Bigge onLine

Stark verrußt sind die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Die Fahrzeughalle wurde ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Edgar Schmidt100 Feuerwehrleute waren am vergangenen Montag am Feuerwehrgerätehaus in Bigge im Einsatz. Kurz nach Mittag wurde ein Brand festgestellt. Flammen schlugen aus einem der Tore, der Schlauchwagen SW2000 - übrigens ein Landesfahrzeug des Katastrophenschutzes das in Olsberg stationiert ist - stand im Vollbrand.

 

In Zivil nahmen die Mitglieder des Löschzugs den Kampf gegen die Flammen auf, denn die Einsatzkleidung war in der bereits stark verrauchten Fahrzeughalle gelagert. Sie fuhren zudem die restlichen Fahrzeuge noch aus der Halle begannen mit diesen den Löschangriff.Zwischenzeitlich wurden alle Löschgruppen der Stadt Olsberg alarmiert. Aus Brilon kam die Drehleiter und weitere Einsatzfahrzeuge kamen aus der Gemeinde Bestwig.

Technischer Defekt in der Elektrik

IMG 7631Der Brand wurde durch einen technischen Defekt an der Elektrik des Schlauchwagens ausgelöst, wie die Ermittlung des Brandsachverständigen ergab. Eine Brandstiftung wurde ausgeschlossen. Auf unserer Facebook-Seite hatte es in den Kommentaren bereits am Montagnachmittag Spekulationen über das Fahrzeug gegeben. Es wurde über mehrere ähnliche Fälle berichtet.

Die Drehleiter wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Edgar SchmidtDer Schaden ist auf jeden Fall immens: Zwar wurden die sieben Fahrzeuge noch aus der Halle gefahren. Sechs von ihnen sind jedoch stark verrußt und mit Schadstoffen kontaminiert und standen zum Teil unter großer Hitzeeinwirkung. Unter anderem die aus dem Jahr 2005 stammende Drehleiter könnnte ein wirtschaftlicher Totalschaden sein. Gutachter der Versicherung haben ihre Arbeit aufgenommmen. Auch die Fahrzeughalle muss in Augenschein genommen werden, um festzustellen, ob sie saniert werden kann oder abgerissen werden muss.

"Die Schutzkleidung unserer 74 Mitglieder muss auf Einsatztauglichkeit überprüft werden. Schutzkleidung der Feuerwehr ist zwar für den Innenangriff in brennenden Gebäuden konzipiert, aber nicht für so eine lange Beaufschlagung mit hohen Temperaturen und Giftstoffen", berichtet Feuerwehrpressesprecher Edgar Schmidt.

Der Löschzug ist dank dreier kurzfristig bereitgestellter Fahrzeuge - einem von der Kreisfeuerwehrzentrale, einem von der Feuerwehr Meschede und einem Vorführfahrzeug eines Herstellers - sowie durch im Rathaus gelagerter und zusätzlicher von der Stadt Winterberg bereitgestellter Ersatzkleidung einsatzfähig.

IMG 20210915 WA0006Die Ersatz-Fahrzeuge sind in den Produktionshallen der Firma Metallbau Körner und Holzbau Hoppe untergebracht. Dafür gilt den Unternehmen ein herzliches Dankeschön.

Behelfsmäßig hat sich die Feuerwehr eingerichtet. Foto: Edgar Schmidt

Die Einsatzkräfte haben die Löscharbeiten unbeschadet überstanden. 26 von ihnen wurden unmittelbar nach dem Einsatz auf eine mögliche Rauchgasinhalation untersucht. Alles in Ordnung - Gott sei Dank.