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Robert Dietrich (3.v.li.), Technischer Geschäftsführer der HSW, hier mit Ehefrau Kordula, wurde jetzt von Bürgermeister Christoph Weber (li.), Aufsichtsratsvorsitzender der HSW, und seinem Allgemeinen Vertreter Jürgen Bartholme verabschiedet. Als Geschenk gab es für den passionierten Eisenbahnfreund ein Bahn-Signalschild.  Foto: Hochsauerlandwasser GmbH

Dass Trinkwasser jederzeit zuverlässig und in bestmöglicher Qualität aus dem Hahn strömt, ist für die Menschen in der Region eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Keineswegs selbstverständlich ist das “Lebensmittel Nr. 1” dagegen für Robert Dietrich: Mehr als 34 Jahre war die Trinkasserversorgung der Menschen zunächst in der Stadt Meschede, seit 2006 auch in der Gemeinde Bestwig und der Stadt Olsberg, seine tägliche Aufgabe - gemeinsam mit seinem Team. Im Jahr 1987 wurde Robert Dietrich - erst 29 Jahre alt - als Diplom-Ingenieur Leiter des damaligen Wasserwerks Meschede. Im Jahr 2005 ging das Wasserwerk Meschede - gemeinsam mit den Nachbar-Werken in Bestwig und Olsberg - im neu gegründeten gemeinsamen Kommunalunternehmen Hochsauerlandwasser Gmbh (HSW) auf, in dem Robert Dietrich die technische Geschäftsführung übernahm. Jetzt ist er von Meschedes Bürgermeister Christoph Weber, Aufsichtsratsvorsitzender der HSW, aus dem Berufsleben verabschiedet worden.

“In den mehr als 30 Jahren hat sich jede Menge getan”, erinnert sich Robert Dietrich - sowohl bei der Aufbereitung des Trinkwassers wie auch bei der öffentlichen Wahrnehmung des “Lebensmittels Nr. 1”. Sein Fazit: “Das Produkt ist besser geworden.” Mittlerweile verfüge im Versorgungsgebiet der HSW jedes Wasserwerk über eine hochmoderne Aufbereitungstechnik mit mehreren Stufen - wie zum Beispiel eine Ultramembranfiltration, die aus dem Rohwasser auch kleinste Partikel wie Keime, Bakterien, Viren und Parasiten herausfiltriert, oder die Aktivkohle, die so genannte Stoffspuren wie etwa Pflanzenschutzmittelreste oder Arzneimittelrückstände bindet. Dies seien nur zwei Stufen des „Multibarrierenprinzips“, wie Robert Dietrich erläutert: „Stoffen, die nicht ins Trinkwasser gehören, werden in der Aufbereitung verschiedene „Barrieren“ entgegengesetzt.“

Für sauberes und hochwertiges Trinkwasser sei unter der Federführung von Robert Dietrich und seinem Team jede Menge getan worden, würdigte Christoph Weber: In den Jahren 2004 und 2010 seien die ertüchtigten HSW-Wasserwerke Mengesohl und Stockhausen in Betrieb genommen worden; 2016 folgte das neu gebaute Wasserwerk Hennesee - eines der modernsten Wasserwerke im Einzugsgebiet der Ruhr. Die HSW sei damit einer der ersten Trinkwasserversorger an der Ruhr, die in ihren Wasserwerken eine weitergehende Aufbereitung umgesetzt hatte - Christoph Weber: „Damit hat die Hochsauerlandwasser GmbH eine Vorreiterrolle übernommen.“

Sein Fazit: Die fachliche Kompetenz von Robert Dietrich werde in ganz NRW geschätzt - „wenn dieser Name fällt, ist Hochachtung dabei.“ Im Jahr 2009 wurde Robert Dietrich in das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) gewählt; seit 2017 ist er stellvertretender Vorsitzender des Verbandes. „Trinkwasser ist eines der wichtigsten Dinge, die wir schützen müssen“, so Christoph Weber, „bei Robert Dietrich war es immer in guten Händen.“ Eine moderne Aufbereitungstechnik, hohe Versorgungssicherheit, hervorragende Qualität: „Bedeutung und Wahrnehmung des Trinkwassers haben sich gewandelt“, betont Robert Dietrich. Dabei spiele der Gedanke der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: “Trinkwasser hat auch einen ökologischen und einen sozialen Wert.“

Schließlich werde Trinkwasser „frei Haus“ geliefert und komme - anders als etwa Mineralwasser - ohne Transportmittel oder Verpackungsmaterialien aus. Hinzu komme der soziale Wert: Rund 0,5 Cent kostet der Liter Leitungswasser im Schnitt, wenn man die Kosten für die Abwassergebühren direkt mit berechnet - „für einen Euro bekommt man also rund 200 Liter Trinkwasser.“ Für die Zukunft sei die Trinkwasserversorgung in Meschede, Bestwig und Olsberg gut aufgestellt, unterstreicht Robert Dietrich. Bei der HSW gebe es ein kompetentes und engagiertes Team, für das Trinkwasser nicht nur Beruf, sondern immer auch „Herzenssache“ sei: „Den kommenden Jahren sehe ich gelassen entgegen.“