Bigge onLine

Partei: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Stadtverbandsvorsitzender: Ferdi Wiegelmann
Kandidaten Direktmandat
Kandidat Bigge I Neumann, Anne, 25
Kommunalbeamtin
Anne Neumann, SPD-Kandidatin, Bigge I. Foto: SPD Olsberg
Kandidat Bigge II Boedecker, Armin, 71
Rentner
Armin Boedecker, SPD-Kandidat, Bigge II. Foto: SPD Olsberg
Kandidat Bigge III Kröger, Jürgen, 51
Bürofachkraft
Jürgen Kröger, SPD-Kandidat, Bigge III. Foto: SPD Olsberg
Kandidat Bigge IV Potthoff, Bruno, 67
Rentner
Bruno Potthoff, SPD-Kandidat, Bigge IV. Foto: SPD Olsberg
www.spd-olsberg.de
Wahlprogramm - Kurz
Bauen und Planen Olsberg besteht nicht nur aus den Kernorten Bigge und Olsberg, sondern dazu gehören lebens- und liebenswerte Dörfer, die es zu erhalten und weiterzuentwickeln gilt. Diese werden nur dann prosperieren, wenn in den Olsberger Dörfern auch zukünftig Bauplätze bereitgestellt werden. Den Weg der CDU-geführten Verwaltung, Baugebiete in den Dörfern zugunsten von Baumaßnahmen in der Kernstadt aufzugeben, lehnen wir entschieden ab.
Bildung Der einzige „Rohstoff“, den Deutschland hat, ist die Bildung. Die Stadt ist für die Gebäudeunterhaltung und die Ausstattung der Schulen verantwortlich. Hier ist bei der  Ertüchtigung der Gebäude in der Kernstadt viel geschehen. In den Dörfern hat sich die Stadt einen schlanken Fuß gemacht, und sie beweist bis heute wenig Weitsicht bei diesem Schlüsselthema.
Gesundheit Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist nicht nur für eine Gesellschaft mit mehr älteren Menschen essentiell wichtig, wie die gegenwärtige Pandemie verdeutlicht. Dazu gehören neben den stationären Einrichtungen auch eine gute medizinische Versorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und ein leistungsfähiger Rettungsdienst. Interessenkonflikte müssen gemeinsam zu einem Ausgleich gebracht werden.
Ehrenamt und Vereine Bei der Verleihung des Ehrenamtspreises zu Beginn eines jeden Jahres wird ersichtlich, wie sehr sich die Stadt auf die vielen Ehrenamtlichen in unserer Stadt abstützt. Ohne diesen Einsatz würde das Zusammenleben in Olsberg so nicht möglich sein. Ein reges Vereinsleben, seien es die Schützen-, die Sport- oder etwa die Musikvereine leisten – auch im Bereich der Jugendarbeit – wertvolle Beiträge für die kulturelle Vielfalt unserer Stadt. Dieser Arbeit gebührt unser aller Dank!
Gewerbe, Tourismus, Freizeit Wir haben in Olsberg leistungsfähige Unternehmen, die vielen Menschen gute Arbeit bieten. Neben den Gewerbebetrieben bieten die Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen im anerkannten Heilbad Olsberg weitere Entwicklungsmöglichkeiten im Gesundheitstourismus.
Klima Der bei der Stadt eingerichtete Klimabeirat kann nur ein erster Schritt sein; konkrete Ergebnisse stehen noch aus. Die hohen Preise für den öffentlichen Personennahverkehr und die vielfach kundenunfreundlichen Fahrzeiten verhindern eine breitere Nutzung und Akzeptanz in der Bevölkerung (Schülerfahrkarten nachmittags freigeben). Vor allem aber fehlt für Olsberg seit Jahren ein ganzheitliches Radwegekonzept, das auf der Höhe der Zeit ist und auch mit E-Bikes genutzt werden kann und somit auch von Älteren sowie Menschen mit Behinderung im Rollstuhl. Die technische Entwicklung schreitet gerade bei Fahrrädern und Rollern sowie neuen Mobilitätslösungen mit Meilenstiefeln voran; in Olsberg sind wir immer noch auf Holperwegen unterwegs.
Infrastruktur

Unsere Freiwilligen Feuerwehren sowie das gesamte Rettungswesen müssen gut ausgestattet sein. Seitens der Stadt müssen die Mittel bereitgestellt werden, so dass alle „Blau-Licht-Einrichtungen“ über eine moderne Ausrüstung verfügen.

Nur mit einem hohen ehrenamtlichen Einsatz ist der gute Standard bei den Freiwilligen Feuerwehren in Olsberg zu halten, so dass wir die Stadt bei ihren Restrukturierungsabsichten zur Umsicht aufrufen.

Das Freizeitangebot für Jugendliche ist sowohl in der Kernstadt wie auch in den Dörfern verbesserungsbedürftig. Sich als Stadt auf den freien Trägern auszuruhen, ist eindeutig zu wenig.

Finanzen Die Stadt Olsberg war hier in den vergangenen Jahren auf einem guten Weg. Corona hat das alles verändert. In 2020 entsteht durch Verluste bei der Gewerbesteuer und beim Einkommensteueranteil ein Millionendefizit. Über 40 Millionen Euro an Gesamtverschuldung sind allerdings schon vor der Corona-Krise zusammengekommen.
Stadtentwicklung

Das Bild der Kernstadt hat sich grundlegend gewandelt; die Kernstadt ist zweifelsohne attraktiv geworden. Aber die Folgekosten werden den städtischen Haushalt auf Dauer belasten. Auch besteht Olsberg nicht nur aus der Kernstadt, sondern rund die Hälfte der Menschen wohnt in den Dörfern. Hier sind Erneuerungs- und Dorfentwicklungsmaßnahmen mehr als überfällig. In Anbetracht der Millionen-Investitionen in der Kernstadt wird das IKEK-Programm von den Menschen als Keckerkram mit Alibifunktion empfunden.

Anliegerbeiträge bei Straßenerneuerungsmaßnahmen (KAG) lehnen wir als nicht mehr zeitgemäß ab!

Themenfelder von bigge-online benannt
Wie steht die SPD zur Infraktruktur in Bigge insbesondere mit Blick auf die Elisabeth-Klinik. Sollte sich hier die Stadt einbringen mit Investition in die umliegende Infrastruktur bvspw. durch ein Parkhaus?


Dazu Bürgermeisterkandidat Peter Rosenfeld:

Der Rat der Stadt Olsberg hat die Elisabeth Klinik aufgefordert, ein Parkkonzept vorzulegen. Sinnvollerweise sollte dieses Konzept auch die Bedürfnisse des Josefsheims umfassen.

Nach meiner Kenntnis wurde ein umfassendes Konzept bisher nicht vorgelegt. Andererseits scheint es so zu sein, dass die Klinik die gesetzlichen Erfordernisse hinsichtlich der Parkplätze für die Klinik durchaus erfüllt.

Ich glaube nicht, dass es bei den angespannten finanziellen Verhältnissen möglich sein wird, dass die Stadt für die Klinikbedarfe ein Parkhaus errichtet, zumal sie nicht im Eigentum entsprechender Flächen ist.

