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aktuell rathaus250sWer Energie einspart, tut nicht nur seiner Haushaltskasse etwas Gutes, sondern auch der Umwelt: Der ressourcenschonende Umgang mit Strom und Gas ist ein Thema, das aktuell die gesellschaftliche Debatte bestimmt. Die Stadt Olsberg unterstützt ihre Bürgerinnen und Bürger beim Energiesparen – und zwar mit Förderprogrammen, die finanzielle Anreize für Photovoltaik und den Austausch von „Energiefressern“ im Haushalt geben. Wer Förderanträge stellen möchte, hat aktuell noch gute Chancen. „Damit lohnt es sich gleich doppelt, seinen Energieverbrauch zu reduzieren“, unterstreicht Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Durch den Einsatz effizienter Technik lassen sich erhebliche Mengen fossiler Energieträger einsparen.“


Das senkt den Ausstoß des schädlichen „Klimagases“ CO2 – und es entlastet die Bürgerinnen und Bürger angesichts tendenziell steigender Energiepreise auf der Ausgabenseite. Im Frühjahr hatten die Mitglieder des Ausschusses Ordnung und Soziales deshalb einstimmig drei Förderprogramme beschlossen. Zum einen bezuschusst die Stadt Olsberg bei ihren Bürgerinnen und Bürgern den Austausch von veralteten, großen Haushaltsgeräten gegen energiesparsame Geräte mit 100 Euro. Denn insbesondere Elektrogroßgeräte tragen wegen ihrer Funktion - Kühlen oder Heizen - besonders zum Stromverbrauch eines Haushaltes bei.

Wer ein mindestens zehn Jahre altes Haushaltsgerät – zum Beispiel Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen und Wäschetrockner - gegen ein neues Haushaltsgerät auswechselt, das mit dem aktuellen Energielabel in die Effizienz-klasse C (vorher A+++) oder besser eingestuft ist, kann in Olsberg deshalb eine Unterstützung beantragen. Ausnahme: Für Wäschetrockner ist die Effizienzklasse A+++ Voraussetzung für die Förderung. Ebenso unterstützt die Stadt Olsberg bei ihren Bürgerinnen und Bürgern sowohl den Bau privater Photovoltaik-Anlagen wie auch Mini-Solaranlagen für Balkone – so genannte „Balkonkraftwerke“.

Konkret werden „Balkonkraftwerke“ mit einmalig 200 Euro gefördert, private Photovoltaik-Anlagen mit 500 Euro. Das „Balkonkraftwerk“ ist eigentlich eine Mini-Solaranlage. Sie besteht aus nur einem oder wenigen Solarmodulen und wird über spezielle Steckverbindungen an den Haushaltsstromkreis angeschlossen. Zwischen 10 und 30 Prozent des Strombedarfs im Haushalt können mit solch einem „Balkonkraftwerk“ gedeckt werden. Besonders wichtig: „Auch Mieterinnen und Mieter können ein Balkonkraftwerk nutzen, um auf diese Weise von erneuerbaren Energien zu profitieren, erläutert Elmar Trippe von der Stadt Olsberg. Denn bis zu einer Leistung von 600 Watt benötigt man für „Balkonkraftwerke“ keine Genehmigung von Bundesnetzagentur oder Netzbetreiber – und auch Installation und Inbetriebnahme können ohne Fachkraft vorgenommen werden.

Gefördert werden zudem private Photovoltaik-Anlagen, die auf dem Dach installiert werden. Hier gibt es einen Zuschuss von 500 Euro pro Anlage mit einer Leistung von von mindestens 5 kWp und max. 15 kWp, die auf privaten Gebäuden installiert werden. Solche Anlagen seien in der Lage, „Energie für einen Vier- bis Fünf-Personen-Haushalt sowie zwei Elektroautos zu erzeugen“, so Elmar Trippe. Seit dem Frühsommer werden die Förderprogramme gut angenommen, betont Elmar Trippe: Mehr als 130 Anträge wurden von den Bürgerinnen und Bürgern bislang gestellt und von der Stadtverwaltung bewilligt.

Bereits mehr als 130 Anträge gestellt

Die Mittel, die im städtischen Haushalt bereitstehen, lassen für das Jahr 2022 insgesamt 250 Förderungen zu. „Wer also noch einen ,Stromfresser‘ im eigenen Haushalt loswerden möchte oder selbst Energie mit der Kraft der Sonne erzeugen möchte, hat in Olsberg gute Möglichkeiten für eine Förderung“, so Elmar Trippe. Ganz wichtig: Förderanträge müssen unbedingt vor dem Kauf und der Inbetriebnahme entsprechender Geräte gestellt werden; Photovoltaik-Anlagen müssen den aktuell geltenden Richtlinien entsprechen.

Weitere Informationen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger unter www.olsberg.de auf der Homepage der Stadt Olsberg. Bürgermeister Wolfgang Fischer würdigt die Förderprogramme: „Zum einen profitieren davon unsere Bürgerinnen und Bürger – ganz besonders profitiert aber die Umwelt, wenn auch auf lokaler Ebene nachhaltig Energie erzeugt oder eben auch eingespart wird.“