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Die Fahrzeughalle in der Ramecke ist zu klein. Foto: Feuerwehr Olsberg

Das Urteil des Gutachters ist eindeutig: Der derzeitige Standort des Feuerwehrgerätehaus in der Ramecke in Bigge ist zu klein, die Liste der Defizite zu lang, fasste Architekt Frank Reuter von der Firma LÜLF zusammen. Der Ausschuss Bauen und Planung der Stadt Olsberg beschloss darum einstimmig, die Verwaltung mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück zu beauftragen. 4.500 Quadratmeter seien erforderlich, so Reuter.


Defizite sind zahlreich

Das jetzige Grundstück umfasst nur 3.200 Quadratmeter. Defizite bestehen unabhängig von dem Feuer, das das Gebäude und Fahrzeuge erhebliche beschädigte. Einige Beispiele aus der Liste der Mängel: Die Stellplätze in der Fahrzeughalle sind nicht mehr ausreichend. Die Tore sind zu niedrig. Es gibt keine getrennten Umkleiden für Männer und Frauen. Die Absauganlage für die Dieselemissionen ist nicht ausreichend. Es gibt deutlich zu wenig Parkplätze für die Einsatzkräfte – derzeit sind es 14, nötig wären 40. Dafür ist aber auf dem Gelände kein Platz.

Nach dem verheerenden Brand im September 2021 ist das Feuerwehrgerätehaus des Löschzugs Bigge-Olsberg teilweise saniert und auch nutzbar. Das berge den Vorteil, dass das Gebäude bis zur Fertigstellung eines neuen Standorts weiterhin genutzt werden könne, so der Gutachter. Die weitere Sanierung werde daher vorerst auf Eis gelegt, erklärte Fachbereichsleiter Hubertus Schulte: „Wir warten erst einmal ab, wie sich das hier entwickelt.“

Sanierung liegt auf Eis: "Wir warten erst einmal ab"

Bürgermeister Wolfgang Fischer betonte, durch den Brand hätten sich die Prioritäten, die im Brandschutzbedarfsplan 2021 gesetzt worden seien, verschoben. Er versicherte, trotz der Standortsuche für den Löschzug Bigge-Olsberg werde man die Stadtteile und ihre zum Teil sanierungsbedürftigen Feuerwehrgerätehäuser nicht vergessen: „Daran arbeiten wir weiter.“

Aus „feuerwehrtaktischer Sicht“ sei der bisherige Standort nach der Zusammenlegung der beiden Feuerwehren von Bigge und Olsberg der beste gewesen. Doch für die Zukunft sei das Gebäude schlicht zu klein. Im Ausschuss Bauen und Planen ging es darum, dass die Verwaltung nach einem geeigneten Grundstück für einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses suchen soll. „Es geht nicht darum, zu kaufen oder zu bauen“, betonte Bürgermeister Fischer. Für die Grundstück-Suche sprach sich der Ausschuss einstimmig aus.