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Die Bundesregierung hat am 7. Januar 2022 eine Übersicht der neuen Quarantäne- und Isolationsregelungen veröffentlich. Grafik: bundesregierung.deGestern, 7. Januar 2022, fand die Konferenz der Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler (MPK) statt. Es soll einheitliche Quarantäne-Regelungen geben und 2G+ soll in der Gastronomie eingeführt werden, wobei Personen, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben keinen Test vorlegen müssen. Allerdings müssen die Länder den Beschluss der MPK noch in ihren eigenen Verordnungen umsetzen. Eine neue Coronaschutzverordnung für das Land NRW gibt es aktuell noch nicht. Diese bleibt abzuwarten, um zu sehen, was genau in NRW gelten wird. Grundsätzlich hat die MPK unter anderem folgendes beschlossen:


Kontaktbeschränkungen

Die vor Weihnachten beschlossenen Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin: Für Geimpfte und Genesene sind private Zusammenkünfte mit maximal zehn Personen erlaubt. Nicht Geimpfte oder nicht Genesene dürfen sich lediglich mit Angehörigen des eigenen Haushalts sowie zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen. Kinder bis 14 Jahren zählen nicht mit.

Gastronomie

Auch der Zugang zur Gastronomie (Restaurants, Cafes, Bars und Kneipen etc.) ist weiterhin auf Geimpfte und Genesene beschränkt (2G) und wird ergänzend kurzfristig bundesweit und inzidenzunabhängig nur noch mit einem tagesaktuellen Test oder mit dem Nachweis einer Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) ab dem Tag der Auffrischungsimpfung möglich sein (2G Plus). An diesen Orten können Masken nicht dauerhaft getragen werden, so dass sich die Virus-Variante dort besonders leicht überträgt.

Bund und Länder haben sich außerdem darauf geeinigt, die Quarantäne- und Isolationsregeln zu entschärfen:

  • Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte und geboostert ist, muss künftig nicht mehr in Quarantäne. Dasselbe gilt für doppelt Geimpfte oder Genesene, deren letzte Impfung oder deren Erkrankung weniger als drei Monate zurückliegt.

  • Ansonsten gilt generell: Für infizierte Personen oder für Kontaktpersonen endet die Isolation bzw Quarantäne nach zehn Tagen. Man kann sich aber bereits jeweils nach sieben Tagen per PCR- oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest freitesten.

  • Erleichterungen gibt es für Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen. Diese können sich als Kontaktpersonen im Allgemeinen bereits nach fünf Tagen per PCR- oder Schnelltest freitesten.

  • Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe arbeiten mit besonders vulnerablen Menschen zusammen. Infizierte können sich hier ebenfalls nach sieben Tagen freitesten, allerdings mit verpflichtendem PCR-Test. Außerdem müssen sie zuvor mindestens 48 Stunden keine Symptome gehabt haben.


2G bleibt im Einzelhandel und bei Veranstaltungen

Auch die 2G-Regelung für den Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur- und Freizeitgestaltung und zum Einzelhandel bleibt. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs.

Bund und Länder rufen Arbeitgeber und Beschäftigte dazu auf, in den nächsten Wochen angesichts der Infektionslage verstärkt das Homeoffice zu nutzen. Mit dem Arbeiten von zu Hause aus gibt es weniger Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg zur Arbeit.

Für die von den Corona-Schutzmaßnahmen betroffenen Unternehmen steht auch weiterhin finanzielle Unterstützung zur Verfügung, unter anderem mit der neuen Überbrückungshilfe IV.

mpk 220107Den gesamten Beschluss der MPK könnt ihr HIER NACHLESEN.

Wie angemerkt treten neue Regeln in NRW erst mit einer neuen Coronaschutzverordnung in Kraft. Die bisherige gilt ansonsten bis zum 12. Januar.


Unsere Informationen sind immer sorgfältig recherchiert. Jedoch können wir keine Gewähr dafür übernehmen, zumal es auch immer kurfristig zu Änderungen kommen kann. Informiert euch ggf. bitte immer aktuell bei den entsprechenden Behörden bspw. über land.nrw.