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„Wenn wir ein Planwerk verabschieden, sollte es rechtssicher sein“, brachte es Jean-Philippe Franke, Vorsitzender des Ausschusses Planen und Bauen, auf den Punkt. Bei einer Gegenstimme sprach sich das Gremium jetzt dafür aus, das Verfahren zur Neuaufstellung eines sachlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ für das Stadtgebiet zunächst ruhen zu lassen. Hintergrund: Sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene sind zahlreiche rechtliche Vorgaben in Sachen Windenergie aktuell „im Fluss“. Deshalb hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, das städtische Planverfahren erst dann weiterzuführen, wenn die Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene soweit fortgeschritten sind, dass die nötige Rechtssicherheit gegeben ist.

Muster eines Stimmzettels zur Wahl des Stadtrats 2020.Am 13. September 2020 finden in NRW die Kommunalwahlen statt. In der Stadt Olsberg werden der Bürgermeister, der Landrat, der Stadtrat und der Kreistag gewählt. Per Briefwahl ist die Stimmabgabe bereits möglich. Wir möchten euch nun die Parteien für die Stadtratswahl in Olsberg vorstellen. Dabei könnt ihr hier die jeweiligen Wahlprogramme in Kurzform nachlesen. Zudem haben wir einige spezifische Bigger Fragen gestellt, bspw. zur Situation von Elisabeth-Klinik und Grundschule und dem Programm für die Jugend. Weiterhin haben wir die Direktkandidaten aufgelistet. Zu den einzelnen Seiten geht es über diese Links:

CDU SPD Grüne FDP Die Linke

Partei: Freie Demokratische Partei (FDP)
Stadtverbandsvorsitzender: Dominik Stahl
Kandidaten Direktmandat
Kandidat Bigge I Wagner, Melissa, 30
Systemengineer
Kandidat Bigge II Müller, Christian
Landgerichtspräsident a.D.Christian Müller, FDP-Kandidat, Bigge II. Foto: FDP Olsberg
Kandidat Bigge III Stahl, Dominik, 28
IT-ProjektmanagerDominik Stahl, FDP-Kandidat, Bigge III. Foto: FDP Olsberg
Kandidat Bigge IV Dentzel, Daniel, 31
Industriemechaniker
www.fdp-olsberg.de
Wahlprogramm - Kurz
Digitalisierung der Verwaltung • Digitalisierung der Stadtverwaltung vorantreiben
• Digitales Bürgeramt (Online-Plattform für Verwaltungsangelegenheiten als zentraler Baustein)
• Transparenz und Politik zum Mitmachen (z.B. Livestreaming von Ratssitzungen, Bürgerhaushalt)
• Gigabit Ausbau beschleunigen
• Digitalausschuss einführen (Digital-Strategie, Digitalisierungsbericht)
Umwelt und Verkehr • Einsatz gegen Windräder auf den Höhenzügen und in den Wäldern
• Förderung von Rad- und Wanderwegen sowie Tourismus
• Individuelle ÖPNV Konzepte (Bürgerbusse, Rufbusse, Anruf-Sammeltaxi, etc.)
Wirtschaft und Finanzen • Reduzierung der Straßenbaubeiträge (Möglichkeit der Stundungen ohne Zinsen)
• Finanzielle Mitbestimmung der Bürger durch einen Bürgerhaushalt (Dörfer nicht abhängen!)
• Erarbeitung einer Wirtschafts- und Industriestrategie
• Schaffung eines Wirtschaftsförderverein und engagierten Wirtschaftsförderer
• Förderung der lokalen Wirtschaft und des stationären Einzelhandels
Bildung und Familie • Fördermittel aus dem „Pakt für Kinder und Familien“ abrufen, um Betreuungsplätze auszubauen
• Sanierung und Modernisierung der Schulgebäude
• Fördermittel aus dem Digitalpakt abrufen, um den Ausbau von W-LAN an Schulen und weiteren Maßnahmen zu ermöglichen
Rechtsstaat und Sicherheit • Einsatz für verbesserte und moderne Beleuchtung
• Ehrenamtliche Feuerwehren, Katastrophenschutz und DRK stärken
• Unterstützung von Kampagnen für mehr Respekt gegenüber Rettern- und Einsatzkräften
Soziales und Wohnen • Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und Umsetzung der Barrierefreiheit von öffentlichen Gebäuden und Anlagen
• Attraktiven Wohnraum schaffen (Neue Flächen für Wohngebiete, kommunale Abgaben nicht erhöhen/senken, Ansiedlung junger Familien)
Sport und Kultur • Sanierung und Modernisierung von bestehenden Breiten- und Freizeitsportanlagen
• Erhalt des AquaOlsberg unter finanzieller Aufsicht
• Erhalt und Stärkung der Konzerthalle als Veranstaltungsort
• Bibliothek der Dinge (Verleih von Werkzeugen, Musikinstrumenten, etc.)
Themenfelder von bigge-online benannt
Wie steht die FDP zur Infraktruktur in Bigge insbesondere mit Blick auf die Elisabeth-Klinik. Sollte sich hier die Stadt einbringen mit Investition in die umliegende Infrastruktur bvspw. durch ein Parkhaus?

