wappen nrwAm Donnerstag, 30. April 2020, stimmte sich die Ministerpräsidenten wieder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ab. Anschließend sprach NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Pressekonferenz von einer sehr guten, konstruktiven Atmosphäre. Wir haben der Pressekonferenz zugehört und wollen sie kurz für euch zusammenfassen. Der erste Beschluss sei eine konsequente Kontaktnachverfolgung: „Das ist mit das Wichtigste, wenn wir die Pandemie weiter bekämpfen wollen und wir gleichzeitig weitere Lebensbereiche öffnen. Dann ist es ganz entscheidend, dass die Gesundheitsämter jeden Fall nachverfolgen können.“ In den Ländern gebe es eine unterschiedliche Betroffenheit, daher gelten unterschiedliche Regeln. Die großen Fragen wolle man aber gemeinsam verabreden.

Als weitere Öffnung soll nun ein größerer Teil der Krankenhauskapazitäten für planbare Operationen eingesetzt werden können. Zur Zeit seien 40% der Intensivbetten in NRW frei für Corona-Fälle.

Schützenfest, Straßenfest, Konzerte etc. weiterhin bis 31.8. untersagt

Veranstaltungen, wie Volksfeste, größere Konzerte, Dorffeste, Schützenfeste, Straßenfeste, sportliche Großveranstaltungen mit Zuschauern usw. sollen bis zum 31. August untersagt werden. Gottesdienste sollen fortan wieder stattfinden und seien ab dem 1. Mai wieder – mit strengen Sicherheitskonzepten und begrenzter Teilnehmerzahl – möglich. Zudem können Museen, Zoos, Gedenkstätten etc. wieder öffnen. „Spielplätze können unter Auflagen wieder geöffnet werden, damit Familien nicht nur Grünanlage und Parks nutzen können“, so MP Laschet weiter. Gerade in Ballungsräumen sei dies deutlich wichtiger, als beispielsweise im ländlichen Raum.

„Das Virus fordert uns weiter. Für Entwarnung ist es zu früh. Aber die Konferenz war ein weiterer Schritt hin zu einer verantwortungsvoller Normalität.“ Entscheidungen zum möglichen Sportbetrieb und insbesondere zur weiteren Öffnung der Kinderbetreuung und der Schulen sollen am 6. Mai fallen (wir berichteten). Man sei sich der sozialen Schäden bewusst und daher müssten zu diesem Termin auch Entscheidungen fallen.

Perspektiven für die Gastronomie am 6. Mai aufzeigen

Auch bei der Gastronomie müsse man zu Erleichterungen kommen. Da es ein sensibler Bereich sei mit Blick auf die Abstandsregeln, sei es wichtig, ein Konzept zu haben. Gemeinsam mit Niedersachsen und Baden-Württemberg habe der Wirtschaftsminister ein Konzept vorbereitet als Grundlage, um am 6. Mai mögliche Perspektiven aufzeigen zu können, wie Öffnungen denkbar sein könnten. Wie schnell dies dann ginge, hänge von der Entwicklung der Infektionszahlen ab, so der Ministerpräsident. Derzeit stünde NRW gut da. Der Reproduktionsfaktor in NRW läge zur Zeit bei 0,448 im Vergleich zu 0,7 in Deutschland nach einer Studie der Helmholtz Initiative. Dies sei ein Zeichen, dass die Maßnahmen der letzten Wochen wirkten. Es seine gute Werte, die sich allerdings auch verändern könnten.

Die gesamte Pressekonferenz können Interessierte hier noch einmal sehen: