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Ein Ausschnitt aus den neuen Inzidenzstufen. Screenshot: land.nrwAb Freitag, 28. Mai 2021, gilt eine neue Coronaschutzverordnung in NRW. „Die neuen Regeln sollen im Zusammenwirken mit dem fortschreitenden Schutz der Bevölkerung durch das Impfen Rahmenbedingungen für das öffentliche und private Leben setzen, die einerseits eine schrittweise größtmögliche Normalisierung aller Lebensbereiche ermöglichen und andererseits einen Wiederanstieg der Infektionszahlen und daraus resultierende gesundheitliche Gefahren und neuerliche Einschränkungen nachhaltig vermeiden. Dabei wird es drei Stufen geben: Inzidenz <100 bis 50,1, Inzidenz <50 bis 35,1 und die neue Stufe der Inzidenz <35. Auch für besonders infektionsrelevante Angebote wie Schützenfeste und andere Großveranstaltungen oder Diskotheken soll bei nachhaltig niedrigen Infektionszahlen eine zeitliche Perspektive eröffnet werden. Stichtag soll der 1. September 2021 sein. Die Öffnungsschritte sollen weiterhin durch grundsätzliche Schutzmaßnahmen wie die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die Vorlage eines Testnachweises abgesichert werden.


Bei einer stabilen Inzidenz unter 50, der sich der Hochsauerlandkreis derzeit annähert, könnten sich Angehörige aus bis zu drei Haushalten treffen oder zehn Personen mit negativem Test aus beliebigen Haushalten. Kontaktsport wäre draußen mit bis zu 25 Personen möglich. In der Außengastronomie wäre kein Test notwendig und die Innengastronomie könnte mit Test und Platzpflicht öffnen.

Eine genauere Übersicht bietet die Information des Landes, die ihr HIER findet. Die neue Coronaschutzverordnung ab 29. Mai 2021 findet ihr HIER.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sieht die sogenannte dritte Welle gebrochen: „Die sinkenden Inzidenzen zeigen: Wir haben die dritte Welle gebrochen. Gleichzeitig sind mittlerweile fast 43 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen mindestens einmal geimpft. Und es werden täglich mehr. All das verbunden mit Testungen erlaubt uns nun, nachhaltig Perspektiven zu eröffnen – und zwar für alle Bereiche unseres Lebens. Zunächst einmal ist das für uns alle eine große Erleichterung. Aber ich betone auch: Die Pandemie ist nicht vorbei. Und auch wenn die Werte in einigen Kreisen und Städten schon unter dem Wert von 35 liegen, muss man sich immer vor Augen führen: Im letzten Jahr hatten wir im Sommer wochenlang landesweite Inzidenzwerte unter 10 und trotzdem deutliche Einschränkungen. Wir haben uns inzwischen oftmals an höhere Zahlen gewöhnt. Das ändert aber nichts daran, dass man auch heute noch bei einem Inzidenzwert von 35 eine Lage hat, auf die man sehr gut aufpassen muss.”

Kindergärten im Regelbetrieb ab 7. Juni 2021

Familienminister Joachim Stamp hat die Rückkehr zum Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung mit vollem Betreuungsumfang ab 7. Juni 2021 angekündigt: „Es ist notwendig und angemessen den Kindern ihren Alltag, ihre Kontakte und umfassende Bildung in der Kindertagesbetreuung wieder zu ermöglichen.“ Die verbindliche Gruppentrennung ist aufgehoben. Es gelten weiterhin die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Coronabetreuungsverordnung. Der Schritt zurück zum Regelbetrieb wird weiter von einem umfangreichen Testangebot begleitet. Das freiwillige Testangebot für Kinder und Beschäftigte sowie Kindertagesbetreuungspersonen wird fortgesetzt. Allen Kindern und Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung sowie den Kindertagespflegepersonen werden landesseitig weiterhin pro Woche jeweils zwei Tests zur Verfügung gestellt. Ab dieser Woche erhalten die Einrichtungen und Kindertagespflegepersonen die kindgerechteren „Lolli“-Tests zur Eigenanwendung durch die Eltern.

Das Land weist allerdings darauf hin, dass das landesweite Infektionsgeschehen und dessen Auswirkungen auf die Kindertagesbetreuung weiterhin genau beobachtet wird, und auf Entwicklungen reagiert wird, wenn dies erforderlich ist. Dies könne auch eine erneute Einschränkung der Betreuungszeiten beinhalten. Die Regelungen der Notbremse für Kinderbetreuungseinrichtungen gelten weiter, das heißt über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen gilt ab dem übernächsten Tag die bedarfsorientierte Notbetreuung.

Geimpfte und Genesene stehen negativ getesteten gleich

In allen drei zukünftig geltenden Stufen sind die Öffnungsschritte weiterhin an Schutzvorkehrungen geknüpft, um Sicherheit zu schaffen und um den Schutzwall vor einer unerkannten Neuausbreitung von (Mutations-)Infektionen zu festigen. Wie im Bundesinfektionsschutzgesetz festgelegt, stehen Geimpfte und Genesene (Immunisierte) negativ Getesteten gleich. Soweit für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Haushalte festgesetzt ist, werden immunisierte Personen nicht eingerechnet. Auch für Geimpfte und Genesene gelten jedoch weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen, etwa die Maskenpflicht.