Welche Ansätze verfolgt die FDP selbst für den Standort der Bigger Grundschule mit Blick auf den geplanten Ausbau der Klinik? Wenn - wie in der Ratssitzung - versprochen wird, dass der Grundschulstandort Bigge nicht gefährdet sei, darf man dies auf den heutigen Standort beziehen oder ist das ein Allgemeinplatz, der sich auf jedweden Standort bezieht, sofern in Ortslage befindlich. Wie steht die FDP dazu?


Ein gutes Bildungs- und Betreuungsangebot ist ein wichtiger Eckpfeiler für die Ansiedlung von jungen Familien, aber auch für Fachkräfte der Unternehmen vor Ort. Auch die Elisabeth-Klinik ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Stadt Olsberg und deshalb schlagen wir einen Kompromiss vor. So könnte ein Teil der als Einbahnstraße ausgewiesene Bereich der Schulstraße in Verbindung mit dem Grundstück der Schulstraße 7 als Baufläche für etwaige Erweiterungen herangezogen und die Idee eines Parkhauses wieder aufgenommen werden. Dadurch würde auch die aktuelle Parkfläche als Baufläche nutzbar.

Für die Weiterentwicklung der Klinik sollte ebenfalls auf ein langfristiges Konzept gesetzt werden, damit die Bürgerinnen und Bürger nicht wieder vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Für dieses Konzept sehen wir die Stadt genauso in der Verantwortung wie die Klinik selbst. Nur in Zusammenarbeit kann eine Entwicklungsstrategie für beide Partner erreicht werden bei der der benötigte Raum für die Schüler erhalten bleibt.
Beim Thema Klimaschutz ist die Windkraft kritisch für die Sauerländer Landschaft. Die Grünen würden sie dennoch gerne weiter ausbauen. Welche Alternativen sieht die FDP bzw. wie steht die FDP zur Windkraft? Wir wollen keine Windräder auf den Höhenzügen des Sauerlandes, weder in windgünstigen Kammlagen noch in hoch gelegenen Wäldern. Schon die Errichtung nur einer Windkraftanlage im Wald zerstört wegen des riesigen Betonfundaments sowie des notwendigen Baus breiter und tragfähiger Wege große Mengen des ökologisch wertvollen Waldes, der nach einer vielzitierten Studie der renommierten ETH Zürich als CO2-Speicher für die Umwelt und den Klimaschutz sowie - wie die Corona Pandemie gezeigt hat – als Naherholungsraum für die Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar ist. In Kammlagen errichtet, dominieren Windräder als technische Großbauwerke das typische Landschaftsbild des Sauerlandes bis hin zur Zerstörung. Nahezu die gesamte unbebaute Fläche von Olsberg ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, was begrifflich eine zu bewahrende Landschaft voraussetzt. In eine solche gehören keine Windkraftanlagen. Wir wollen das Klima stattdessen wirksam schützen.

Statt auf Symbolpolitik, wie das Ausrufen des „Klimanotstands“, setzen wir auf ganz konkrete Innovationen und Maßnahmen, die das Klima schützen und den CO2-Ausstoß mindern. Dazu gehören unter anderem der Neu-oder Ausbau von Radwegen, Maßnahmen für einen leistungsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr und der Ausbau der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebstechnologien. Die Einrichtung von Natur-und Erholungsflächen ist ebenso wirksam wie die Unterstützung von Garten-oder Artenschutzprojektenwie insektenfreundliche Grünflächen- und sie erhöhen die Lebensqualität vor Ort. Die Ausweisung von Flächen für neuen und umweltfreundlichen Wohnraum und die Unterstützung der Sanierung von bestehendem Wohnraum sind wichtige Bestandteile einer wirksamen Klimapolitik. Mit einem kommunalen Konzept zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien - also beispielsweise der Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden, die neben den Verwaltungsgebäuden auch E-Ladesäulen mit Strom versorgen - wollen wir zudem einen Beitrag zum Klimaschutzleisten.
Welche Ziele hat die FDP mit Blick auf den Ortsumbau in Bigge? Neben dem Fördern der Ideen der Bürger in allen Dörfern durch einen Bürgerhaushalt, in dem die Bürger über Projekte in einem fest gesteckten Rahmen selbst entscheiden können, wollen dafür sorgen dass auch Bigge gut und sicher mit dem Rad passierbar ist und auch in Zukunft der Bedarf an Wohnraum für junge Familien gedeckt wird durch z.B. der Ausweisung von neuen Bauflächen.

Auch sollte die Verkehrsführung an der Kirche optimiert werden. Es ist manchmal schon sehr frustrierend, wenn man versucht auf die Hauptstraße zu kommen.
Die Jugend fehlt in vielen Planungen. Es gibt Angebote für Kinder/Familien/Ältere. Für die Jugend fehlt es aus unserer Sicht – bspw. Dinge wie Bikepark o.ä. Was möchte sich die FDP hier auf die Fahnen schreiben für die kommenden Jahre? Ähnlich wie in Brilon, Winterberg und Willingen sollte man auch in Olsberg anstreben einige Trails zu
errichten. Evtl, als Art Rundweg durch die Dörfer und jeweils lokal angebunden an die örtliche Gastronomie. Dies hätten neben dem touristischen Effekt auch den Nebeneffekt eine weitere Attraktion für Jugendliche und Kinder zu bieten die auch noch Sport fördert. Auch sollte es einen
Volleyballplatz o.ä. geben der außerhalb des Aqua Olsberg liegt und ohne Eintritt zu bezahlen genutzt werden kann. Darüber hinaus sollte man nach Wegen suchen die jugendlichen dazu zu animieren selbst für Ihre Wünsche einzutreten. Leider war die Idee eines Jugendparlamentes in der
Vergangenheit nicht wahrgenommen worden.
Partei Bündnis 90 | Die Grünen
Stadtverbandsvorsitzender Stefan Schütte
Kandidaten Direktmandat
Kandidat Bigge I Bergmann, Peter, 60
SozialarbeiterPeter Bergmann, Kandidat der Grünen, Bigge I. Foto: Grüne Olsberg
Kandidat Bigge II Weigand, Uta, 55
Diplom-Pädagogin
Uta Weigand, Kandidatin der Grünen, Bigge II. Foto: Grüne Olsberg
Kandidat Bigge III Bergmann, Maik, 25
Werkstudent
Maik Bergmann, Kandidat der Grünen, Bigge III. Foto: Grüne Olsberg
Kandidat Bigge IV Weigand, Karl Heinz, 63
Finanzbeamter
Karl Heinz Weigand, Kandidat der Grünen, Bigge IV. Foto: Grüne Olsberg
www.gruene-olsberg.de
Wahlprogramm - Kurz
Klima und Umwelt

Grün ist weitergehen, wo andere beim Klima stehen bleiben

  • Klimabeirat mit finanziellen Mitteln und Kompetenzen ausstatten und Transparenz schaffen
  • Öffentliche Gebäude nachhaltig energetisch ausstatten
  • Kommunale Beratungsstelle für ökologisches Bauen und Wohnen
  • Städtische Förderprogramme für private Haushalte zur regenerativen Energieerzeugung und Energieeinsparung auflegen
  • weg von Kohle und Atomstrom, hin zu 100% regenerativer und regionaler Energieerzeugung
  • städtisches Strategiekonzept an Klima und Umwelt neu ausrichten
Mobilität

