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Günter Bracht stellte den anwesenden Kids und auch den Erwachsenen die Planungen vor. Foto: bigge-onlineAm Samstagmorgen, 18. Juni 2022, wurden die Pläne zum Bike-Park in der Talstraße vorgestellt. Für Kinder und Jugendliche sowie alle Interessierten fand dieser Termin am geplanten Standort statt. Eine rege Beteiligung zeigte, dass solche Veranstaltungen und insbesondere natürlich das Thema „Bikepark“ Zuspruch erhalten. Die Stadt Olsberg hatte auch den Planer Günter Bracht (bikepark-bau.de) eingeladen. Ziel seiner Planungen sei es, „eine öffentliche Anlage mit sicheren Sprüngen für Fortgeschrittene und auch eher Ungeübte“ zu erstellen.


Zum vorgestellten Plan sollen eventuell noch ein bis zwei sogenannte „Doubles“ kommen, da sich der Sport in der Zeit seit dem ersten Entwurf weiterentwickelt habe. Ein „Double“ ist eine Sprungrampe, bei der zwischen Absprungrampe und Landung ein Zwischenraum übersprungen werden muss – anders als bei den geplanten etwa 1,80 hohen „Tables“, die auch normal überfahren werden könnten (Anm. d.R.). „Damit haben wir dann einen supergeilen Übungsparcours“, meinte Günter Bracht zur vorgelegten Planung.
Der vorgestellte Plan zum Bikepark. Modifzierungen sind noch möglich. Es sollen bspw. sogenannte Doubles ergänzt werden.

Kinder wünschen sich "Doubles" und "Drops"

Die anwesenden Kinder wünschten sich ebenfalls solche „Doubles“ und vor allem auch ein paar „Drops“ (Geländekanten) und Mulchlandungen. Zudem wurde eine Hütte oder ein Unterstand angeregt. Hier konnte Ratsfrau Jeanette Friedrich berichten, dass die Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“ hierfür bereits Unterstützung zugesagt hat. Von den Erwachsenen wurde ein Stromanschluss als sinnvoll gesehen, um auch mögliche Veranstaltungen durchführen zu können. Und einige Parkplätze sollten eingeplant werden.

Auch kam von einem jungen Teilnehmer der Wunsch nach einem Sprung mit Luftkissen auf. Dies wurde mit Blick auf die Kosten gleich ausgeschlossen, was zu einer kurzen Diskussion darüber führte, ob man nicht einfach erst alle Ideen sammeln und betrachten und den Kindern nicht gleich alles zerreden sollte. Hier gibt es sicherlich noch Optimierungsbedarf bei der Einbindung von Kindern und Jugendlichen.

Planverfahren muss abgeschlossen werden

Der Ortstermin in der Talstraße war recht gut besucht. Foto: bigge-onlineBauamtsleiter Hubertus Schulte von der Stadt Olsberg erklärte noch den planerischen Part, denn bis gebaut werden kann, gibt es noch Formalitäten zu erledigen. So muss der Bebauungsplan geändert werden, da die Fläche zur Zeit als Wiesenfläche eingestuft ist und nun zunächst das Planverfahren für eine Sportanlage läuft. Anschließend kann eine Baugenehmigung beim Kreis beantragt werden. Dies soll der Stadtrat Anfang nächsten Jahres auf den Weg bringen. Dann könnte die Ausschreibung beginnen, in deren Verlauf sich auch final klären würde, wer den Bikepark am Ende baut. So könnte der Bikepark im Jahr 2023 entstehen.

Hubertus Schulte wies allerdings darauf hin, dass noch geschaut werden müsse, ob alle Bauprojekte im nächsten Jahr mit Blick auf die Kapazitäten in der Verwaltung realisiert werden könnten. Der Ausschuss müsse entscheiden, ob eventuell nach hinten geschoben wird. „Oder auch nach vorne“, wie Ratsvertreter Peter Rosenfeld einwarf. Das Interesse am Bikepark ist in jedem Fall da. Und wenn wir von bigge-online unsere Meinung hierzu einbringen dürfen, dann heißt sie, dass jetzt mal die Kinder und Jugendlichen an der Reihe sind. In der Vorlage für die  Ausschusssitzung am kommenden Mittwoch ist der Bikepark mit oberster Priorität versehen. Wäre toll, wenn es so bliebe.

1.800 Kubikmeter Erde benötigt

Der Ortstermin in der Talstraße war recht gut besucht. Foto: bigge-onlineAus Reihen der Erwachsenen wurde darum gebeten, Planungen und Formalitäten soweit möglich parallel durchzuführen, um nicht zuviel Zeit zu verlieren. Die Stadt Olsberg will soweit möglich auch im Vorfeld bereits Bodenmassen aus anderen Maßnahmen sichern. Es werden 1.500 bis 1.800 Kubikmeter Erde benötigt, wie Planer Bracht erklärte. Wer hier etwas beitragen kann, solle sich gegebenenfalls melden. Die reine Bauzeit wäre schließlich überschaubar: Günter Bracht würde mit etwa zwei Wochen rechnen – wenn alle Genehmigungen vorliegen und ausreichend Bodenmasse vorhanden ist. Nun sind also erstmal Rat und Verwaltung gefragt. Das Projekt an sich wurde bereits eingeplant und ist finanziell gesichert.

Auch im Nachlauf ist es noch möglich, per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Anregungen zum Bikepark einzureichen.