit der jeweiligem Kommune umgesetzt werden. Und ein „Patentrezept“ gebe es auch nicht, unterstrich der Stratmann-Geschäftsführer auf eine entsprechende Nachfrage – natürlich könne man nicht jede problematische Straße baulich verändern: „Man muss sich jede Situation einzeln anschauen.“ Und es gebe einen ganzen Katalog von Möglichkeiten.

Das Spektrum reiche dabei von einem zeitweisen Parkverbot an Tagen, an denen die Abfallbehälter geleert werden über das Abstellen der Tonnen an der nächsterreichbaren Straße, den Einsatz anderer Fahrzeugsysteme bis hin zur Erweiterung von Wendemöglichkeiten. „Teilweise sind Maßnahmen auch sehr einfach umzusetzen“, betonte Marcell Wiese – manchmal reiche es aus, Bewuchs zurückzuschneiden oder Mülltonnen ein paar Meter weiter abzustellen.

Auch bei der Stratmann-Gruppe selbst arbeitet man an dem Thema: Informationen und Schulungen für die Fahrer finden ebenso statt wie die Ausrüstung der Fahrzeuge mit technischen Assistenzsystemen. Die Fahrer seien angehalten, mögliche „Problem-Punkte“ zu dokumentieren und diese weiterzumelden, damit man den Kontakt mit der Kommune aufnehmen könne. Wünschenswert seien regelmäßige Vor-Ort-Termine mit den Ordnungsämtern, erklärte Marcell Wiese – und hatte auch gleich ein Lob für den „Gastgeber“ parat: „Hier in Olsberg sind wir mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden.“ Klar sei aber auch, dass man Entscheidungen über Lösungen für „Problem-Straßen“ nur gemeinsam herbeiführen könne: „Wir treffen keine Maßnahmen ohne Abstimmung mit der Kommune.“

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