Grün ist weitergehen, wo andere bei der Mobilität stehen bleiben

  • ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept für eine Gleichberechtigung aller VerkehrsteilnehmerInnen entwickeln
  •  Mitfahrerbänke
  • ein flächendeckender Ausbau und die Vernetzung der Fahrradwege
  • Bürgerbusse
  •  Taktung und Abstimmung der Fahrpläne zwischen Bus und Bahn verbessern
  •  Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität
Soziales Miteinander, Bildung und Kultur

Grün ist weitergehen, wo andere bei sozialen Themen stehen bleiben

  • alternative und generationenübergreifende Wohnkonzepte mitgestalten
  • Neben Senioren- und Mehrgenerationenwohnen auch Wohnraum für Singles und junge Menschen schaffen
  • Ehrenamt, Vereinsarbeit, Kultur und soziales Engagement für ein lebendiges Miteinander unterstützen
  • flexible und zukunftsfähige Kita- und Betreuungsangebote als Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erhalten und ausbauen
  • dezentrale Bildungs- und Schulstandorte stärken und Aktivitätsflächen für Kinder und Jugendliche schaffen
  • soziale Sicherheit, Gerechtigkeit und Chancengleichheit für alle, unabhängig von Herkunft, Religion, Bildungsstand und Geschlecht ermöglichen
Digitalisierung

Grün ist weitergehen, wo andere bei digitalen Themen stehen bleiben

  • eine digitale Agenda erarbeiten, die hilft Ressourcen zu sparen und Arbeitsplätze sichert
  • eine*n Digitalbeauftragt*en benennen, um allen Agierenden beratend zur Seite zu stehen
  • IT-Infrastruktur (z.B. 5G) ausbauen und flächendeckendes, freies und unabhängiges WLAN anbieten
  • Bürgerbeteiligung, auch digital, für mehr Transparenz bei politischen Entscheidungen ermöglichen
  • Sicherstellung von guten Bandbreiten und Mobilfunkempfang als Daseinsvorsorge für alle BürgerInnen und Unternehmen
  • Entwicklung einer Start-Up-Kultur  und Vernetzung mit dem Mittelstand
  • Förderung von digitalen Geschäftsmodellen und Co-Working-Spaces.
  • Digitalisierung von Antragsverfahren, BürgerInnenanfragen etc.
  • Soziale Benachteiligungen vermeiden
  • Teilnahme an der Digitalisierung für alle ermöglichen
Haushalt und Wirtschaft

Grün ist weitergehen, wo andere wirtschaftlich stehen bleiben

  • Olsberg als nachhaltigen Wirtschaftsstandort entwickeln, bei dem Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichberechtigt nebeneinanderstehen
  • sanften, nachhaltigen Tourismus fördern
  • regionale Wertschöpfungsketten stärken
  • weg von Monokulturen, hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Land- und Forstwirtschaft – nur ein gesunder Wald kann nachhaltig und langfristig bewirtschaftet werden
  • Alternativen entwickeln zu Fichtenmonokulturen zum Klimaschutz
  • Bodenversiegelung (Schotterwege, Asphalt) minimieren
  • Hecken als Wind- und Erosionsschutz fördern
  • Stopp vom Anbau weiteren Weihnachtsbaumkulturen
  • Förderung von Co-Working-Spaces und Start-Up`s
  • Schaffung eines digitalen Markplatzes für alle Olsberg Einzelhändler
  • Förderung der Vermarktung regionaler Produkte
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Wie stehen die Grünen zur Infrastruktur in Bigge insbesondere mit Blick auf die Elisabeth-Klinik. Wäre es eventuell an der Zeit, dass die Stadt sich hier auch einbringt bspw. mit der Investition in die umliegende Infrastruktur bspw. durch ein Parkhaus? Karl-Heinz Weigand dazu:

Für die Infrastruktur ist sicherlich die Kommune ebenso verantwortlich, wie die ansässigen Wirtschaftsunternehmen. Allerdings hat z.B. Die Klinik ja bereits durch Grundstückskäufe, Häuserabrisse etc. schon einige Fakten geschaffen, die so nicht mit allen Beteiligten kommuniziert waren. Dies ist aber ein entscheidender Faktor in der Zusammenarbeit: Es muss kommuniziert werden, und von allen Seiten die Bereitschaft da sein, sich einzubringen aber auch Kompromisse einzugehen. Hier liegt für unser Empfinden der Ball derzeit bei der Klinikleitung. Dort gab es bereits Pläne für ein Parkhaus für das Grundstück an der Hauptstraße, welche aber nicht weiterverfolgt wurden auf Grund unterschiedlicher Ansätze zur äußeren Gestaltung. Hier wäre aber ein Kompromiss sicherlich möglich gewesen. Allerdings erwarte ich von der Verwaltung bzw. vom Bürgermeister auch mehr Transparenz über bereits geführte Gespräche, Zusagen der Stadt oder Angebote von Seiten der Klinik.
Welche Ansätze verfolgen die Grünen selbst für den Standort der Bigger Grundschule mit Blick auf den geplanten Ausbau der Klinik? Wenn - wie in der Ratssitzung - versprochen wird, dass der Grundschulstandort Bigge nicht gefährdet sei, darf man dies auf den heutigen Standort beziehen oder ist das ein Allgemeinplatz, der sich auf jedweden Standort bezieht, sofern in Ortslage befindlich. Wie stehen die Grünen dazu?

Karl-Heinz Weigand dazu:

Hierzu haben wir uns sowohl im Ausschuss „Bildung, Sport, Freizeit“, als auch in den entsprechenden Ratssitzungen sehr klar positioniert: Die Erweiterung der Klinik In Richtung Bildungswerkstatt wurde bisher nicht schlüssig als alternativlose Option dargestellt. Des Weiteren fehlt ein umfassendes Konzept für die Betreuung innerhalb der Grundschule (OGS, Betreuung bis Mittag, Unterricht). Hierzu ist ein pädagogisches Konzept erforderlich, aus dem sich dann der entsprechende Raum- und Platzbedarf ergibt.

Es wäre sträflich, ein Gebäude mit 600 m2 Raumkapazität, sowie Außen-Toiletten aufzugeben, die ggf. dringend gebraucht werden. Eine Alternative könnte die Bebauung des Grundstücks „Asshauer“ gegenüber der Grundschule darstellen für die OGS und die Betreuung. Dieses müsste dann aber von der JG im Tausch für die Bildungswerkstatt überlassen werden. Dann wäre aber endgültig auch eine Sperrung der Schulstraße in diesem Bereich erforderlich, damit die Kinder nicht eine weitere Straße überqueren müssten.

Natürlich favorisieren wir den Erhalt der Schule am derzeitigen Standort, würden uns aber anderen Lösungen nicht verschließen, sollte sich herausstellen, dass weder der Bedarf der Schule in den vorhanden Räumlichkeiten abgebildet werden kann, noch die Erweiterung der Klinik In Richtung Schulgebäude vermeidbar ist. Dann müsste ggf. über einen neuen Standort, aber in Bigge nachgedacht werden, aber dies wie gesagt auch nur als letzte Option.

Beim Thema Klimaschutz ist die Windkraft kritisch für die Sauerländer Landschaft. Die Grünen würden sie dennoch gerne weiter ausbauen. Welche Alternativen sehen die Grünen bzw. wie stehen Sie zur Windkraft?

Der derzeitige Sommer mit neuen Hitze- und Trockenheitsrekorden zeigt uns wohl allen, dass wir etwas tun müssen. Regenerative Energien sind daher unabdingbar für unsere Versorgung. Leider hat die Stadt Olsberg in dieser Hinsicht noch nichts geschafft. Der von der Stadt aufgestellte sachliche Teilflächen-Nutzungsplan Windenergie von 2004 wurde gerichtlich verworfen, nun gibt es möglicherweise keine Konzentrationszonen. Jeder, der möchte, kann nun theoretisch einen eigenen Antrag stellen. Dann passiert möglicherweise das, was wir Grüne genau verhindern wollten: Eine „Verspargelung“ der Landschaft. Wir wollen eine möglichst autonome Energieversorgung an Standorten, die die Kommune bestimmt. Bürger-Energieparks hätten die Akzeptanz in der Bevölkerung hier sicher deutlich erhöht, sind aber leider nach derzeitiger Gesetzeslage nicht mehr lukrativ. Also auch hier eine vertane Chance!

Wer den Klimawandel und das Waldsterben aufhalten will, muss weg von Kohlekraftwerken und hin zu regenerativen Energien wie Wind- und Sonnenenergie.
Welche Ziele haben die Grünen mit Blick auf den Ortsumbau in Bigge?

Es wird Zeit, dass sich auch Bigge „aufhübscht“! Aber es ist natürlich nicht damit getan, alles schön neu zu pflastern und neue Pflanzkübel zu installieren. Wir brauchen Treffpunkte und Begegnungsplätze, wie z.B. bereits angedacht  auf dem Kirchplatz, mit Bänken und Raum für Jung und Alt. Wir brauchen einen besser ausgebauten ÖPNV, mit besserer Taktung, besonders auch am Wochenende abends, um jungen Leuten einen Sicheren Heimweg nach Hause zu ermöglichen. Wir brauchen Mitfahrerbänke, ein gut ausgebautes Radfahrer-Netz, Car- oder Bike-Sharing, Ladestationen und mehr Grün, z.B. Wildblumenwiesen an allen Stellen, wo dies möglich ist. Die Ruhraue sollte eine barrierefreie Anbindung Richtung Antfeld erhalten.

Der Dorfgemeinschaftsverein braucht Unterstützung, auch durch die Kommune, und die Bürger sollten beteiligt werden. Auch Bigge muss attraktiv sein für Geschäfte und Unternehmen. Dazu benötigen wir auch Flächen für Gewerbetreibende. Und was es hier nicht gibt, muss dann eben „ambulant“ zu den Bewohnern kommen, z.B. durch Lieferservice von Geschäften oder „Einkaufs-Sammel-Taxis“ u.ä.

Die Jugend fehlt in vielen Planungen. Es gibt Angebote für Kinder/Familien/Ältere. Für die Jugend fehlt es aus unserer Sicht – bspw. Dinge wie Bikepark o.ä. Was möchte sich die CDU hier auf die Fahnen schreiben für die kommenden Jahre?

Karl-Heinz Weigand dazu:

Wie ganz richtig von euch bemerkt, gibt es für Jugendliche und Junge Erwachsene nicht wirklich ein entsprechendes Angebot. Hier rennt ihr bei uns offene Türen ein! Schon seit etlichen Jahren fordern wir immer wieder Raum für Jugendliche z.B. einen Bike- oder Skate-Park, einen Bolzplatz oder einfach nur einen Treffpunkt. Tatsächlich hatten wir solche Plätze schon in Bigge: Der Sportplatz beim Josefsheim stand allen Bigger Kindern offen und auf dem Sportplatz hinter der Schützenhalle konnte man jederzeit seine Runden drehen, bolzen oder sich sonst wie bewegen und treffen. Diese Plätze sind nun nicht mehr frei zugänglich. Kulturelle Angebote sind ebenfalls wenig ansprechend und auch Wohnungen für junge Singles oder Paare sind Mangelware. 

Das müssen wir ändern, in dem wir uns ökologisch, kulturell und wirtschaftlich zukunftsorientiert aufstellen. Sonst wandert unsere Zukunft ab!

Die Bigger Schützenhalle direkt nach der Renovierung der Rundhalle im Jahr 2020. Foto: bigge-onlineIn Bigge zu tagen sind die Mitglieder des Rates der Stadt Olsberg aufgrund der Lage des Rathauses ja bereits gewohnt. Am kommenden Donnerstag, 27. August 2020, geht es nun für die Lokalpolitiker sogar in die Bigger Schützenhalle. Allerdings auch in diesem Fall nicht, um zu feiern, sondern um die nächste Ratssitzung unter Einhaltung der Corona-Abstände abzuhalten. Die Tagesordnung ist im Ratssystem der Stadt Olsberg ersichtlich: https://olsberg.allris-online.de/bi2/to010.asp?SILFDNR=2399.