Am 16. Mai lädt die Elisabethklinik zum Vortrag in den Josef-Prior-Saal ein. Dr. Katarina Baotic-Meyer aus der Elisabeth-Klinik Bigge gibt Tipps zum Thema Demenz. Foto: ElisabethklinikDen Geburtstag verpasst? Den Namen vergessen? Das passiert jedem Mal. Häufen sich solche Vorfälle, können das Anzeichen von Demenz sein. Von dieser Krankheit sind in Deutschland derzeit etwa 1,6 Millionen Menschen betroffen, Schätzungen zufolge ist die Dunkelziffer aber deutlich höher. Die Demenz im Alter kommt schleichend und für Betroffene und Angehörige ist es nicht leicht damit umzugehen. Umso wichtiger ist es, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und sich fachlichen Rat zu holen, wie z.B. von Dr. Katarina Baotic-Meyer, leitende Ärztin der Geriatrie in der Elisabeth-Klinik in Bigge. Sie hält am Donnerstag, dem 16. Mai 2019 um 16 Uhr einen Vortrag zum Thema Demenz im Josef-Prior-Saal des Josefsheims in Bigge.

Die wichtigsten Fragen beantwortet sie aber vorab: Wie erkennt man Demenz? Eine Demenz kann sich sehr vielfältig äußern. Sie wird erkennbar durch Vergesslichkeit, Störungen der Sprache, Verwirrung, Orientierungslosigkeit, Gefühlsschwankungen, wie plötzliche Aggressivität oder Gereiztheit, Depressionen, Wahnvorstellungen, abnehmende Aktivität bis hin zu Schlafstörungen, so Dr. Baotic-Meyer. Kann man einer Demenz vorbeugen? Es gibt Möglichkeiten einer Demenz vorzubeugen. Besonders wichtig sind kontinuierliche körperliche, geistige und soziale Aktivitäten. Betroffene brauchen Strukturen und sollen weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Aber auch eine gesunde Ernährung (fettarm, häufiger Verzehr von Fisch, Gemüse, Obst und Vollkornprodukten) spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Des Weiteren sollten die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, Rauchen) frühzeitig minimiert beziehungsweise behandelt werden, empfiehlt Dr. Baotic-Meyer. Außerdem ist es wichtig, täglich ausreichend zu trinken. Sollte der Betroffene selber daran nicht denken, sollten Angehörige immer wieder Getränke anbieten.

Gerade für Angehörige ist Demenz sehr belastend. Haben Sie Tipps im Umgang mit der Krankheit? Im Alltag gibt es einige Verhaltensregeln, die den Umgang mit Demenz erleichtern können, so Dr. Baotic-Meyer. Grundsätzlich ist es wichtig, Defizite zu erkennen und verbliebene Fähigkeiten zu stärken. Sie sollten versuchen den Betroffenen in seinen Strukturen zu lassen und ihn nicht mit Druck zurück in die Realität zu holen. Angehörigen müssen lernen ruhig und bestimmt zu reagieren, aber den Betroffenen nicht durch unnötige Diskussionen zu frustrieren. Sie müssen versuchen, dem Patienten Zuversicht und Halt zu geben. Eine langsame Sprache und einfache, klare Sätze erleichtern die Kommunikation.

Welche Therapiemöglichkeiten es für Demenzpatienten gibt, welche Medikamente die Krankheit aufhalten können und weitere Fragen beantwortet Dr. Katarina Baotic-Meyer, leitende Ärztin der Geriatrie in der Elisabeth-Klinik Bigge am Donnerstag, dem 16. Mai 2019 ab 16 Uhr im Rahmen ihres Vortrages im Josef-Prior-Saal des benachbarten Josesheims.

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