Welche Ansätze verfolgt die SPD selbst für den Standort der Bigger Grundschule mit Blick auf den geplanten Ausbau der Klinik? Wenn - wie in der Ratssitzung - versprochen wird, dass der Grundschulstandort Bigge nicht gefährdet sei, darf man dies auf den heutigen Standort beziehen oder ist das ein Allgemeinplatz, der sich auf jedweden Standort bezieht, sofern in Ortslage befindlich. Wie steht die SPD dazu? Die SPD steht zu dem Beschluss, dass der Grundschulstandort in Bigge an seinem bisherigen Standort gesichert sein muss. An der Lösung für die Unterbringung der OGS und Betreuungsverein wird ja in Zusammenarbeit aller Betroffenen zur Zeit untersucht, wir sind hoffnungsvoll, dass eine Lösung unter Beibehaltung des bisherigen Standorts gefunden werden kann.
Beim Thema Klimaschutz ist die Windkraft kritisch für die Sauerländer Landschaft. Die Grünen würden sie dennoch gerne weiter ausbauen. Welche Alternativen sieht die SPD bzw. wie steht die SPD zur Windkraft? Dazu Bürgermeisterkandidat Peter Rosenfeld:

Grundsätzlich besteht der Beschluss einen sachlichen Teilflächennutzungsplan Windenergie aufzustellen, damit Windkraftanlagen nicht überall im Stadtgebiet errichtet werden können. Wegen der unklaren Rechtslage werden diese Planungen zunächst nicht weiterverfolgt, nicht zuletzt um unnötige Kosten zu sparen. Hinsichtlich des Antrags auf Errichtung von Anlagen auf dem Heidkopf ist der HSK gefordert, diese Anlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zu beurteilen. Dazu läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, dessen Ausgang abzuwarten bleibt. Der HSK lehnt diese Anlagen, wie wir meinen zu Recht ab. Grundsätzlich halten wir die Nutzung von erneuerbaren Energien, also auch der Windkraft für sinnvoll und wenn die rechtlichen Voraussetzungen stimmen auch für erforderlich um auch hier etwas gegen den Klimawandel zu tun.
Welche Ziele hat die SPD mit Blick auf den Ortsumbau in Bigge?

Nachdem in Olsberg ein gelungener Umbau des Ortsbildes erfolgt ist, halten wir es auch im Interesse eins Gesamtbildes der Kernstadt für erforderlich, in Bigge daran zu arbeiten.

Welche Maßnahmen möglich sind, wir auch davon abhängen in welchem Umfang eine staatliche Förderung möglich sein wird, denn die Finanzlage ist durch Corona sehr angespannt.

