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Die Feuerwehren im Stadtgebiet Olsberg sollen zukunftsfähig aufgestellt bleiben. Foto: bigge-onlineIn der Stadtratssitzung, die wir für euch am 20. Mai 2021 besucht hatten, stand auch die Neufassung des Brandschutzbedarfsplans von 2021 – 2026 auf der Tagesordnung. Unter der Leitung eines externen Fachbüros wurde ein Brandschutzbedarfsplan entwickelt. „Wir sind im Bereich des Brandschutzes sehr, sehr gut aufgestellt - und wir müssen dafür sorgen, dass das auch in der Zukunft so bleibt“, stellte Bürgermeister Wolfgang Fischer fest. Der Entwurf des Plans bestätigt, dass die Feuerwehr in der Stadt Olsberg leistungsfähig aufgestellt ist. Allerdings wird für die Zukunft ein erheblicher Handlungsbedarf im Bereich der Gebäudeinfrastruktur gesehen.


So seien die Gebäude zum Teil nicht für die größer werdenden Fahrzeuge ausgelegt, worauf Jeannette Friedrich (CDU) hinwies. Daher sei der Plan sei zwingend notwendig: „Nur wer ein ausgearbeitetes Konzept vorliegen hat, kann dann auch Fördergelder beantragen.“ Es müsse allen klar sein, dass ohne Fördergelder eine „Umsetzung der notwendigen Um- und Neubauten und Beschaffungen kaum möglich“ sein werde.

Löschgruppen werden einbezogen

Wir waren für euch in der Ratssitzung am 20. Mai 2021. Foto: bigge-onlineDas Konzept regt auch ein nachhaltiges Fahrzeugkonzept an, sowie Überlegungen zu Standortzusammenlegungen. Kritisch sah die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen, dass es bei Standortzusammenlegungen zu Austritten kommen könnte. Die Zusammenlegung von Löschgruppen, sei nicht das Ziel, so Bürgermeister Wolfgang Fischer, der betonte, dass die Meinung der Feuerwehrleute „sehr, sehr wichtig“ sei. Deren Einbindung sei unverzichtbar: „Ohne Mitwirkung des Löschgruppen vor Ort wird das nicht umzusetzen sein.“ Sein Versprechen: „Wir werden nicht über die Köpfe der Löschgruppen hinweg entscheiden.“ Voraussetzung bei allen Maßnahmen sei: „Die Löschgruppen bleiben eigenständig.“ Auch wenn vielleicht zwei Löschgruppen unter einem Dach untergebracht würden, könne es nicht das Ziel sein, Löschgruppen zusammenzulegen. Voraussetzung für eventuelle bauliche Veränderungen sei „ein einheitliches Meinungsbild der betroffenen Einheiten.“

Der Rat beschloss die Neufassung des Bedarfsplanes einstimmig und beauftragte die Verwaltung, Arbeitsgruppen für die Verbesserung der baulichen Situation der Feuerwehrhäuser und die Erarbeitung eines detaillierten zeitlichen Fahrzeugkonzepts zu bilden. Die betroffenen Feuerwehreinheiten sollen bei allen Entscheidungen mit einbezogen werden. Darin waren sich die Ratsmitglieder einig. SPD-Fraktionsvorsitzender Rudolf Przygoda unterstrich, schon aus „Respekt vor den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten“ könne man hinsichtlich der baulichen Maßnahmen keine Beschlüsse fassen, bei denen nicht die zuständigen Löschgruppen einbezogen würden. Claudia Weigand, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, stieß ins selbe Horn: Der Weg führe nur über den „Konsens mit den Löschgruppen vor Ort

„Die Arbeit geht jetzt erst richtig los“, so Bürgermeister Fischer, der sich über den einstimmigen Beschluss freute.