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Ludger Schettel (r.) und sein Mitarbeiter Zolgai mit Zutaten für den 'Heißen Ludi'. Foto: Hotel-Restaurant SchettelVom Gänsetaxi über komplette Menüs zum Abholen bis zum Vakuumverfahren für das Lagern im heimischen Kühlschrank oder Hausgemachtes im Einweckgläschen: So gebeutelt die Gastronomiebranche durch den erneuten Lockdown auch ist, so kreativ und engagiert sind die vielen Köpfe dahinter. Für die Restaurants der Initiative "Westfälisch Genießen" heißt es nun „Ärmel hochkrempeln und jetzt erst recht“. So haben sich die Köche und Gastronomen der 25 beteiligten Häuser überlegt, wie sie ihren Gästen und anderen Genießern auch in dieser Zeit eine leckere herbstlich-winterliche Regionalküche servieren können – nur eben nicht im Restaurant, sondern für den heimischen Küchen- oder Wohnzimmertisch.


"Heißer Kalli" - benannt nach Ortsvorsteher Karl-Wilhelm Fischer

Der heiße Ludi ist beliebt...Im Bigger Hotel-Restaurant Schettel steht Ludger Schettel deshalb auch während des Lockdowns am Herd und bereitet leckere Gerichte zum Zuhause essen zu: Zum Beispiel seinen Namensvetter den "heißen Ludi", einen saftigen Burger. Unserem Bigger Ortsvorsteher Karl-Wilhelm Fischer verdankt eine weitere "To-Go"-Spezialität ihren Namen, denn es ist sein Lieblingsgericht: der "heiße Kalli", ein Schweineschnitzel mit gebratenen Champignons. Auch verschiedene Salate oder Flammkuchen bietet Familie Schettel jetzt zur Abholung an.

„Gemeinsam und verantwortungsvoll durch diese Zeit gehen und dann hoffentlich bald wieder Gastgeber im eigenen Betrieb sein zu können, so lautet für uns die Devise in diesen Tagen“, sagt Friedrich Wilhelm Krüger, Geschäftsführer der Initiative "Westfälisch Genießen", die sich mit 25 Gastronomen für eine gute regionale Küche stark macht. Ente, Gans, Grünkohl und Wild sind zurzeit besonders beliebt. Aber auch all time-Klassiker wie Schnitzel, Burger und Schweinefilet oder Fischgerichte bekommen jetzt Beine und treten den Weg in die heimischen Wohnzimmer an. Für Liebhaber vegetarischer Küche haben sich die Köchinnen und Köche ebenfalls einiges überlegt. Vom Blumenkohl mit Nusskruste über Kürbis-Kartoffelnocken bis zum Pilzragout.

"Westfälisch Genießen"

Neben Burgern gibt es bei Schettels bspw. auch Flammkuchen.In einigen Restaurants werden die frisch zubereiteten Speisen mit einem Vakuumverfahren so vorbereitet, dass sie sogar noch einige Zeit im heimischen Kühlschrank auf Vorrat gelagert und einfach wieder aufgewärmt oder angebraten werden können. „Für viele Menschen ist diese Zeit gerade sehr hart“, so Friedrich Wilhelm Krüger. „Eins ist aber mal klar: Es bleibt lecker.“ Das ovale Schild mit dem Schriftzug "Westfälisch Genießen" hängt heute an den Türen von 25 Häusern, so auch am Hotel-Restaurant Schettel bei uns in Bigge.

Es soll dem Gast als sicherer Hinweis dienen, dass er in einem Restaurant westfälisch gut speisen kann. Neben der Verleihung dieses Gütesiegels gehören die Veröffentlichung von Rezepten und Kochbüchern, Kochkurse und Workshops sowie gemeinsame Presseaktionen und Showkoch-Events zu den Aktivitäten der Initiative. Der Verein ist Herausgeber des "Westfälisch Genießen-Journals" und eines Gastronomie-Führers. Unter dem Dach "Westfälisch Genießen" präsentieren die beteiligten Köche und Gastronomen die heimische Küche außerdem bei gesellschaftlichen Anlässen und Veranstaltungen der Region und sind als kulinarische Botschafter Westfalens gern auch mal grenzüberschreitend unterwegs.

Ein großes Anliegen ist dem Verein seit vielen Jahren außerdem die Förderung der regionalen Gastgeber von morgen. Hierfür hat die Initiative das Konzept der Westfälisch Genießen Akademie zur Nachwuchsförderung ins Leben gerufen. Gefördert wird Westfälisch Genießen von vier westfälischen Unternehmen, die die Initiative seit vielen Jahren unterstützen: Dies sind die Großbäckerei Mestemacher in Gütersloh, der Carolinen Brunnen, Bielefeld sowie das Unternehmen L. Stroetmann GV in Werne und die Warsteiner Brauerei.