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Etwa 110 Schützenbrüder kamen zu Herbstgeneralversammlung 2021. Foto: bigge-onlineAm Samstag, 30. Oktober 2021, fand erstmals seit Herbst 2019 wieder eine Generalversammlung der Bigger Sebastians-Schützen statt. Um mehr Platz zu haben, versammelten sich die Schützenbrüder in der Rundhalle. Das Königspaar ließ es sich nicht nehmen - aufgrund der längeren Amtszeit - der Versammlung gleich zwei Fass Bier zu stiften. In seinem Rückblick konnte Schützenmajor Dominik Flügge für das Jahr 2019 noch über zahlreiche Aktivitäten berichten. So gab es, wie auch im Jahr 2020 - als seitdem letzte Großveranstaltung - noch den Bigger Karneval vor ausverkauftem Haus. 37 Neueintritte in die Bruderschaft im Jahr 2019 waren sehr erfreulich. Der Adventskaffee Anfang Dezember habe leider nicht so hohe Besucherzahlen gehabt. Daher mache man sich Gedanken, ob der Tag so bestehen bleibt oder ob etwas anderes geplant wird.


Major Flügge führte durch die Versammlung. Foto: bigge-onlineDer Jahresrückblick für 2020 fiel dann natürlich sehr knapp aus. Karneval war die letzte normale Veranstaltung in der ausverkauften Halle. Die Frühjahrsgeneralversammlung konnte dann schon nicht mehr stattfinden. „Das normale Vereinsleben war völlig auf Eis gelegt. Nie nötigsten Absprachen wurden telefonisch oder per Videokonferenz getroffen“, schilderte Dominik Flügge. Die Ausfälle von Mieteinnahmen seien ein Desaster gewesen. Dennoch wurden die Sanierungsmaßnahmen an der Rundhalle - coronakonform - durchgeführt. Ein Dank ging an die ausführenden Firmen und den Vorstand, sowie die Stadt Olsberg für die finanzielle Unterstützung. Positiv war die Schützenmesse am Schützenfestsonntag bei bestem Wetter mit vielen Teilnehmern. Das habe Mut und Kraft gegeben.

Rote Zahlen im Kassenbericht

Geschäftsführer Edgar Stuhldreher konnte den etwa 110 anwesenden Schützenbrüdern diesmal keine positiven Kassenberichte vorlegen. Im Jahr 2019 gab es ein deutlich negatives Ergebnis – zurückzuführen vor allem auf hohe Steuerzahlungen, die unter anderem durch verspätete Rückvergütungen des Getränkelieferanten aufliefen, sowie einige Kosten im Zusammenhang mit dem Thekenumbau. Auch das Jahr 2020 war deutlich negativ - zum einen natürlich aufgrund fehlender Einnahmen, zum anderen durch die Sanierungsarbeiten am Fachwerk der Halle. Die erste Hälfte des Zuschusses der Stadt Olsberg wurde im Jahr 2020 verbucht, die zweite Hälfte ist dann in diesem Jahr geflossen. Unter dem Strich steht die Bruderschaft finanziell allerdings weiterhin auf gesunden Füßen, wie der Geschäftsführer aufzeigte. Und so wurde dem Vorstand für beide Jahre Entlastung erteilt.

Ehrungen für besondere Verdienste

Als neuer Kassenprüfer für den ausscheidenden Thomas Allesch wählte die Versammlung Stefan Menke. Er wird gemeinsam mit Sebastian Hennecke die Kasse für 2021 prüfen. Für 2022 legte Geschäftsführer Edgar Stuhldreher eine ausgeglichene Planung vor: „Ich hoffe, dass das in 2022 auch so klappen wird - vor allem mit den Einnahmen aus Geschäftsbetrieb“, so der Geschäftsführer mit Blick auf hoffentlich stattfindende Veranstaltungen.
Für besondere Verdienste geehrt: v.r. Edgar Stuhldreher, Matthias Henning und Wolfram Stappert zusammen mit Major Dominik Flügge. Foto: bigge-online
Sodann folgten die Ehrungen für besondere Verdienste. Mit Peter Wirth, Wolfram Stappert, Matthias Henning und Edgar Stuhldreher wurden drei langjährige Vorstandsmitglieder geehrt. Und die Versammlung erfuhr, dass Dieter Homrighausen vor 15 Jahren als einziger gegen Edgar Stuhldreher als neues Vorstandsmitglied gestimmt hatte. Aus nachvollziehbaren Gründen: Er wollte Schützenfest auch weiterhin gemeinsam mit seinem Stammtischkollegen am Tisch feiern… Eine amüsante Geschichte, die für Erheiterung im Rund sorgte.

