Bigge onLine

Mit viel Abstand verfolgten die Anwesenden die Analyse und die Diskussion. Foto: bigge-online„Es wird ein langer Prozess, der da vor uns liegt“, so leitete Bürgermeister Wolfgang Fischer die Bürgerversammlung am 7. September 2020 in der Bigger Schützenhalle ein. Über 120 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um sich über die Detailrahmenplanung für den Ortsumbau Bigge zu informieren. Yvonne Vahle vom Ingenieurbüro Hoffmann & Stakemeier präsentierte zunächst eine Analyse über die Stärken und Schwächen des Ortes im Planungsbereich. Betrachtet wird bei diesem Prozess ein Bereich, der im Osten an die Heinrich-Sommerstraße grenzt und im mit Schloss Schellenstein endet.

Ein Blick auf den Planungsbereich mit möglichen Schwerpunkten. Plan: Stadt Olsberg / Ingenieurbüro Hoffmann-StakemeierIm Süden läuft die Grenze im Bereich von Schul- und Mittelstraße und der nördliche Bereich endet in der Ruhraue. Die Präsentation dazu wird demnächst auf der Homepage der Stadt Olsberg abzurufen sein. Stärken seien bspw. die Ruhraue, die dank engagierter Eigentümer gut erhaltenen Fachwerkhäuser im Bereich Mittelstraße und ein immer noch überdurchschnittlicher Anteil an Gastronomie, Gewerbe und Handel. Kritisch wurde unter anderem die verkehrliche Situation der Hauptstraße gesehen.

"Wo ist die Mitte von Bigge?"

Hubertus Schulte vom Bauamt der Stadt Olsberg regte nach der Bestandsaufnahme eine Diskussion zu verschiedenen Fragestellungen an: „Wo ist die Mitte von Bigge?“ - "Braucht es einen Dorfplatz?“ – „Soll es eine Über- oder Unterführung in Nord-Süd-Achse in die Ruhraue geben?“ Die Anwesenden nahmen den Ball auf. Kirche und Schloss wurden als zentrale Punkte gesehen. Es wäre doch schön, wenn das Schloss besser wahrzunehmen wäre.

Neuer Dorfplatz im Bereich der Kirche?

Allerdings wurde ein Dorfplatz doch eher im Bereich der Bigger Kirche gesehen. Unser bigge-online-Vorsitzender merkte an, dass es hierzu bereits seit 2017 ein Konzept gäbe, welches im IKEK-Prozess durch Bürger und Vereine entwickelt wurde (ihr könnt es übrigens HIER FINDEN). Um die Kirche solle sich ein Begegnungszentrum für Jung und Alt mit Gemeinschaftseinrichtungen entwickeln. Aus der Jugend kam der Hinweis, dass man einen Treffpunkt bräuchte, wo man auch mal feiern könne, unabhängig von Vereinszugehörigkeiten.
Aufgrund der Abstandsregeln zog sich die Versammlung bis in die Rundhalle. Foto: bigge-online
Einer jungen Biggerin war es wichtig, dass im Ort nicht noch mehr alte Bausubstanz verloren geht. Auch wurde angeregt, die verkehrliche Situation im Bereich der Kreuzung Mittelstraße/Hauptstraße zu verbessern und den Zugang zur Ruhraue klarer herauszuarbeiten. Über eine Anbindung der Ruhraue in der Nord-Süd-Achse an den Ortskern konnte sich ein Bürger im Zusammenspiel mit der Brücke in die Ruhraue, die schon in wenigen Wochen fertig sein soll, eine Frequenzsteigerung im Ort vorstellen. Und anstelle von Schutzstreifen kam aus der Versammlung der Wunsch, die Radwege von der Straße zu separieren. Und nicht zuletzt wurde im Rahmen des Ortsumbaus die Lösung der Parkplatzsituation der Elisabeth-Klinik im Rahmen einer solchen städtebaulichen Maßnahme angeregt.

Anregungen einsenden!

All das war zunächst eine offenen Diskussion. Konkrete Pläne wurden an diesem Abend nicht vorgestellt. Die Anmerkungen des Abends wurden aufgenommen und es konnten auch Kärtchen mit Wünschen und Anregungen abgegeben werden. Auch riefen Bürgermeister Fischer und Hubertus Schulte auf, sich im Nachlauf der Veranstaltung in den kommenden Wochen mit Hinweisen und Vorschlägen an die Stadt Olsberg zu wenden. Möglich sei dies auch per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

„Wer heute mehr erwartet hat, geht vielleicht enttäuscht nach Hause“, meinte Bürgermeister Wolfgang Fischer, fügte aber an, dass man sich gerade erst auf den Weg mache: „Das war nicht die letzte Veranstaltung zu diesem Thema!“ Das Ziel sei, die Detailrahmenplanung im Juni/Juli 2021 auf den Weg zu bringen, um dann Förderanträge gemeinsam mit der Bezirksregierung auf den Weg zu bringen. Insbesondere sollen Fördermittel aus der Städtebauförderung des Landes akquiriert werden.