Bigge onLine

Stadtverbandsvorsitzende Hiltrud Schmidt, Bürgermeister Wolfgang Fischer und seine Frau Elke Menke. Foto: CDUIn der Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl am 13. Februar 2020 wählten die Olsberger CDU-Mitglieder Bürgermeister Wolfgang Fischer als Bürgermeisterkandidat für die diesjährige Kommunalwahl. Mit 98% bestärkten die Mitglieder seine erneute Kandidatur für das Amt in der Wahlperiode von 2020 bis 2025. Die Stadtverbandsvorsitzende Hiltrud Schmidt freute sich, dass Wolfgang Fischer Bürgermeister bleiben will. Dass sich Olsberg so gut entwickelt habe, sei vor allem seinem großen Engagement und seiner Tatkraft zu verdanken. Darüber hinaus hob sie die gute Zusammenarbeit in Olsberg von Stadtverband, Fraktion und Bürgermeister hervor. Das sei nicht selbstverständlich.

Die erfolgreiche Bewerbergruppe sieht in ihrem Konzept – hier eine Visualisierung - für das Baufeld sowohl betreutes Wohnen für Senioren, Wohngruppen mit Pflegeeinrichtungen als auch eine Tagespflege vor. Foto: Feddersen ArchitektenEinen wichtigen Schritt hat der Olsberger Stadtrat in Richtung Grundstücks-Revitalisierung des früheren Olsberger Krankenhauses getan: Das Vergabeverfahren zum Bereich „Gesundheit und Soziales – eine neue Mitte im Quartier“ ist abgeschlossen. Einstimmig hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, mit einer Bewerbergruppe in weitere Verhandlungen einzutreten. In dem Verfahren sollten potenzielle Vorhabenträger ihre Konzepte und Ideen für das rund 5.100 Quadratmeter große Baufeld „Gesundheit & Soziales“, das gleichzeitig den Kernbereich des rund 10.800 Quadratmeter großen Gesamtgrundstücks bildet, entwickeln. Zwei Bewerbergruppen haben seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres im Dialog mit der Stadtverwaltung ihre Ideen für das Areal entwickelt und schrittweise verfeinert. Gemeinsam mit dem Architekten Markus Lampe vom Planungsbüro WoltersPartner hat schließlich eine zehnköpfige Auswahlkommission die Vorschläge untersucht und anhand einer Matrix mit 15 Auswahlkriterien bewertet.

Der Bereich um Grundschule und Klinik. Foto: bigge-online

Vor der Entscheidung über einen – möglichen – Verkauf einer Teilfläche des Grundstücks, auf dem sich auch die Bigger St.-Martinus-Grundschule befindet, zur Erweiterung der benachbarten Elisabeth-Klinik will der Rat der Stadt Olsberg zunächst eine Einschätzung aller beteiligten Seiten einholen. Diese Entscheidung trafen die Ratsmitglieder jetzt einstimmig in nicht-öffentlicher Sitzung in der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums am 6. Februar 2020. Hintergrund: Die Elisabeth-Klinik möchte den – für den eigentlichen Unterricht nicht genutzten – Altbau des Gebäudes erwerben, um an dieser Stelle neue Operationssäle zu errichten. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses hatte Bürgermeister Wolfgang Fischer im Einvernehmen mit den Ratsfraktionen zunächst eine Übersicht über die Raumsituation gegeben. Klar wurde dabei, dass der eigentliche Schulbetrieb der derzeit zweizügigen Grundschule von den Plänen nicht betroffen würde – Wolfgang Fischer: „Für die Klinik muss kein Quadratmeter Schule weichen.“

Die Klinik aus Sicht des ehemaligen Hauses Meschede. Foto: bigge-online

Der vollbesetzte Ratssaal machte deutlich, wie groß das Interesse an der Entwicklung der Bigger Elisabeth-Klinik ist: am 4. Februar 2020 stellte deren Geschäftsführer Frank Leber  in einer Bürgerversammlung einen Rückblick als auch einen Ausblick zahlreichen Interessierten vor. Für die Elisabeth-Klinik, seit vielen Jahren gewachsen, zeigte Leber deutliches Wachstum auf: entgegen den Trends vieler Krankenhäuser in der Nachbarschaft zeigt die Kurve stets nach oben: so wuchs die Mitarbeiterzahl seit dem Jahr 2000 um 97%, der Umsatz gar um 213%. Überwiegend aus dem HSK und auch aus dem benachbarten Hessen kommen die Patienten, um sich hier behandeln zu lassen. Seit 2004 stellt die Klinik auch den Notarzt – eine Situation, die übrigens für die “Notfallteams” in Olsberg Vertrauen und Zuverlässigkeit bedeutet, so Leber. Die Situation bei den Operationssälen ist nicht ganz so schön: Zwei Säle sind nach 30 Jahren sanierungsbedürftig, auch die Umkleiden entsprechen nicht mehr dem aktuellen Standard. Eine Sanierung, welche etwa ein halbes Jahr benötigt, würde Engpässe in der Versorgung bedeuten.

logo stadt 2017 350Nach einem finanziell extrem schwierigen Jahr nimmt die Stadt Olsberg erneut Kurs auf das Ziel, künftig wieder dauerhaft ausgeglichene Haushalte vorzulegen: Mit breiter Mehrheit verabschiedete der Stadtrat jetzt den städtischen Etat für das Jahr 2020. Im Ergebnisplan verbleibt ein Überschuss von knapp 230.000 Euro. Ein positives Ergebnis, wenn auch „noch bescheiden“, so das Fazit von CDU-Fraktionschef Burkhard Stehling. Weitere Impulse für die heimische Wirtschaft erhofft er sich von einer Neustrukturierung der kommunalen Wirtschaftsförderung - Burkhard Stehling begrüßte, dass hier 35.000 Euro bereitstehen sollen, um ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Den Bau des Kneipp-Erlebnisparks bewertet der CDU-Fraktionsvorsitzende - ebenso wie das Engagement für das AquaOlsberg - als richtig und sinnvoll: Die finanziellen Mittel in diesem Bereich müssten nun zu einem „spürbaren Mehrwert für Olsberg“ führen.