Langjährige Mitglieder geehrt - unterhaltsame geschichtliche Zeitreise

Christian Humpert führte wieder unterhaltsam durch die Eintrittsjahre der Jubilare. Foto: bigge-onlineZur Ehrung der Mitgliedsjubilare nahm Christian Humpert die Versammlung dann wieder mit auf eine unterhaltsame Zeitreise. Die Teilnehmer erfuhren wieder so allerhand aus der Bigger Geschichte und was so in der Welt in den Eintrittsjahren der Jubilare los war. Auch dies sorgte für den ein oder anderen Lacher bei den Anwesenden. Es war insgesamt schön zu sehen, wie im Rahmen der Möglichkeiten wieder etwas Normalität einkehrte und endlich wieder ein gemeinschaftliches Vereinserlebnis möglich war.

Die Schützenbruderschaft St. Sebastian Bigge bedankt sich für langjährige Treue bei:

70 Jahre Mitgliedschaft: Alfons Frigger, Josef Röttger sen., Hans Lettermann.
Hans Lettermann (m.) wird für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. Foto: bigge-online

65 Jahre: Hans Schmitte, Heinz Grewe, Fred Paul (New Jersey, USA), Fritz Stappert, Rudolf Fischer, Robert Keuthen.

Zwei der Jubilare für 65-jährige Mitgliedschaft. Rechts der ehemalige Schützenkaiser Schmitten Hennes. Foto: bigge-online

60 Jahre: Dieter Funke, Klaus Neumann, Robert Fischer, Dieter Deimel, Winfried Meyer, Rudolf Schneider, Ferdi Gerke, Hans-Dieter Becker, Friedrich Funke, Günter Schneider, Jochen Greitemann, Edmund Wagner, Manfred Bange, Wolfgang Göddecke, Richard Bange, Peter Mettner, Arnold Busch.

Die Jubilare mit 60-jähriger Mitgliedschaft. Foto: bigge-online

50 Jahre: Udo Freisen, Klaus Ortmann, Karl-Wilhelm Fischer, Ulrich Körner, Leonhard Benk, Johannes Brüschke, Berthold Kersting, Hans-Jörg Rosenhöfer, Werner Neuhäuser, Franz-Josef Friederichs, Heinz Kussmann, Heribert Deimel, Hans-Dieter Deimel, Josef Wieners, Bernd Körner, Richard Gudermann, Hans-Jürgen Mansfeld, Günter Rath, Hubert Hillebrand, Willibert Stegmann, Felix Naber, Albert Canisius, Ludger Kaiser.

Die Jubilare mit 50-jähriger Mitgliedschaft. Foto: bigge-online

40 Jahre: Bernhard Jenderek, Michael Hoffmann, Markus Henke, Berthold Kotthoff, Günter Wessel, Heinz-Peter Schikora, Ludger Rüther, Elmar Reuter, Ludger Fischer, Thomas Becker, Herbert Croonenberg, Matthias Lahme, Andreas Schütte, Toni Franken, Horst Rautenberg, Ferdinand Koch, Horst Bialowons, Karl-Josef Hoffmann, Gerd-Josef Schneider, Ralf Ortmann, Michael Overhageböck, Martin Overhageböck, Jürgen Schäfer, Martin Rohleder, Uwe Sachse, Dieter Flügge, Burkhard Canisius, Hans Schulte-Nölke jun., Hubertus Hüttemann, Wolfgang Fischer, Berthold Borggrebe, Ulrich Lettermann, Markus Röttger, Günther Wagner.

Die anwesenden Mitglieder mit 40-jähriger Mitgliedschaft. Foto: bigge-online

Vorstandswechsel in verantwortungsvollen Positionen

Und dann begann sich das Vorstandskarussell zu drehen. Ralf Möller wurde neuer Hauptmann als Nachfolger von Gerhard Schültke. Als Geschäftsführer wird zukünftig der bisherige Rendant André Lehmann die finanziellen Geschicke des Vereins leiten und die Kassenbücher von Edgar Stuhldreher übernehmen. Schriftführer Björn Stuhldreher wurde von der Versammlung als neuer Rendant bestätigt. Seine bisherige Position wird Peter Wirth übernehmen. Die Zugoffiziere Ralph Freisen, Dirk Brüschke, Wolfram Stappert und Frank „Emil“ Maiworm wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand sind nun Max Wehning, Jungschützenkönig Franz Müller und Jannis Vollmer. Jakob Kosowski wird den Festzug weiterhin als Schellenbaumträger anführen und Matthias Henning bleibt im Hausvorstand.