Die Jugend fehlt in vielen Planungen. Es gibt Angebote für Kinder/Familien/Ältere. Für die Jugend
fehlt es aus unserer Sicht – bspw. Dinge wie Bikepark o.ä. Was möchte sich die SPD hier auf die
Fahnen schreiben für die kommenden Jahre?
Gerade einen Bikepark halten wir, vielleicht in Verbindung mit einer Skateranlage für sinnvoll um das Freizeitangebot für Jugendliche zu erweitern. Wir werden uns darum bemühen in der kommenden Periode etwas derartiges umzusetzen.
Partei: Die Linke
Stadtverbandssprecher: Brigitte Mauthner, Günter Villnow
Kandidaten Direktmandat
Kandidat Bigge I Laut Amtsblatt treten in den Bigger Wahlbezirken Oliver Schmitten, Marcus Schuurmann, Andrej Weber und Christa Kurze für Die Linke an. Allerdings möchte die Partei keine weiteren Angaben machen oder Bilder bereitstellen. Der Fokus liegt auf den Listenkandidaten.
Kandidat Bigge II
Kandidat Bigge III
Kandidat Bigge IV
Die Linke Olsberg auf der Seite der HSK-Fraktion
Wahlprogramm - Kurz
Die Kommune gehört uns allen Unsere Städte und Gemeinden sind unser Zuhause. Dabei ist das Leben hier nicht immer einfach für viele
Menschen: Die meisten von uns arbeiten hart, damit wir uns das Leben leisten können. Oder wir zweifeln
an uns, weil wir es nicht aus Hartz IV herausschaffen. Und wir alle träumen von einer lebenswerten
Zukunft für unsere Kinder und Enkel.
Wenig Geld zu haben, das ist mit Einbußen im Alltag verbunden. Von einem schönen Leben oder sogar
Gerechtigkeit wollen viele Rentner*innen, Erwerbslose und Geringverdiener*innen gar nicht erst reden.
Sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Das muss sich ändern: Alle Menschen haben die gleichen
Rechte, wir sind alle gleich viel wert.
Gesundheit ist keine Ware Nicht erst der Corona-Virus hat deutlich gemacht: Im Gesundheitssystem zählt der Gewinn, es gibt keine Kapazitäten für Notfallsituationen. Private Krankenhäuser behandeln nur lukrative Fälle, machen Profite auf Kosten unserer Gesundheit. Das Problem entstand aber nicht erst durch Corona, sondern gehörte bereits vorher zu unserem Alltag: Termine bei Fachärzt*innen zu bekommen, darauf warten wir häufig
Monate. Oder wir werden aus dem Krankenhaus entlassen, obwohl unsere Verletzungen noch nicht verheilt sind. Der Grund: Ärzt*innen müssen ihre Leistungen nach Katalog abrechnen, Krankenhäuser und
Pflegeeinrichtungen Gewinn machen. Es gibt zu wenig Pflegepersonal, schlecht bezahlt ist es noch dazu. Was wir alle brauchen sind Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in öffentlicher Hand. Wir brauchen
kommunale Pflegedienste. Wir brauchen Ärzt*innen, die wieder die Zeit haben, Hausbesuche zu machen. Wir brauchen Gesundheitsämter, die gut ausgestattet sind. Wir brauchen mehr Personal in der Pflege, das gut bezahlt wird. Für uns als LINKE gilt: Mensch vor Profit – Gesundheit ist keine Ware, sie ist Menschenrecht!
Klimaschutz muss sozial sein Klimaschutz kostet Geld, kein Klimaschutz kostet Leben – deshalb müssen wir alles tun, um die bereits jetzt unausweichlichen Folgen des Klimawandels für die Menschen in den Städten und Gemeinden mit allen Mitteln zu mildern. Für DIE LINKE geht das nur sozialökologisch und antikapitalistisch. Der Erhalt von Grün geht vor Beton, die Vermeidung von Müll vor Recycling, CO2-Neutralität geht nur durch den Ausbau
von regenerativen Energien. Die örtlichen Stromnetze gehören in die öffentliche Hand, damit die Stadtwerke für alle bezahlbare Ökostromprojekte entwickeln können. Dies und noch viel mehr haben wir in unserem Aktionsplan 2035 aufgeschrieben. Und wenn konsequenter Klimaschutz zwar für uns alle Umdenken bedeutet, eine Sache ist klar: Die
Zeche zahlen sollen die Großkonzerne und nicht die kleinen Leute!
Vorrang für Rad und Nahverkehr Unsere Straßen werden immer voller, die Luft wird immer schlechter. Das hat viele Gründe: Die Arbeit, der Sportplatz und auch der Supermarkt liegen immer weiter von der Wohnung entfernt. Zudem gibt es immer mehr Lieferverkehr. Und: Auf dem Land fährt der Bus so selten, da geht ohne Auto fast gar nichts. Deshalb will DIE LINKE die Infrastruktur für Bus und Bahn ausbauen, die Taktung soll enger werden. Während die einen mit dem eigenen Auto immer mobiler sein müssen, wird anderen das Recht auf
Mobilität streitig gemacht: Menschen mit geringem Einkommen, kleiner Rente oder Hartz IV-Betroffene können sich Tickets für Bus und Bahn oftmals nicht leisten. Und diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Rad
unterwegs sind, finden viel zu oft zu schmale Bürgersteige und kaputte Radwege vor. Deshalb wollen wir die Verkehrsplanung vom Kopf auf die Füße stellen und das im wahrsten Sinne des Wortes: Vorrang für Fußgänger*innen, mehr und gute Radwege, Autos raus aus der Innenstadt, Tempo 30
innerorts und perspektivisch fahrscheinfrei unterwegs sein in Bus und Bahn.
Wir sagen der (Kinder-) Armut den Kampf an Es stimmt: Die Reichen werden immer reicher, die Armen werden immer zahlreicher und haben immer weniger Geld zum Leben. Das ist ungerecht. In einem reichen Land wie Deutschland darf es keine Rentner*innen geben, die Flaschen aus Mülleimern fischen müssen, weil die kleine Rente nicht bis zum
Monatsende reicht. Es darf nicht sein, dass Alleinerziehende verzweifeln, weil sie die Klassenfahrt ihres Kindes nicht bezahlen können.

Es darf einfach nicht sein, dass Menschen mit wenig Einkommen keine
Lobby haben. Es darf nicht sein, dass immer mehr Kinder in Armut leben, dass sie sich ausgeschlossen fühlen. Das Teilhabechancengesetz stigmatisiert Familien mit geringem Einkommen. Dagegen wollen wir vorgehen! Was es ab sofort gar nicht mehr geben darf: Gas-, Strom- und Wassersperren! Was es dafür unbedingt
geben muss: einen unentgeltlichen Sozialpass, der auch für Bus und Bahn gilt!
Gute Bildung – kostenfrei für alle Auf den Anfang kommt es an: Bereits in der Kita beginnt das lebenslange Lernen. Deshalb muss sie kostenfrei sein. In der Grundschule muss selbstverständlich sein, dass Klassen nicht zu groß sind. Das
dürfen die Kommunen selbst regeln und wir fordern, dass sie das auch tun. Kinder brauchen ein gutes Ganztagsangebot und gemeinsames Lernen in der Grundschule und darüber hinaus. Nicht der Geldbeutel
darf über gute Bildung entscheiden: Um soziale Ungleichheit zu bekämpfen, fordert DIE LINKE eine Schule für ALLE als Ganztagsschule.

Wir fordern einen Materialfonds für Familien mit geringem Einkommen. Wer das bezahlen soll? Bund und Land müssen den Städten und Gemeinden dafür ausreichend Geld zur
Verfügung stellen. Es ist wichtig, dass unsere maroden Schulgebäude endlich saniert werden. Genauso wichtig ist aber, dass es genug Schulsozialarbeiter*innen gibt, dass das Mittagessen gesund und kostenlos ist. Es schadet auch nicht, wenn es dabei zudem lecker ist und auf die Bedürfnisse aller Kinder eingeht. Denn unsere Schulen sind Orte der Integration und der Inklusion. Nicht für die Schule lernen unsere Kinder, sondern in der Schule lernen sie das gemeinsame Leben.
Bezahlbare Miete statt fetter Rendite Wohnen wird immer teurer – und warum? Weil Immobilienhaie Kohle machen wollen. Auf der Strecke bleiben dabei die Mieter*innen, also diejenigen, die sowieso schon die Hälfte oder mehr ihres
Einkommens für Miete ausgeben müssen. Wohnungen mit Mietpreisbindung gibt es immer weniger. Fakt ist: Es muss etwas passieren! Da, wo sich Mieter*innen bereits wehren, unterstützen wir sie. Dort, wo sie
es (noch) nicht tun, kämpfen wir für ihre Rechte:

DIE LINKE will den Mietendeckel überall, wir wollen Spekulation auf Wohnraum und Boden einen Riegel vorschieben. Wir wollen gegen Leerstand vorgehen und vor allem wollen wir, dass mehr Kommunalwohnungen gebaut werden.

