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Schon seit ein paar Jahren - u.a. im Rahmen des IKEK-Prozesses - fordern Jugendliche im Stadtgebiet, dass mehr für sie getan wird. Dabei geht es ihnen weniger um parteipolitisches Engagement. Hier geht es ihnen um konkrete Themen und Projekte unabhängig von Parteien und Politik. "Wie können Kinder und Jugendliche stärker an der Weiterentwicklung der Stadt Olsberg beteiligt werden?" Über diese Frage wollen nun die Ratsfraktionen beraten und Vorschläge prüfen. Das hat einstimmig der Ausschuss Ordnung und Soziales beschlossen. Die zentrale Frage formuliert Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Wie geben wir Jugendlichen ein Sprachrohr?“


Wenn Kinder und Jugendliche bei Entscheidungen, die sie und ihr Umfeld betreffen, mitreden und mitgestalten, dann ist das ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung von demokratischen Strukturen in einer Kommune.

Allerdings braucht es dafür die entsprechenden Beteiligungmodelle. Der Ausschuss "Planen und Bauen" hatte bereits beschlossen, mit Blick auf den geplanten Bau eines Bikeparks die so genannte „frühzeitige Bürgerbeteiligung“ zur – notwendigen – Änderung des Flächennutzungsplans unter besonderer Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Der Termin dazu soll nun am 18. Juni stattfinden – einem Samstag, um damit speziell auch jungen Menschen eine Teilnahme möglich zu machen. Eine separate Information dazu wird noch folgen.

Ebenfalls hat die Stadtverwaltung Kontakt mit der Kleinen offenen Tür (KOT) in Olsberg aufgenommen, um über eine stärkere Einbindung von Kindern und Jugendlichen zu sprechen. „Corona hat der Jugendarbeit schon weh getan“, so Marco Sudbrak, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, öffentliche Ordnung, Soziales. Allerdings: Mittlerweile werden die Angebote besonders von jungen Menschen im Alter von 10 bis 15 Jahren wieder gut angenommen. Dabei pflegt die KOT auch eine gute Zusammenarbeit mit der Sekundarschule.

„Wie kann es uns gelingen, alle mitzunehmen?“

Jan Schott, pädagogischer Mitarbeiter der KOT, habe der Stadt Olsberg seine Unterstützung angeboten. „Wie kann es uns gelingen, alle mitzunehmen?“, fragte Bürgermeister Fischer – vor allem auch Jugendliche, die nicht in den zahlreichen Angeboten der verbandlichen Jugendarbeit im Stadtgebiet aktiv sind. Wolfgang Fischer begrüßte eine mögliche Zusammenarbeit und schlug zudem ein Gespräch mit der Südwestfalen-Agentur vor, die derzeit das Jugendbeteiligungsprojekt UTOPiA durchführen.

Dabei könne es vor allem um die Art eines Forums gehen, das man den Jugendlichen anbieten wolle. Besonders wichtig dabei: „Wir müssen an die Themen ran!“ Eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen werde vor allem dann funktionieren, wenn es um konkrete Fragen aus dem Lebensumfeld gehe – „eben um die täglichen Dinge in der Stadt Olsberg.“ Wer sich in allgemeiner Form politisch engagieren wolle, finde dazu andere Möglichkeiten – zum Beispiel die Jugendorganisationen der Parteien.

Jugendorganisationen der Parteien

CDU-Ausschussvorsitzende Jeannette Friedrich regte an, auf der städtischen Homepage eine Beteiligungsplattform einzurichten, um dort Vorschläge und Ideen der jungen Men-schen zu sammeln. Mit der verstärkten Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planungen zum Bike-Park sei „ein Anfang gemacht“. Nun gehe es um Ideen und Vorschläge, die in den Fraktionen erarbeitet werden sollen. Gleichzeitig gebe es spürbaren Handlungsbedarf, so Bürgermeister Fischer: „Es ist ein Thema, mit dem wir uns dringend be-schäftigen müssen.“