Bigge onLine

Ratssitzung am 18. März 2021. Foto: bigge-onlineAm Donnerstag, 18. März 2021, haben wir auch die Ratssitzung besucht. Nicht beiwohnen konnten wir allerdings einer wichtigen Entscheidung: Dem Beschluss des Verkaufs der Bildungswerkstatt - bzw. genauer gesagt von ca. 550 Quadratmetern des Schulgeländes, auf dem sich auch die Bildungswerkstatt befindet - an die Elisabeth-Klinik. Diesen Beschluss hat der Stadtrat gestern in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig getroffen. Nach knapp 15 Monaten intensiver Diskussion gibt es nun kein "Zurück": Voraussichtlich während der Sommerferien soll dann die Bildungswerkstatt abgerissen werden. Die „8-bis-13-Uhr-Betreuung“ wird dann übergangsweise in den ehemaligen Kindergarten „Sonnenschein“ verlegt.


Über alle Details zum Thema „Grundschule“ haben wir euch in den letzten gut 15 Monaten jederzeit auf dem Laufenden gehalten und ihr könnt alles in unserer umfangreichen Zusammenfassung nachlesen.

Diese Zusammenfassung wurde zuvor im öffentlichen Teil der Sitzung auch von Knut Finkel in seinem Statement für die CDU-Fraktion für eine umfassende Information empfohlen und auch von Bürgermeister Wolfgang Fischer gab es in der Versammlung ein „großes Lob an bigge-online für die neutrale Aufarbeitung“. Das hat uns natürlich sehr gefreut, denn wir haben viele Stunden ehrenamtliche Arbeit in unsere Berichterstattung zu diesem Thema gesteckt. Dabei hatten wir Wert darauf gelegt, das Thema von allen Seiten zu beleuchten.

"Dank an Bigge AKtiv"

Nach den Sommerferien Geschichte: Die Bildungswerkstatt wird voraussichtlich während der Ferien abgerissen. Dann startet die Elisabeth-Klinik Bigge ihren Erweiterungsbau, in dem dann auch 260qm Räumlichkeiten für die Grundschule entstehen werden. Foto: bigge-onlineWeiter führte Knut Finkel aus, dass man sich die Entscheidung eben nicht einfach gemacht habe und nahm noch einmal Stellung zu den verschiedenen Forderungen und Anmerkungen von „Bigge AKtiv“. Darauf wollen wir an dieser Stelle nicht mehr näher eingehen, denn wir denken, dass in unserem Bericht auf so ziemlich alles eingegangen wurde. Erwähnenswert ist allerdings, dass Finkel in seinen Ausführungen auch einen Dank an „Bigge AKtiv“ richtete „für das bürgerschaftliche Engagement und die Belebung der Diskussion“. Diese Bürgerbeteiligung sei „lehrbuchhaft für demokratische Verfahren“ gewesen. Die gefundene Lösung für die Schule sei positiv und die schulische und soziale Infrastruktur würden langfristig gesichert: „Wir planen hier den großen Wurf.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Rudolf Przygoda stimmte den Ausführungen von Knut Finkel zu und ergänzte, man müsse sich an den tatsächlichen Zahlen ausrichten. Eine Dreizügigkeit der Martinus-Grundschule sei absehbar nicht zu erreichen. Sollte sich zukünftig etwas anderes ergeben, so müsste man dann entsprechende Lösungen suchen. Peter Bergmann (Bündnis 90 / Die Grünen) begrüßte, dass auch für den Heimatbund und die HSK-Musikschule als weitere Nutzer der Bildungswerkstatt Lösungen gefunden worden seien: „Es ist hoffentlich für alle Beteiligten eine tragbare Lösung.“

Jeanette Friedrich von der CDU wies noch darauf hin, dass es wichtig sei, nun einen Mietvertrag mit der JG zu schließen, damit der Förderverein der Betreuung entsprechend planen könne. Franz-Josef Weigand fragte, ob der Platz im Kindergarten „Sonnenschein“ auch noch für die OGS zusätzlich genutzt werden könne. Bürgermeister Fischer merkte dazu an, dass das Sozialwerk als Träger auch entsprechend Personal benötigen würde, „aber wenn benötigt, haben wir die Zusage für den gesamten Kindergartenbereich“.

Parallel zum Verkauf der Bildungswerkstatt hat sich die Stadt Olsberg auf den Weg gemacht, das Schulgebäude für Unterricht und Betreuung "nach modernen pädagogischen Aspekten umzugestalten". Es wurde nun „ein erfahrenes Architekturbüro damit beauftragt, für die Martinus-Grundschule – inklusive Schulhof sowie die Flächen im neu zu bauenden Trakt der Elisabeth-Klinik - ein Raumkonzept zu erarbeiten, das auf den Vorschlägen des Büros „Schulhorizonte“ basiert“. Voraussichtlich noch bis zur Sommerpause, so Wolfgang Fischer, sollen den politischen Gremien mehrere Varianten für einen entsprechenden Umbau des Schulgebäudes vorgestellt werden. Für die Elisabeth-Klinik ist nun der Weg frei für den Bau eines dritten OPs sowie die damit anschließend geplante Modernisierung der zwei bestehenden OP-Räume.