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logo stadt 2017 350Die Stadt Olsberg bekommt einen Klimabeirat. Das Gremium soll künftig Impulse in die Arbeit von Politik und Verwaltung geben, wie Maßnahmen zum Klimaschutz noch stärker berücksichtigt und umgesetzt werden können. Ein erstes Thema für den neuen Klimabeirat soll dann der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) werden. Diese Beschlüsse hatte in seiner jüngsten Sitzung der Olsberger Stadtrat einstimmig gefasst. Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hatte ursprünglich beantragt, in Olsberg den Klimanotstand auszurufen. Ziel sei es, so argumentierte Franz-Josef Weigand, „ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen“ – bisherige Bemühungen für den Klimaschutz in Olsberg sollten dabei keineswegs in Abrede gestellt werden. Dass der Klimaschutz noch intensiver zum Maßstab des Handelns für Politik und Verwaltung werden müsse, unterstrichen auch die Fraktionen von CDU und SPD. Der Begriff des Klimanotstands wurde dagegen kritisch gesehen.

(v.l.n.r.): Karl Metten (Senioren-Union), Bürgermeister Wolfgang Fischer, Ira Sangermann (Junge Union), Hiltrud Schmidt, Matthias Kerkhoff (MdL), Fraktionsvorsitzender Burkhard Stehling und Simon Sabinarz (Junge Union). Foto: CDU OlsbergDer CDU Stadtverband Olsberg hatte zu einem politischen Stammtisch mit dem Thema „Welchen Beitrag kann Kommunalpolitik zum Klimawandel leisten?“ in den Gasthof Plitt-Schepers nach Wulmeringhausen eingeladen. Unter dem Hinweis darauf, dass man in der CDU auch Meinungen "außerhalb des derzeitigen, teilweise von Panikmache geprägten, Mainstreams" äußern könne, bat die Vorsitzende Hiltrud Schmidt in der sehr gut besuchten Veranstaltung um eine kontroverse und gleichwohl sachliche Diskussion. Nach den Statements von Bürgermeister Wolfgang Fischer, des CDU-Fraktionsvorsitzenden Burkhard Stehling, des Vorsitzenden der Senioren-Union Karl Metten und Vertretern der Jungen Union wurde insbesondere der Antrag von Bündnis90/Die Grünen im Rat der Stadt, den Klimanotstand in Olsberg auszurufen, diskutiert. Hierbei kristallisierte sich die Meinung heraus, dass gerade die Stadt Olsberg seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle im Bereich von Klimaschutz und Nachhaltigkeit eingenommen habe. Die meisten Schulen und Kindergärten seien energetisch saniert, in Olsberg sind das Heiz-Holz-Zentrum (HEZ), das Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien (I.D.E.E.) und auch das Informations- und Demonstrationszentrum Holz (I.D.Holz) angesiedelt.

logo stadt 2017 350Soll es ein eigenes Stadt-Ticket für Olsberg geben, mit dem Bürgerinnen und Bürger den Öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet zum „kleinen Preis“ nutzen können? Über diese Idee informierten sich jetzt die Mitglieder des Ausschusses Ordnung und Soziales. Die Entscheidung über ein solches Vorhaben könnte schon in der Ratssitzung am 12. September 2019 fallen. Die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) hatte Anfang des Jahres ein so genanntes „BrilonTicket“ zusammen mit der Stadt Brilon eingeführt. „Wir sind sehr erfolgreich gestartet“, so Hauke Möller, Leiter des RLG-Verkehrsmanagements – zurzeit nutzen rund 60 Kundinnen und Kunden dieses Stadt-Ticket. Während es für Jugendliche und Senioren bereits viele Spar-Möglichkeiten bei Bus und Bahn gebe, „zahlt gerade die Mitte der Bevölkerung den vollen Preis“, so Hauke Möller. Hier könnte ein Stadt-Ticket ansetzen.

Förderbescheid überreicht: (v.li.) Ferdinand Aßhoff, Leiter der Abteilung Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft bei der Bezirksregierung Arnsberg, mit Bürgermeister Wolfgang Fischer und Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung. Foto: Stadt OlsbergFerdinand Aßhoff, Leiter der Abteilung Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft bei der Bezirksregierung Arnsberg, überreichte jetzt einen Förderbescheid über gut 520.000 Euro an unseren Bürgermeister Wolfgang Fischer. Mit dieser Summe unterstützt das Land NRW die Umgestaltung von Marktplatz, einem Abschnitt der „Rutsche“ sowie von Mühlenufer und Dr.-August-Grüne-Weg. „Mit der Maßnahme, um die es jetzt geht, schaffen wir ein Bindeglied zwischen den bisherigen Umgestaltungsmaßnahmen an Bahnhofstraße und Kreisverkehr Markt zum Kurpark Dr. Grüne, der ebenfalls mit Unterstützung von Fördermitteln weiterentwickelt wird“, freut sich Wolfgang Fischer. Gleichzeitig markiert das Projekt den Schlussbaustein der Städtebauförderung für den Ortskern Olsberg. Mit der nun erhaltenen Landesförderung kann die Stadt Olsberg 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben für das Projekt decken.

Die Ortsvorsteher tauschten sich mit der Verwaltungsspitze im Rathaus aus. Foto: Stadt OlsbergSie sind gleichermaßen „nah dran“ am Geschehen in Dörfern und Ortsteilen der Stadt Olsberg wie auch im Rathaus: Ortsvorsteher sind ein Bindeglied zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung. Um den engen Kontakt zu den Ortsteilen und ihren Bewohnern noch zu vertiefen, trafen sich jetzt die Ortsvorsteher aus dem Stadtgebiet sowie Vertreter der Stadtverwaltung unter der Leitung von Bürgermeister Wolfgang Fischer zum Austausch. Ein Thema dabei war das so genannte „Integrierte kommunale Entwicklungskonzept“, das Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam erarbeitet haben, um Konzepte für eine Weiterentwicklung zu entwerfen. Anfängliche Skepsis, so Andreas Rüther, im Rathaus verantwortlich für das IKEK, sei einer „positiven Erwartungshaltung gewichen“.