Die Klinik aus Sicht des ehemaligen Hauses Meschede. Foto: bigge-online

Der vollbesetzte Ratssaal machte deutlich, wie groß das Interesse an der Entwicklung der Bigger Elisabeth-Klinik ist: am 4. Februar 2020 stellte deren Geschäftsführer Frank Leber  in einer Bürgerversammlung einen Rückblick als auch einen Ausblick zahlreichen Interessierten vor. Für die Elisabeth-Klinik, seit vielen Jahren gewachsen, zeigte Leber deutliches Wachstum auf: entgegen den Trends vieler Krankenhäuser in der Nachbarschaft zeigt die Kurve stets nach oben: so wuchs die Mitarbeiterzahl seit dem Jahr 2000 um 97%, der Umsatz gar um 213%. Überwiegend aus dem HSK und auch aus dem benachbarten Hessen kommen die Patienten, um sich hier behandeln zu lassen. Seit 2004 stellt die Klinik auch den Notarzt – eine Situation, die übrigens für die “Notfallteams” in Olsberg Vertrauen und Zuverlässigkeit bedeutet, so Leber. Die Situation bei den Operationssälen ist nicht ganz so schön: Zwei Säle sind nach 30 Jahren sanierungsbedürftig, auch die Umkleiden entsprechen nicht mehr dem aktuellen Standard. Eine Sanierung, welche etwa ein halbes Jahr benötigt, würde Engpässe in der Versorgung bedeuten.

Ohnehin “platzen diese schon heute aus allen Nähten”. Mit dem Erwerb des 900m³-Grundstücks im nördlichen Teil der St.-Martinus-Grundschule, auf dem sich die Bildungswerkstatt mit Musikschule, Heimatbücherei und Räume der Mittagsbetreuung befindet, wolle man diese Situation entschärfen und modernisieren, ein vierter OP solle auf dem Grundstück geschaffen werden. Aus Sicht der Grundschule und der anwesenden Bürger keine gute Lösung: mit dem Entfall der Toilettenanlagen und eines Raumes des Offenen Ganztagsschule müsse man hier näher zusammenrücken.

Bürgermeister: "Räumlich weiterhin gut aufgestellt

Bürgermeister Fischer betonte: “Mit den zu erwartenden 180 bis 200 Kindern in den nächsten sechs Jahren ist man dort räumlich weiterhin gut aufgestellt”. Die Heimatbücherei des Heimatbundes ziehe in eine andere Örtlichkeit: sie wird in den ehemaligen Werkraum der Sekundarschule Platz finden. Auch mit der Musikschule des HSK befindet man sich derzeit im Gespräch, um eine räumliche Lösung zu finden.

Ehrenbürgermeister Reuter verwies auf eine andere Situation; er erinnerte an eine Bürgerversammlung, die ähnlich gut besucht war: Damals ging es um die Schließung des St.-Josefs-Hospitals. “Heute führen wir eine viel erfreulichere Diskussion aufgrund der positiven Entwicklung der Elisabeth-Klinik". Aus den Reihen der Zuhörer kamen spontan andere Ideen für eine Erweiterung: neben dem “Sprung” über die Schulstraße oder eine Erweiterung der OP-Säle über verschiedene Stockwerke wurde angeregt. Dies ließe sich finanziell und auch räumlich nicht realisieren.

Ein Bürger brachte seine Gefühle auf den Punkt: “Mir als Opa wäre es eine Freude, wenn meine Enkelkinder nicht mehr bei Regen und Schnee über die Hauptstraße zur Turnhalle gehen müssten, sondern einmal in einer Turnhalle an der Grundschule Sport treiben könnten. Dieser Wunsch wird mir wohl nicht mehr erfüllt.”

Parkplatz für Patienten hergerichtet

Die Parkplatzsituation der Patienten und deren Besucher habe man mit dem 1. Februar verbessert: Der Parkplatz gegenüber der Klinik wurde vor wenigen Monaten mit Beleuchtung und Kameraüberwachung hergerichtet und wird nun bewirtschaftet, so dass die Angestellten diesen nicht mehr nutzen. Die Flächen für die Angestellten (ehemals Fahrrad Kersting, Friggers Wiese und das Grundstück Asshauer) werde man herrichten, sobald der Bebauungsplan geändert wird. Dies ziehe sich aber, so Bürgermeister Fischer, noch mindestens ein Jahr hin. Auch ein Parkhaus sei vom Tisch. Am Donnerstag dem 6. Februar, liegt die Entscheidung über den Verkauf nun beim Rat der Stadt Olsberg.

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