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Wir berichten für euch aus der Ausschusssitzung vom 9. März 2021. Foto: bigge-onlineIn der Sitzung des Rats-Ausschusses „Bildung, Sport, Freizeit“ am 8. März 2021 wurde durch Elisabeth Nieder, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters und Leiterin des Fachbereichs 1, über den aktuellen Stand zur Situation von Grundschule und Elisabeth-Klinik berichtet. Die Elisabeth-Klinik möchte die Bildungswerkstatt zu den Sommerferien 2021 übernehmen und mit dem Abriss beginnen. Ende Februar wurde seitens der Stadt ein Gespräch mit der Schulleitung geführt, denn in der Bildungswerkstatt befinden sich derzeit die Räume der Betreuung ("8 bis 13 Uhr") und diese müssten nach den Sommerferien gegebenenfalls in derzeit anderweitig genutzte Räumlichkeiten der Schule verlegt werden. Alternativ könnten die Räume des ehemaligen Kindergartens „Sonnenschein“ genutzt werden, wie sich in Gesprächen mit der Josefsgesellschaft ergeben habe.


Die Lösung in der KiTa wäre auch Wunsch der Schulleitung. Am 3. März 2021 fand zudem ein Gespräch zwischen Bürgermeister Wolfgang Fischer und der Geschäftsführung der Josefsgesellschaft mit Besichtigung der KiTa statt. Hierbei wurde festgestellt, dass die Räumlichkeiten für die 8-bis-13-Uhr-Betreuung gut zu nutzen seien und man ggf. auch mehr Fläche zur Verfügung hätte als heute. Toilettenanlagen wären vorhanden und baulich müssten keine größeren Maßnahmen getroffen werden, so Elisabeth Nieder, es sei alles in einem „Top-Zustand“.

Der Förderverein, der die Betreuung anbietet, könne sich diese Variante ebenfalls vorstellen. Der Wunsch der Eltern, auch die Verkehrssicherheit beim Überqueren der Straße sicherzustellen, könnte gewährleistet werden, wenn - bei steigenden Anmeldezahlen - eine weitere Betreuungskraft eingestellt würde, so Ausschussmitglied Jeanette Friedrich (CDU): „Sie könnte die Kinder begleiten.“ Die Räume der ehem. KiTa Sonnenschein wären "eine erhebliche Verbesserung zur jetzigen Bildungswerkstatt", so Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Neues Architekturbüro muss gefunden werden

Zum zukünftigen baulichen Konzept der Grundschule konnte aktuell keine Auskunft gegeben werden. Das ursprünglich angefragte Architekturbüro hatte kürzlich aufgrund der aktuellen Auftragslage abgesagt. Es gab erste Gespräche mit einem weiteren Büro, wie Elisabeth Nieder mitteilte. Erste Ergebnisse könnte man sich in einem halben Jahr vorstellen. Uta Weigand von den Grünen hakte nach, ob denn mit den Räumen für die Betreuung dann alles bezüglich der Planungen erledigt sei. Vom pädagogischen und dem Raum-Konzept würde man nichts mehr hören. Die Allgemeine Vertreterin erläuterte, dass an dem pädagogischen Konzept gearbeitet würde bzw. es verabschiedet sei. Das Raumkonzept stünde modulhaft fest. Dieses müsste noch in Zusammenarbeit von Architektenbüro und dem Beratungsbüro "Schulhorizonte" erarbeitet werden. Das könne, wie zuvor genannt, etwa ein halbes Jahr dauern .

KiTa bietet auch Flächen für Klassenräume während der Bauphase

Bürgermeister Wolfgang Fischer wies darauf hin, dass der komplette Bereich der ehemaligen KiTa genutzt werden könnte. Es gäbe dadurch weitere Fläche, die in der Bauphase beispielsweise auch als Klassenräume genutzt werden könnten, wenn Umbaumaßnahmen außerhalb der Ferien stattfinden und den Unterrichtsbetrieb stören würden. Dann bräuchte man keine Containerlösung. 

Bürgermeister kritisiert Bigge AKtiv scharf

Schließlich ging Bürgermeister Fischer auf aktuelle Facebook-Posts der Bürgerinitiative "Bigge Aktiv" ein. Diese seien teilweise fragwürdig, unverschämt und nicht zutreffend. Im Schuljahr 2025/26 wäre man mit prognostizierten 42 Kindern im Eingangsschuljahr (die gesamte prognostizierte Schülerzahl liegt dann bei ca. 200, Anm. der Redaktion) weiterhin nur bei einer Zweizügigkeit und das Grundstück Asshauer sei nicht im Schnellverfahren umgewandelt worden, sondern das Verfahren zöge sich schon seit zweieinhalb Jahren, erläuterte Wolfgang Fischer nachdrücklich. Auch sei die Bildungswerkstatt baulich nicht für das Raumkonzept geeignet. Die Posts würden der Realität nicht entsprechen. Mit Schulleitung, Elternvertretern und dem Sozialwerk Sauerland (Träger der OGS) sei man in konstruktiven Gesprächen. "Bigge AKtiv sehe ich nicht mehr als Gesprächspartner", so der Bürgermeister.

Die Bürgerinitiative hatte im Rahmen der Ausschusssitzung keine Möglichkeit, auf die Vorwürfe einzugehen und ihren Standpunkt zu erläutern. Im Nachlauf konnten wir kurz mit der Bürgerinitiative sprechen. Die Vertreter unterstrichen, dass es ihnen um eine langfristige Zukunftsperspektive für die Grundschule ginge, die aus ihrer Sicht auf Basis der aktuellen Planungen dann über keine zusätzlichen Flächen bzw. Erweiterungsmöglichkeiten mehr verfügen würde - unabhängig davon, ob man diese später für eine Dreizügigkeit oder anderweitige Auflagen o.ä. benötigen würde. So solle man sich nach dem Abriss der Bildungswerkstatt doch mögliche Alternativen offen halten.

Wir hatten die Posts bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung zum Anlass genommen, die Ratsfraktionen um ihre Meinungen zu den Kritikpunkten und Forderungen der Bürgerinitiative zu bitten. Wir hoffen hier auf Rückmeldung im Laufe der Woche und würden, sobald die Antworten eingegangen sind, näher darauf eingehen und auch Stimmen der Initiative einholen. Hier die Posts der Bürgerinitiative "Bigge AKtiv" zur Information (Quelle: Facebook):

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