Dabei vergessen wir diejenigen nicht, die es am schwersten haben: Menschen, die auf der Straße leben. Sie brauchen mehr Unterkünfte nach dem Beispiel „Housing First“. Vor allem brauchen sie Unterstützung, wenn sie nach Jahren auf der Straße endlich wieder ein eigenes Zuhause haben!
Barrieren abbauen – in Gebäuden, im Netz und im Kopf Bist du behindert, oder was?! Nein, behindert wird man – im Bahnhof, im Internet, sogar beim Wählen. Noch immer sind nicht alle öffentlichen Gebäude barrierefrei. Noch immer fehlen dort, wo wir uns alle bewegen, Rampen, Aufzüge oder Blindenleitsysteme. So werden Menschen mit Beeinträchtigungen behindert. Das fällt denen, die keine Beeinträchtigung haben, oft gar nicht auf. Dabei profitieren wir doch
alle von Barrierefreiheit.

Deshalb ist es wichtig, dass jede Stadt, jede Gemeinde Inklusionsbeauftragte und Behindertenbeiräte hat. DIE LINKE will mit ihnen, mit Selbsthilfegruppen und -organisationen vor Ort einen Inklusionsplan erarbeiten. Damit öffentliche Dokumente, Webseiten und Gebäude endlich allen zugänglich sind.
Alle sollen es sehen: Wir alle sind die Gesellschaft, wir müssen sie gemeinsam für alle gestalten. Barrieren müssen endlich abgebaut werden – auch und vor allem in den Köpfen der Menschen.
Für Gleichberechtigung nicht nur auf Papier Hey Ihr Frauen, seit über 100 Jahren dürft Ihr nun wählen, mega oder? Aber in den Parlamenten sitzen immer noch überwiegend Männer – vor allem in der Kommunalpolitik. Und auch zuhause seid es immer noch Ihr, die den Großteil der Hausarbeit machen, die im Job kürzer treten wegen der Kinder oder anderer Angehöriger, die Ihr aufopferungsvoll pflegt. Eure Männer machen Karriere, während Ihr immer weniger verdienen werdet als sie. Deshalb seid Ihr von Altersarmut viel häufiger betroffen als sie. Deshalb seid Ihr von Ihnen abhängig. Und trotz #metoo ist Sexismus weiterhin an der Tagesordnung. Das will DIE LINKE ändern und in der Kommune mit gutem Beispiel vorangehen – mit einer konsequenten Gleichstellungspolitik! Wie die aussieht? Wir machen Eure Arbeit zuhause sichtbar, wir setzen uns für eine faire Bezahlung Eurer Jobs ein. Wir wollen mehr Plätze in Frauenhäusern, für diejenigen von Euch, die zuhause von Gewalt bedroht sind. Wir wollen mehr Geld für die Täterarbeit, um Euch und Eure Kinder zu schützen.
Keinen Fußbreit den Faschist*innen Seit mehr als 100 Jahren sind unsere Städte und Gemeinden von Einwanderung geprägt. Als LINKE sehen wir darin einen Gewinn! Grünkohl schmeckt genauso gut wie Bulgursalat, in der Shisha-Bar ist es so gesellig wie in der Eckkneipe – das ist auch gut so, das soll so bleiben. Deshalb stellen wir uns gegen Rassismus, wo immer er uns begegnet!

Wir stehen für eine multikulturelle Gesellschaft! Wir schweigen nicht, wenn Menschen mit Migrationshintergrund diskriminiert werden. Wir schweigen nicht, wenn gegen Geflüchtete gehetzt wird. Wir erheben die Stimme für eine friedliche Gesellschaft ohne Ausgrenzung. Unsere Städte sollen sichere Häfen sein. In unseren Parlamenten sollen die Integrationsräte die gleichen Rechte haben wie alle anderen Ausschüsse.

