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Pfarrer Burkhard Krieger führte durch die Gemeindeversammlung.Am 3. November 2022 führte das Presbyterium der Evangelischen Auferstehungsgemeinde Olsberg-Bestwig eine Gemeindeversammlung durch. Rund 30 Gemeindeglieder folgten der Einladung in den Bestwiger Gasthof Hengesbach. Grund für die Gemeindeversammlung waren notwendig gewordene Veränderungen innerhalb der Kirchengemeinde, die sich nachhaltig auf das Gemeindeleben auswirken. Im ersten Teil des Abends stellten Mitglieder des Presbyteriums den Beschluss der Gemeindeleitung dar. Ab ersten Advent 2022 finden die sonntäglichen Gottesdienste nur noch in der Martin-Luther-Kirche Olsberg statt. Das ist ein weitgehender Schritt, wurden doch bisher alle vier Kirchen in gleicher Weise berücksichtigt.


Kein Kirchenverkauf geplant

Dabei wurde die Entwicklung zu diesem Beschluss erklärt. So ging u.a. der Gottesdienstbesuch in der Coronazeit stark zurück, bis hin zum Weggang von Pfarrer Schorstein im September 2022. Die Mitglieder des Presbyteriums wiesen nachdrücklich darauf hin, dass der Beschluss nicht bedeutet, dass eine Kirche verkauft oder geschlossen werden soll. Vielmehr sollen neue Konzepte für die Nutzung der vier Standorte entwickelt werden.

In einem zweiten Schritt erhielten die Anwesenden dann Gelegenheit, ihre Haltung zu dieser Entscheidung deutlich zu machen. Hierzu diskutierten sie in Kleingruppen und machten ihre Meinung mit einer Ampel-Farbkarte deutlich. Bei nur einer roten Karte wurde klar, dass eine große Mehrheit der Anwesenden die Entscheidung nicht grundsätzlich ablehnt, sondern ihr kritisch befürwortend gegenübersteht. Eine Gruppe brachte dabei den Grundtenor der meisten Anwesenden auf den Punkt: „Der Beschluss ist notwendig gewesen und bildet für die Gemeinde einen Ankerpunkt, da nun die Gottesdienstfrage eindeutig geklärt ist. Nun kann sich die Gemeinde auf die weiteren Veränderungen konzentrieren.“

Viele Ideen gesammelt

Weiterhin wurde aber auch angemahnt, dass der ganze Prozess durch eine transparente Kommunikation geprägt sein müsse, damit alle jederzeit über die Neuerungen informiert sind. Mit diesem Ergebnis ging es in den dritten Teil des Abends. Die Anwesenden sollten ihre Ideen für ein lebendiges Gemeindeleben an den verschiedenen Standorten äußern. Für jede Kirche gab es eine Flipchart, wo die Ideen festgehalten wurden. Hierbei ging es sehr lebhaft zu:

Die Gemeindeglieder lieferten der Gemeindeleitung eine Menge Ideen, was in den jeweiligen Kirchen angeboten werden könnte. Diese Ideen bilden nun die Grundlage für alle weiteren Überlegungen, um für alle Gebäude attraktive Angebote bereithalten zu können. Hierzu will das Leitungsgremium im Laufe des nächsten Jahres zusammen mit interessierten Gemeindegliedern die Konzepte erarbeiten.

Zum Abschluss des Abends dankte Pfarrer Krieger den Anwesenden für ihre Offenheit, für die Ideen und Gedanken. Er forderte die Gemeindeglieder auf, den weiteren Prozess kritisch zu begleiten. Die Ergebnisse werden nach der Auswertung auf der Gemeindehomepage veröffentlicht.