Auf dem Dorfplatz ist unter anderem eine Sitzgruppe mit aufgemaltem Spielbrett entstanden. Foto: Mario PolzerZufriedene, aber erschöpfte Gesichter bei den Organisatoren und Ehrenamtlichen, begeisterte Gesichter bei den Zuschauern und Gästen: Drei Tage „Kreat-Helma 2.0“ hatten in Helmeringhausen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Jeder hat etwas für sich persönlich und alle gemeinsam etwas für unser Dorf geschaffen“, bilanziert Katharina Alkan, die Vorsitzende der Kolpingsfamilie Helmeringhausen. Den Ort mit Kunst zu verwandeln – das war Untertitel und Ziel der Aktion. Dass dies gelungen ist, davon konnten sich am Sonntag, 26. Mai 2019, die Besucher beim abschließenden Künstlercafé überzeugen. Rund 120 Dorfbewohner und Mitwirkende von außerhalb waren von Donnerstagabend bis Sonntagabend bei „Kreat-Helma 2.0“ aktiv. „Über den gesamten Aktionszeitraum waren mehrere hundert Besucher im Ort“, freut sich Katharina Alkan über die positive Resonanz. Die Idee, generationsübergreifende Angebote zu machen, ist aufgegangen.

Das Orga-Team ist zufrieden mit dem Erfolg von „Kreat-Helma 2.0“ – freut sich aber nach drei anstrengenden Tagen mit wenig Schlag erst einmal auf eine ruhigere Zeit. Foto: Mario PolzerAn den insgesamt 26 Workshops am Freitag und Samstag nahmen Menschen zwischen 2 und 70 Jahren teil. Unter anderem gestalteten sie Blumenkästen aus Holzpaletten, formten Leuchtschalen und Skulpturen aus Beton, sprayten Graffitis auf Holz oder nähten beim Upcycling neue Dinge aus altem Jeansstoff. Die auch über die Aktion hinaus am besten erkennbaren Ergebnisse sind die selbstgebauten Strandkörbe auf dem Dorfplatz, der Schriftzug „Helmeringhausen“ im Hollywood-Stil in der Ortsmitte und eine Sitzgruppe aus Bänken und Tisch, auf dem ein Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spielfeld aufgemalt ist.

Ein Highlight war das Dorfleuchten am Samstag. Mit Einsetzen der Dämmerung tauchte an vielen Stellen im Dorf natürliches und künstliches Licht Gebäude und Flächen in eine besondere Stimmung. Dazu gab es Live-Musik, ein Feuer auf dem Dorfplatz, Cocktails und Essen aus dem Food-Truck. „Sicherlich hat jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein ganz persönliches Highlight“, ist Katharina Alkan überzeugt. „Jeder hat etwas geschaffen, hat seine Talente eingebracht und Spaß dabei gehabt.“

Anstrengend war es natürlich auch: Mehr als zehn Stunden Schlaf dürften es für die Organisatoren zwischen Donnerstag und Sonntag nicht gewesen sein, rechnet die Vorsitzende der Kolpingsfamilie nach. Der Abschluss war das Künstlercafé am Sonntag, bei dem die Besucher alle Kunstwerke bei einem Rundgang durchs Dorf und im Hubertushaus in Augenschein nehmen konnten.

„Kreat-Helma 2.0“ war der Beitrag der Kolpingsfamilie Helmeringhausen zur diesjährigen 72-Stunden-Aktion des BDKJ. Diese hatte zum Ziel, soziale Aktionen im unmittelbaren Umfeld der Teilnehmenden zu verwirklichen. Die Kunstwerke, die von Donnerstag bis Sonntag entstanden sind, sind jetzt im ganzen Dorf zu sehen, vom Ortseingang bis zu neuen Hinweisschildern am Vosspfad. Aus den Fotos, die während der drei Tage gemacht wurden, soll der Dorfkalender 2020 entstehen.

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