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Im Frühjahr 2022 soll eine Trassenführung für die B7n stehen. Der Rat der Stadt Olsberg spricht sich für eine zügige Planung aus. Karte: Straßen.NRWAm Donnerstag, 3. Februar 2022, waren wir für euch in der Sitzung des Rates der Stadt Olsberg. Wir werden versuchen, die verschiedenen Themen nach und nach abzuarbeiten. Gestern hat der Stadtrat eine Resolution für eine zügige Fortführung des Verfahrens, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau der B7n zu schaffen, verabschiedet. Für die CDU-Fraktion sprach sich Jochen Siedhoff aus Antfeld für die Resolution aus. Er selbst würde das Verfahren schon seit mehr als 16 Jahren begleiten und begrüße es sehr, dass es nun bis März 2022 zu einer Trassenführung kommen könne. Die Entlastung vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr sei wichtig für den Ort und seine Bürgerschaft und bedeute mehr Sicherheit und neue Entwicklungschancen. Peter Bergmann von Bündnis90/Die Grünen lehnte die Resolution hingegen vehement ab:


Peter Bergmann fordert Verkehrsverhinderung
 
Aus Sicht der Antfelder und Altenbürener könne er die Befürwortung verstehen. Es sei aber nicht sinnvoll, weiterhin Flächen zu versiegeln: "Wir müssen anders denken. Es geht um Verkehrsverhinderung!" Gelder in Millionenhöhe könnten für Bildung und Naturschutz viel geeigneter eingesetzt werden: "Deshalb werde ich nicht zustimmen". Ganz einig war sich die Fraktion der Grünen dabei allerdings nicht. Zwei Fraktionsmitglieder stimmten gegen die Resolution, zwei enthielten sich.

Breite Zustimmung im Rat

Alle anderen Ratsmitglieder von CDU, SPD, FDP und Die Linke stimmten für die Resolution, die somit eine große parteiübergreifende Mehrheit erhielt.

In der Resolution fordern die Ratsmitglieder, „zügig in das Linienbestimmungsverfahren des Bundes und weiter in ein Planfeststellungsverfahren zu starten, um auf diese Weise möglichst zeitnah konkrete Perspektiven für die Realisierung dieses wichtigen Verkehrsprojektes zu schaffen.“ Voraussetzung dafür sei „die Findung einer verkehrlich sinnvollen, technisch sowie naturschutzfachlich vertretbaren Vorzugsvariante“. In diesem Zusammenhang begrüßen die Ratsmitglieder ausdrücklich das Ziel des Landesbetriebs Straßen.NRW, bis zum Frühjahr 2022 abschließend eine Vorzugsvariante zur Trassenführung zu erarbeiten.

Entwicklungsperspektiven für die gesamte Region

Befürwortet wird auch das Vorgehen des Landesbetriebs, bei der Trassenfindung intensiv die Bürgerinnen und Bürger, die politischen Vertreterinnen und Vertreter, die Landwirtschaft und weitere Beteiligte einzubeziehen: „Ein transparentes Vorgehen unter Einbezug vieler Akteure ist eine gute Voraussetzung, um für planungs- und baurechtliche Vorhaben eine hohe Akzeptanz zu erreichen.“ Der Neubau der B7n zwischen Nuttlar und Brilon bleibe ein zentrales Projekt, um Entwicklungsperspektiven für die gesamte Region zu schaffen, „indem es für Ortsdurchfahrten die dringend notwendige Verkehrsentlastung bietet, Unternehmen im östlichen Bereich des HSK an das Bundesfernstraßennetz besser anbindet sowie den Hochsauerlandkreis tourismuswirtschaftlich stärkt und verkehrlich weiter erschließt.“