Bigge onLine

Rund 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vereinsvertreter informierten sich jetzt im Rathaus über das „Host Town“ Olsberg und tauschten erste Ideen für neue, inklusive Angebote aus. Foto: Stadt Olsberg„Dabeisein ist alles“ - der berühmte olympische Gedanke ist gleichzeitig Motto der Inklusion: Alle Menschen - auch die mit Behinderung - haben die gleichen Rechte und Chancen zu Teilhabe und Mitwirken an der Gesellschaft. Beide Aspekte des „Dabeiseins“ werden in den kommenden Monaten in Olsberg noch stärker in den Mittelpunkt rücken: Die Stadt Olsberg wird zum „Host Town“ im Rahmen der „Special Olympics World Games 2023“ in Berlin. Das „Host Town“ ist dabei sozusagen eine Gastgeberstadt.


Hier machen die Sportlerinnen und Sportler der „Special Olympics“ vom 12. bis zum 15. Juni Station, bevor sie zu den eigentlichen sportlichen Wettkämpfen in Berlin antreten. Gemeinsam mit Winterberg und Meschede im HSK hatte sich die Stadt Olsberg beworben, „Host Town“ zu werden - und wie 216 andere Kommunen bundesweit den Zuschlag bekommen: Bis zu 25 Olympioniken aus dem südeuropäischen Fürstentum Andorra werden vom 12. bis 15. Juni 2023 in Olsberg zu Gast sein.

Das Besondere: Die „Special Olympics“ sind die weltweit größte Breitensport-Veranstaltung für Menschen mit geistiger Behinderung. Im Jahr Seit 1968 finden alle vier Jahre Sommer- und Winterspiele statt - nun erstmals in Deutschland. So werden im kommenden Juni in Berlin rund 7.000 Athletinnen und Athleten aus 170 Nationen erwartet, die in 24 Sportarten gegeneinander antreten. Oder besser: Miteinander antreten - denn bei den „Special Olympics“ geht es nicht um den Leistungs-, sondern um den Breitensport.

Für Olsberg sei der Besuch der Sportlerinnen und Sportler aus Andorra eine Chance, die weit über die drei Tage im Juni hinausgehe, unterstrich Bürgermeister Wolfgang Fischer jetzt bei der „Kick off“-Veranstaltung mit weiteren Projekt-Partnern und Interessierten im Olsberg Rathaus: „Es ist die Möglichkeit, unsere Stadt in Sachen Inklusion weiterzuentwickeln.“ Denn davon profitieren letztlich alle: „Neue, inklusive Angebote können die Angebote unserer Vereinen und Organisationen erweitern und noch mehr Menschen ansprechen.“

Motto: "Sport und Gesundheit nach Kneipp"

Rund 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vereinsvertreter informierten sich jetzt im Rathaus über die „Host Town“ Olsberg und tauschten erste Ideen für neue, inklusive Angebote aus. Laura Albers und Dennis Struck vom Team der Stadtverwaltung informierten darüber, dass man die Bewerbung um die Rolle als „Host Town“ unter das Motto „Sport und Gesundheit nach Kneipp“ gestellt habe. In der Folge könne man beispielsweise inklusive Kneipp-Angebote stärken - wie zum Beispiel barrierefreie Zugänge zu den Kneipp-Anlagen, die Ausbildung von Menschen mit Behinderung zum Sporthelfer oder aber Wasseranwendungen sowie Hinweisschilder in leichter Sprache. Dies mache überdies deutlich, dass Inklusion nicht nur Menschen mit Behinderung nütze, so Bürgermeister Fischer: „Barrierefreiheit ist ein Vorteil auch für Familien mit Kinderwagen oder Senioren mit dem Rollator, leichte Sprache hilft immer beim Verstehen von Texten.“

Für die Sportlerinnen und Sportler aus Andorra ist eine Willkommensfeier ebenso geplant wie eine Stadtführung und ein Kulturprogramm. Bei öffentlichen Trainingseinheiten könnten sie ihre Sportarten auch heimischen Sportbegeisterten vorstellen – bei den „Special Olympics“ werden die Gäste in den Bereichen Leichtathletik, Badminton, Boccia, Judo, Schwimmen und Rhythmische Gymnastik antreten.

Für die „Host Town“-Tage und mögliche weitere Projekte hat das Team der Stadtverwaltung Olsberg bereits weitere Kooperationspartner gefunden – so zum Beispiel das Josefsheim Bigge, den Hochsauerlandkreis, die Lebenshilfe HSK den Kneipp-Verein Brilon-Olsberg, die Behinderten-Interessen-Vertretung (BIV) Olsberg und die Schule an der Ruhraue. Weitere Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine oder Gruppen, die sich einbringen möchten, sind willkommen - weitere Informationen gibt es bei Laura Albers (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und Dennis Struck (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wolfgang Fischer: „Wir alle können dazu beitragen, dass Inklusion nichts mehr ist, was man zelebrieren muss - sondern ganz einfach normal wird.“