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Neue Streuobstwiese in den Bigger Ruhrauen: (v.li.) Andreas Lahme, Elmar Trippe und Bürgermeister Wolfgang Fischer.  Foto: Stadt Olsberg

Schon in wenigen Wochen wird es grün in den Bigger Ruhrauen – auch auf der Streuobstwiese, welche die Stadt Olsberg neu angelegt hat. Profitieren davon sollen Natur und Mensch gleichermaßen. 21 junge Bäume – Apfel, Pflaume und Kirsche – hat Andreas Lahme vom Baubetriebshof der Stadt Olsberg in den vergangenen Wochen in die Erde gepflanzt. „Wir haben die Bäume zusätzlich zu den 350 Obstbäumen beschafft, die im vergangenen Jahr an die Bürgerinnen und Bürger ausgegeben wurden“, erläutert Elmar Trippe vom Fachbereich öffentliche Ordnung und Soziales der Stadt Olsberg.

Die neue Streuobstwiese wird dabei sowohl Mensch und Tier einen „reich gedeckten Tisch“ bieten. „Schon in den nächsten Jahren könnten die Bäume erste Früchte tragen“, schätzt Elmar Trippe – ausdrücklich sind dann die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich hier mit dem „Obst frisch vom Baum“ einen kleinen Beitrag zur gesunden Ernährung zu sichern. Profitieren werden aber vor allem verschiedenste Insektenarten, denen sich auf diese Weise vielfältigste Nahrungsquellen bieten.

„Insofern ist die Wiese auch ein Beitrag zur Artenvielfalt vor Ort“, ergänzt Bürgermeister Wolfgang Fischer. Die ökologische Vielfalt erstreckt sich aber auch auf die Bäume selbst: „Alles alte Arten“, weiß Elmar Trippe. Der Vorteil: Mit der Aktion leistet die Stadt Olsberg nicht nur einen – kleinen – Beitrag zum Erhalt dieser historischen Sorten – „anders als etwa hochgezüchtete Obstsorten sind diese traditionellen Arten teilweise auch allergieverträglicher und unempfindlicher gegen verschiedenste Obstkrankheiten.“

Aufgrund der trockenen Witterung werden die jungen Bäume aktuell noch durch Andreas Lahme und seine Kollegen regelmäßig bewässert. Das Ergebnis dürfte sich im weiteren Verlauf des Frühjahrs zeigen. Bei den Bigger Ruhrauen handele es sich nicht nur um ein beliebtes Naherholungs- und Wandergebiet für die Bürgerinnen und Bürger, so Wolfgang Fischer: „Durch die Renaturierung ist auch ein kleines ökologisches Juwel entstanden, das nun durch die Streuobstwiese weiter aufgewertet wird.“