Rechten Organisationen sagen wir den Kampf an. Es bleibt dabei: Wir arbeiten in den Kommunalparlamenten nicht mit Rassist*innen und Rechtspopulist*innen zusammen. Wir stellen uns ihnen entgegen, in der Politik und auf der Straße.
Mehr Geld für die Kommunen Unsere Städte und Gemeinden dürfen nicht länger kaputtgespart werden, denn wir brauchen gut funktionierende öffentliche Betriebe, also zum Beispiel Stadtwerke, Wohnungsbaugesellschaften und Verkehrsbetriebe. Auch die Verwaltung braucht mehr Personal und eine bessere, moderne Ausstattung. Das alles kostet Geld! Wir haben uns überlegt, wo das herkommen soll. Dazu gehört zum einen die Gewerbesteuer als wichtigste Einnahmequelle für unsere Kommunen.

Wir wollen, dass diese Steuer zu einer Gemeindewirtschaftssteuer weiterentwickelt wird. Was das bedeutet? Alles, was Unternehmen in einer Kommune erwirtschaften, wird erfasst und direkt besteuert. Für kleine Unternehmen gibt es dabei einen Freibetrag. Zum anderen wollen wir, dass endlich ein Altschuldenfonds, also ein gemeinsamer Finanztopf von Bund, Land und Kommunen, eingerichtet wird. Unsere Forderungen können wir von unten umso nachdrücklicher dem Bund gegenüber vertreten, wenn wir möglichst stark in vielen Kommunalparlamenten sitzen.
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Wie steht Die Linke zur Infraktruktur in Bigge insbesondere mit Blick auf die Elisabeth-Klinik. Sollte sich hier die Stadt einbringen mit Investition in die umliegende Infrastruktur bvspw. durch ein Parkhaus?

Welche Ansätze verfolgt Die Linke selbst für den Standort der Bigger Grundschule mit Blick auf den geplanten Ausbau der Klinik? Wenn - wie in der Ratssitzung - versprochen wird, dass der Grundschulstandort Bigge nicht gefährdet sei, darf man dies auf den heutigen Standort beziehen oder ist das ein Allgemeinplatz, der sich auf jedweden Standort bezieht, sofern in Ortslage befindlich. Wie steht Die Linke dazu?


Sprecherin Brigitte Mauthner dazu:

Krankenhäuser und allgemein die Gesundheitsversorgung ist ein wichtiger Bereich in dem ein komplettes Umdenken erforderlich ist. Die Grundversorgung muss gesichert und gestärkt werden. Die finanzielle Ausstattung der Kliniken, auch die der Elisabeth-Klinik braucht Verbesserung. Die wirklichen Leistungsträger sollten doch mehr Anerkennung genießen. Das System der Fallpauschalen muss wieder durch Gesundheitsversorgung und Gesundheitsvorsorge ersetzt werden. Zu konkreten Planungen für die Elisabeth-Klinik in Olsberg kann ich mich jetzt noch nicht äußern. Die Stadt muss aber aus meiner Sicht Planungen und Investitionen, die auch eine Art der Wirtschaftsförderung sind, fest ins Auge fassen. Und wenn die Förderung auf der Agenda steht, dann muss man die Finanzen beschaffen.

Zum Standort der Bigger Grundschule haben wir unsere Meinungsbildung noch nicht abschließen können.
Beim Thema Klimaschutz ist die Windkraft kritisch für die Sauerländer Landschaft. Die Grünen würden sie dennoch gerne weiter ausbauen. Welche Alternativen sieht Die Linke bzw. wie steht Die Linke zur Windkraft? Sprecherin Brigitte Mauthner dazu:

Ja, die Windkraft, oder besser die Windräder sind kritisch für die Sauerländer Landschaft. Der Klimawandel aber erst recht. Die Landschaft des Sauerlands wird sich ändern, bzw. die Landschaft  ändert sich bereits. Es ist nicht nur einfach die Frage ob wir jetzt auf der Spitze des Olsbergs oder auf den Bruchhauser Steinen ein Windrad setzen.

