Der aktuelle Variantenplan von Straßen.NRW: Die Planung befindet sich derzeit in der Linienfindung. Nachdem sich die bisher verfolgte Linie (violettfarbene Linie) aufgrund veränderter Rahmenbedingungen als nicht mehr belastbar herausstellte, musste nach alternativen Korridoren und Linien gesucht werden. Quelle: Straßen.NRWDie Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift möchte die Linienfindung zum Neubau der B7 zwischen Bestwig-Nuttlar und Brilon zügig vorantreiben und gab den Startschuss für einen umfangreichen Dialogprozess. Als Auftakt traf sich der Politische Begleitkreis am vergangenen Dienstag (9.6.) in einer digitalen Konferenz. Ein intensiver Dialogprozess soll folgen. Die Planung zur B7n zwischen Bestwig-Nuttlar und Brilon solle schnellstmöglich umgesetzt werden, um die Menschen vor Ort vom Verkehr zu entlasten. Auf der Suche nach der bestmöglichen Linienführung werden Schlüsselakteure und die Öffentlichkeit mit einbezogen werden:

„Wir möchten mit Hilfe verschiedener Beteiligungsformate ein transparentes Verfahren ermöglichen, um alle Belange frühzeitig und möglichst vollständig berücksichtigen zu können“, erläuterte Sven Koerner, Leiter der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift die Zielsetzung des Dialogprozesses.

Anm. von bigge-online: Viele Informationen, Karten usw. zum geplanten Neubau und dem jeweiligen Planungsstand
gibt es auf den Seiten von Straßen.NRW:
https://www.strassen.nrw.de/de/wir-bauen-fuer-sie/projekte/b7-neubau-zwischen-bestwig-nuttlar-und-brilon.html

Zum ersten Politische Begleitkreis wurden Mitglieder des Europäischen Parlaments, des Bundes- und Landtages, Bürgermeister, Landrat, Fraktionsvorsitzende sowie Ortsvorsteher aus Brilon, Olsberg und Bestwig eingeladen. Straßen.NRW informierte unterstützt durch das Kommunikationsbüro "Dialog Basis" zum vorgesehenen Dialogprozess und zum aktuellen Stand der Planung sowie zum weiteren Vorgehen.

Neben den regelmäßigen Terminen für den Politischen Begleitkreis, wird ein Dialogforum mit circa 20 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt. In den Sitzungen werden Expertinnen und Experten aus Natur- und Artenschutz, betroffene Landwirtinnen und Landwirte sowie regionale Unternehmen angehört. „Gemeinsam wird ein Bürgervotum formuliert, dessen Empfehlungen in dem weiteren Planungsprozess Berücksichtigung finden“, erläuterte Dr. Antje Grobe von DIALOG BASIS. Corona-bedingt sind Veranstaltungen wie z.B. Infomessen, Infomobil und eine Veranstaltung für die Landwirtschaft erst nach der Sommerpause geplant.

Intensive Diskussionen über Varianten im ersten politischen Begleitkreis

Lars Voigtländer, Leiter der Abteilung Planung der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift skizzierte noch einmal die bisher untersuchten acht Varianten. Aktuell werden Luftschadstoffgutachten sowie die vorgezogene FFH-Verträglichkeitsprüfung durchgeführt. Darüber hinaus findet die Kartierung der Fauna vor Ort statt, damit die Gutachten aktualisiert werden können. Die Umweltverträglichkeitsstudie und Vorplanung werden fortgeschrieben.

Warum es nötig ist, den Dialog noch einmal intensiv mit allen Akteuren und den Bürgerinnen und Bürgern zu führen, wurde im Anschluss deutlich. In den Vorgesprächen zum Politischen Begleitkreis und im Politischen Begleitkreis selbst erläuterten mehrere Teilnehmer aus ihrer Sicht die Vorteile der nördlichen Variante 1. Für die Einschätzungen der Varianten hatte Straßen.NRW einen Umweltgutachter sowie einen juristischen Gutachter zum Politischen Begleitkreis zugeschaltet. Mit diesen gab es intensive Diskussionen zu den Vor- und Nachteilen der acht Varianten, insbesondere auch bezüglich der umweltfachlichen Problemstellungen bei der Variante 1.

Diesem wichtigen Thema soll auch im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern Rechnung getragen werden. Weitere Themen waren die Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Flächen, die Topographie des Geländes, die bei den südlichen Varianten schwieriger ist sowie der notwendige Kostenvergleich der Varianten.

„Wir werden alle acht Varianten im Dialogprozess ergebnisoffen diskutieren und müssen uns dabei den Fakten stellen“, betont Sven Koerner in seiner Zusammenfassung. Ziel ist es, die Herausforderungen der verschiedenen Varianten transparent zu machen. Es gilt mit allen Beteiligten so schnell wie möglich eine umsetzbare Variante zu finden. Denn dass die B7n so schnell wie möglich kommen soll, um die Menschen vor Ort vom Durchgangsverkehr zu entlasten und das Netzkonzept der A46/B7 zu vervollständigen, darin waren sich die Teilnehmenden einig.

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