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wappen nrwIn der heutigen (29.09.2020) Videoschalte der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten mit der Bundeskanzlerin wurde über die Coronamaßnahmen gesprochen. Heute Abend gab es dazu Pressekonferenzen. Die Grundregeln mit Abstand und Mund- und Nasenschutz bleiben bestehen. Da künftig viel in geschlossenen Räumen stattfinden werde, seien neue Anstrengungen nötig, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wir müssen das Lüften sehr ernst nehmen. Darüber wird viel gelächelt. Es könnte aber eine der billigsten und effektivsten Maßnahmen sein, um die Ausbreitung der Pandemie zu stoppen." Falsche Angaben in Restaurants würden künftig mit einem Bußgeld belegt, berichtet die Kanzlerin. Es wurde ein Mindestsatz von 50 Euro festgelegt, wobei die Länder das Bußgeld individuell regeln werden.

Öffentliche Gebäude müssten auf bessere Belüftungsanlagen umgerüstet werden, so Merkel weiter. Dies werde vom Bund unterstützt. Merkel betonte erneut das Vorgehen mit gezielten Maßnahmen bei Erreichen der jeweiligen Stufen von 35 bzw. 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen (Inzidenz). Viele Landkreise würden schon vor diesen genannten Stufen reagieren. "Wir haben gelernt, dass wir nicht für alle das gleiche machen müssen, sondern regional ausgewogen handeln können."

Wir wollen keinen generellen Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz) sagte: "Wir wollen keinen generellen Lockdown." Arbeitsplatz, Schule und KiTa hätten Priorität: "Alles andere steht hinten an. Feiern ja, aber kleiner und weniger." Bei steigenden Fallzahlen gelte: „Mehr Maske, weniger Alkohol und weniger feiern“. Söder appellierte auch an junge Menschen: "Es ist besser, mitzumachen, als sich aus diesem Prozess rauszuhalten. Corona ist heimtückisch und bleibt gefährlich." Über die Langzeitfolgen sei noch nicht genug bekannt.

Feiern regional begrenzt auf 50 Teilnehmer ab Inzidenz von 35

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fasste oben genanntes in seiner Pressekonferenz auch noch einmal zusammen und appellierte an die Bevölkerung, die Listen in den Restaurants und bei Veranstaltungen ernst zu nehmen mit Blick auf die Kontaktverfolgung. Private Feiern müsse man differenzieren zwischen Partys, Hochzeiten oder auch Trauerveranstaltungen. „Wir setzen darauf, dass die Bürger auf Feiern verzichten, die nicht notwendig sind.“ Beschränkt werden sollen Feiern bei Inzidenzwerten von 35 bis 50. Dann müssten Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern auf 50 begrenzt werden und zwar dort, wo die entsprechenden Werte bestehen und nicht im ganzen Land.

Wie das ganze nun in die Coronaschutzverordnung aufgenommen wird und auch welche Bußgeldhöhe für falsche Angaben in Teilnehmerlisten festgelegt wird, bleibt abzuwarten. Wir informieren euch, wie gewohnt.

Ergänzung, 29.09.2020, 19:17 Uhr: Die Infos zum Bund-Länder-Beschluss könnt ihr HIER NACHLESEN.