"Es gehen drei Institutionen"

Eine besondere Ehre kam dann den scheidenden Vorstandsmitgliedern zu Teil. Alle drei wurden in den Ehrenvorstand gewählt. „Mit ihnen gehen nicht nur drei Vorstandsmitglieder. Es gehen drei Institutionen des Vorstands“, unterstrich Major Dominik Flügge.

Die neuen Ehrenvorstandsmitglieder. Foto: bigge-online

Werner Niggemann war 26 Jahre im Vorstand aktiv: von 1996 bis 2005 als Fahnenbegleiter im 2. Zug und anschließend als 1. Zugführer. Zudem gehört er seit vielen Jahren zur Schießaufsicht und kümmert sich hauptverantwortlich um das Vogelschießen.

Gerhard Schültke war 24 Jahre lang im Vorstand aktiv, zuletzt - und das schon seit 11 Jahren - als Hauptmann und 2. Vorsitzender. Vielen Aufgaben hat er sich professionell angenommen, seien es einfühlsame Grabreden, kurzweilige Moderationen von Konzerten und Veranstaltungen oder auch das Kommando der Festzüge und des Zapfenstreichs. Die Schützen bedankten sich mit einem besonders kräftigen Applaus!

Edgar Stuhldreher war noch keine 20 Jahre im Vorstand, ein Zeitraum, der eigentlich vorgesehen ist, um diese Würde zu erlangen. Mit einer umfangreichen und sehr aufwändigen Neuordnung der Kasse in den vergangenen 15 Jahren habe er sich allerdings hervorragend verdient gemacht und zudem den Verein auch sicher durch die Coronakrise geführt.

Neue Mitglieder begrüßt

Die anwesenden Neumitglieder zusammen mit Major Dominik Flügge. Foto: bigge-onlineNach dem das Jahr 2019 sehr viele neue Mitglieder zählte, war das Jahr 2020 mit nur vier Neueintritten natürlich ein schwaches Jahr. Es gab keine Aktivitäten in deren Rahmen man Mitglieder hätte werben können. In 2021 wurden immerhin 15 neue Mitglieder gezählt. Einige der neuen Schützen von Bigge waren vor Ort und wurden vom Vorsitzenden persönlich begrüßt.

Schausteller unterstützt

Eine langjährige freundschaftliche Verbindung hält die Schützenbruderschaft mit der Schausteller-Familie Hornig. Sie sind traditioneller die Schausteller in Bigge. Für die Schausteller sei die Corona-Zeit natürlich besonders hart gewesen, so Major Flügge. Und so hatte man der Familie Hornig einen Besuch abgestattet und ein kleines Sauerländer Flachgeschenk überreicht. Hornigs haben sich sehr über diese Geste gefreut, wie Dominik Flügge berichtete.

Stadtschützenfest in Bigge wird nachgeholt - Festmusik für Schützenfest 2022 steht

Das Stadtschützenfest in Bigge wird nachgeholt, die Bruderschaft bleibt Ausrichter. Aktuell wird es wohl so sein, dass das Fest in drei Jahren gefeiert wird. Die Vertragssituation für das Schützenfest im nächsten Jahr - sofern es denn Stadt finden kann - sei noch nicht ganz klar, wie der Vorsitzende weiter berichtete. Der Vertrag mit den Festwirten wurde aufgrund von Personalproblemen bisher nicht verlängert. Hier wird man noch bis zum Jahresende abwarten. Dafür konnte das Blasorchester Brilon bereits wieder als Festmusik verpflichtet werden und auch auf den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bigge-Olsberg und das Jugendorchester der "Eintracht" kann man sich schon jetzt wieder freuen. Zudem wird der Musikzug Medebach erstmals den Festzug am Sonntag verstärken.

Bierpreis wird wohl steigen

Auch kristallisiert sich heraus, dass der Bierpreis nicht bei 1,30 Euro bleiben können wird. Wo dieser genau liegen wird, kann jedoch aktuell nicht gesagt werden. Die Gespräche dazu werden im November stattfinden. Abschließend bedankte sich Major Flügge dann noch herzlich beim ÜKuK-Redaktionsteam dafür, dass die Zeitung trotz der widrigen Umstände mit zwei tollen Ausgaben erscheinen konnte.