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Fleißige Hände: Paarweise oder mit Abstand pflanzten die Mitglieder der Grünen Olsberg die Bäume der Patenschaftsaktion. Foto: Die GrünenVor den Kommunalwahlen 2020 initiierte der Olsberger Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen ein Baumpflanzaktion. Hier konnten Baumpatenschaften erworben werden. Die Baumpaten konnten zu Beginn der Aktion wählen, ob sie Anteile an einem Pflaumen-, Apfel-, Birnen- oder Mirabellenbaum erwerben wollten. Ein Anteil kostete 10 Euro. Ein Baum besteht aus fünf Anteilen. Eigentlich hätte die Pflanzaktion im Herbst zusammen mit den Baumpaten stattfinden sollen und wurde zunächst ins Frühjahr geschoben. "Da auch zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht absehbar ist, ob und wann solch eine gemeinsame Aktion möglich sein wird, haben wir uns schließlich entschieden, die Aktion durchzuziehen und die Bäume in die Erde zu bringen", erklärte Grünen-Sprecherin Uta Weigand gegenüber bigge-online.

 


Noch müssen die Bäume erstmal wachsen und gedeihen.So hat der Ortsverband die Bäume nun in einer Aktion coronakonform durch einige Mitgliedern auf dem Grundstück in der "Welle" pflanzen lassen. Alle Paten werden ein Zertifikat über ihren Baum bzw. über ihre Anteile bekommen und können ihre Bäume jetzt besuchen und ihr Wachsen und Gedeihen erleben. Die Paten haben ganz individuell Anteile für eine oder mehrere Baumsorten oder auch ganze Bäume erworben.

Von Dülmener Rosenapfel bis Mrabelle von Nancy

Uta Weigand: "Die Nachfrage war so groß, dass schließlich die Gesamtzahl von 27 Bäumen zusammen gekommen ist. Wir haben alte Sorten wie die „Rote Sternrenette“, den „Dülmener Rosenapfel“, die „Mirabelle von Nancy“, die „Gute Luise“ oder die „Hauszwetsche“ gepflanzt. Alle Bäume sind Halb- oder Niedrigstämmer, damit sie gut zu bearbeiten sind und bleiben."

Wann die ersten Früchte geerntet werden können, wird sich zeigen. In der Regel braucht es je nach Sorte 3 - 5 Jahre, weiß Uta Weigand. Jeder Pate pflegt ab jetzt seinen Baum und kann natürlich auch die Früchte ernten. Die Wiese bleibt dabei offen zugänglich. Und wenn Baumpaten entscheiden, eine mögliche Ernte für Passanten freizugeben, dann wird ganz einfach ein blaues Bändchen in den Baum gebunden werden. Für diese Bäume heißt es dann: “Hier darf jeder pflücken!“ Die Entscheidung bleibt den Baumpaten selbst überlassen.
Im Jahr 2020 stellten die Grünen ihre Aktion auf der Wiese vor. Nun wurden die Bäume gepflanzt.
"Die Fläche wurde für die Aktion von Straßen.NRW kostenlos und ohne Pacht zur Verfügung gestellt. Da es sich um eine Ausgleichsfläche für die Umgehungsstraße handelt, ist die Nutzung ausdrücklich für solche Zwecke erlaubt", erklärte Uta Weigand noch bezüglich des Grundstücks. Das Foto zeigt die Initiatoren im Jahr 2020 - allerdings damals auf einer anderen Fläche, als dem eigentlichen Pflanzbereich.

Wir drücken nun allen Baumpaten die Daumen, dass sie bald körbeweise Früchte ernten können - für Kuchen, Schnaps oder auch einfach so zum Naschen!