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hsk logo 2020kDer Hochsauerlandkreis spricht für den Hennesee erneut die Warnung aus, Hunde vom Wasser fernzuhalten. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass Kleinkinder im Uferbereich und im Wasser keine Pflanzen oder Algen verschlucken. Grund ist der Nachweis einer neuen Blaualgenart, die dank der Hilfe einer Mescheder Tierärztin in weiterführenden Untersuchungen des Mageninhaltes eines betroffenen Hundes identifiziert werden konnte.


Tychonema wurde bisher in unseren Gewässern nicht nachgewiesen und zeigt ein etwas anderes Verhalten als die bisher heimischen Cyanobakterien. So bildet Tychonema keine typischen blaugrünen Algenteppiche an der Gewässeroberfläche, sondern zeigt sich eher als am Grund haftende rötliche Teppiche, welche im klaren Wasser mit bloßem Auge erkennbar sind.

Besonders im Uferbereich können größere Vorkommen angeschwemmt werden. Die Aufnahme dieser Cyanobakterien und ihrer Giftstoffe - insbesondere in Form der Wasserpflanzen - kann bereits in kleinen Mengen bei Hunden zu deutlichen Gesundheitsproblemen führen, bei Menschen ist eine Belastung beim Baden unkritisch. Ausgenommen sind Kleinkinder, die die Algen oder Pflanzen im Uferbereich verschlucken.

Für Erwachsene bestehen daher nach Einschätzung des Gesundheitsamtes aktuell keine Gesundheitsgefahren beim Baden an den Badestellen des Hennesees.

Indes gilt für Hunde rund um die Hennetalsperre ohnehin eine Leinenpflicht sowie ein ganzjähriges Badeverbot.


Das Gesundheitsamt teilt weiter mit, dass die turnusmäßige Probeentnahme zur Überwachung der Badequalität weiterhin im üblichen Rhythmus fortgeführt wird, darüber hinaus erfolgen zusätzliche anlassbezogene Inspektionen.