Wir brauchen ein Gesamtkonzept mit den unterschiedlichsten Arten ökologischer Energiegewinnung. Windräder, Wasserkraft, Solarparks, Biogas, alternative Kraftstoffe und nicht zu vergessen dem Potential der Energieeinsparung. In diesen Bereichen sind wir oder waren wir Technologieführer und wir können es noch besser.
Welche Ziele hat Die Linke mit Blick auf den Ortsumbau in Bigge? ----
Die Jugend fehlt in vielen Planungen. Es gibt Angebote für Kinder/Familien/Ältere. Für die Jugend fehlt es aus unserer Sicht – bspw. Dinge wie Bikepark o.ä. Was möchte sich Die Linke hier auf die Fahnen schreiben für die kommenden Jahre? Sprecherin Brigitte Mauthner dazu:


Richtig, die Jugend fehlt häufig in Planungen. Auf Kreisebene setzt sich unser Spitzenkandidat besonders für die Jugend ein. Die Seiten unserer Partei, Facebook und Instagram sind weitere Quellen zur Information. Gerade haben wir auf dem Gierskopper Bürgertreffen mit dem Bürgermeister Herrn Fischer und dem Bürgermeisterkandidaten der SPD Herrn Rosenfeld eine lebhafte Diskussion geführt. Erklärung eines Sauerländer Urgesteins (Renter): Hier war schon immer nix los. Die Olsberger Jugend musste schon zu früheren Zeiten für die richtig coolen Freizeitaktivitäten in die umliegenden Städte fahren.

Die LINKE fordert Streetworker für den HSK. Nicht um Problemkids zu betreuen, sondern um mit der Jugend ins Gespräch zu kommen. Die etablierten Honoratioren wissen nicht was  jugendliche wollen. Der Hinweis auf Schützen- und Sportvereine etc. so toll wie sie sind, reicht leider nicht.

Der Variantenplan von Straßen.NRWZum Dialogprozess „B7n“ gibt Neuigkeiten: Das geplante Landwirtschaftsforum und die nächste Sitzung des Dialogforums für die Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürger verschieben sich um etwa sechs Wochen auf Anfang Oktober. Der Grund ist, dass wichtige Hinweise einer Zufallsbürgerin aus dem ersten Dialogforum zur B7n zurzeit von Straßen.NRW geprüft werden. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) wird um eine Stellungnahme gebeten. Die Aussagen der Umwelt- und Rechtsgutachter beim ersten Dialogforum am Freitag, 14. August 2020, waren eindeutig: Von den bisher betrachteten acht Varianten habe ausgerechnet die Vorzugs-Variante 1 ein massives Arten- und Naturschutzproblem.

Wahlbenachrichtigung 2020 - Muster - Der QR Code ist wegretuschiert. Am Sonntag, 13. September 2020, findet die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen statt. Mittlerweile solltet ihr alle die sogenannte Wahlbenachrichtigung bekommen haben (siehe Muster-Foto), wenn ihr am Wahltag 16 Jahre oder älter seid und die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen EU-Landes habt. Wenn ihr in Olsberg euren Hauptwohnsitz habt, dann könnt ihr den Bürgermeister, den Stadtrat, den Landrat sowie den Kreistag wählen. Mit der Wahlbenachrichtigung könnt ihr am Wahltag in dem angegebenen Wahllokal von 08:00 – 18:00 Uhr eure Stimmen abgeben. Bringt dazu bitte einen gültigen Ausweis mit. Ihr könnt aber auch ganz bequem per Briefwahl wählen.

Eine erste Planskizze des Detailrahmenplans für Bigge.Im Juni hatten wir über den Beginn der Detailrahmenplanung für Bigge berichtet (HIER) und auch Bürgermeister Fischer erwähnte die Planungen in der letzten Videobotschaft (HIER). In unserer Abfrage zu den Wahlprogrammen hat uns die CDU informiert, dass für den 7. September 2020 eine Bürgerversammlung zum Ortsumbau Bigge geplant ist. Diese wird in der Bigger Schützenhalle stattfinden (18 Uhr). Wir werden nochmals informieren, wenn weitere Details bekannt sind.