Bigge onLine

Buntes Wasserschloss oberhalb von Olsberg: (v.li.) Bürgermeister Wolfgang Fischer mit den Künstlern Leif-Eric Möller und Lisa Weber. Foto: Stadt Olsberg

Zwei riesige Füße treten durch eine Wasserlandschaft. Und bei näherem Hinsehen finden sich im Blau jede Menge Elemente aus der Videospiel-Reihe „Super Mario“. Zu entdecken gibt es reichlich: Schließlich ist die Fläche hoch über Olsberg, die jetzt bunt gestaltet worden ist, rund 140 Quadratmeter groß. Die Stadtwerke Mainz haben dem „Wasserschloss“ zwischen Olsberg und Steinhelle ein neues, spektakuläres Äußeres verpasst. Das „Wasserschloss“ ist eigentlich ein Speicherbauwerk: Hier wird Wasser gespeichert, mit dem dann im Wasserkraftwerk Steinhelle I Energie erzeugt ist. Immer wieder wurde das versteckt im Wald gelegene Gebäude mit Graffitis „verunziert“. „Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass die Stadtwerke Mainz als Eigentümer mit der Idee auf uns zugekommen sind, die Gebäudefassade zu gestalten“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Fischer. Eine Woche lang haben Künstler Leif-Eric Möller, auf Instagram bekannt als @leif.lines, und Lisa Weber von den Stadtwerken Mainz, der „Schlossfassade“ ein neues Aussehen verpasst.

In Olsberg wurden jetzt die Arbeiten zum Kneipperlebnispark abgeschlossen. Natürlich ist hier und da der Rasen noch nicht komplett nachgewachsen, aber dennoch bot sich schon ein schönes Bild. Wir haben uns also einige Stellen angeschaut und ein kleines Video für euch zusammengestellt. Ihr seht den Kurpark Dr. Grüne, den Kurpark bei der Konzerthalle, den Generationenpark und etwas aus der Ruhraue in Bigge:

Das Hauptgebäude des Josefsheims in Bigge. Foto: bigge-onlineDas Josefsheim Bigge ist Heimat und Arbeitsplatz für weit mehr als 850 Menschen, die hier auf dem Campus unter einem Dach Hand in Hand in den Betrieben der Bigger Werkstätten zusammen arbeiten, am Berufsbildungswerk mehr als 30 Berufe von der Agrarwirtschaft über Metallbau und Mediengestalter bis zum Fachwirt für Bürokommunikation erlernen oder in den Wohnbereichen für Menschen mit Behinderung leben und hierbei von Mitarbeitern im Alltag unterstützt werden. Die letzten Wochen ganz im Zeichen der Corona-Schutzmaßnahmen haben auch hier Veränderungen und Situationen herbeigeführt, die es so noch nie gab. Abstand als Zeichen von Fürsorge, strenge Hygieneregeln zum Schutz der Menschen in Risikogruppen und vor allem der Wegfall von Tagesstrukturen erfordern seitdem ein mehr an pädagogischer Begleitung, als die Beschäftigten, Mitarbeiter und Bewohner im Josefsheim Bigge und im Josefshaus in Lipperode bisher gewohnt waren.

Professionelles Kameraequipment war im Einsatz. Foto: PK MediaCorona hat das Leben in den letzten Wochen stark eingeschränkt. Wir hatten das zum Anlass genommen, unsere Online-Angebote auszubauen. Erstmals haben wir beispielsweise Videobotschaften aufgenommen. Auch sonst haben wir euch viel mehr Inhalte bereitgestellt. Seit dem Auftreten der ersten Corona-Infektion im HSK haben wir so viele Beiträge gebracht, wie sonst in vier Monaten! Auch bei Facebook und Instagram haben wir die Frequenz hochgefahren, um regelmäßig zu informieren und euch unterhaltsame Inhalte zu bieten. Über die Videobotschaften mit Pfarrer Richard Steilmann war dann auch die Idee geboren, mal etwas mehr auf eure PCs, Smartphones oder Tablets zu bringen. Somit hatten wir uns erste Gedanken über Live-Streams gemacht und eine Streaming-Kamera bestellt. Doch hier bremste Corona: Webcams waren nur mit langen Lieferzeiten zu beschaffen und so stockte das Projekt. Aber man muss auch mal Glück haben:

Im Jahr 1909 erhielt das Bigger Schiffchen seine Schankerlaubnis. Foto: Gasthof CanisiusAm heutigen "Tag der freien Stühle" an dem die Gastronomen auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen, jährt sich übrigens auch ein Ereignis des altehrwürden Bigger Gasthofs Canisius, besser bekannt als das "Schiffchen". Vor genau 111 Jahren am 24. April 1909 erhielt Franz Canisius die Schankerlaubnis. Und sie ist auch heute noch gültig. Hoffen wir, dass wir schon bald alle mal wieder auf ein Bierchen in unseren Lieblingskneipen vorbeischauen dürfen. Das Gebäude selbst wurde übrigens im Jahr 1717 errichtet.

Jeden Abend läuten seit Freitag in den katholischen Kirchen von Bigge und Olsberg sowie in der evangelischen Kirche in Olsberg die Glocken. Damit wird den vielen Menschen weltweit gedacht, die in der Corona-Krise helfen, durch ihre Arbeit andere unterstützen. Denen, die in Not und Sorge sind, soll es ein Zeichen von Hoffnung und Zuversicht sein: